Newsletter

Abonnements

Sparkassen übernehmen DekaBank komplett

(akm) Die Sparkassen haben sich nach monatelangen Verhandlungen mit den Landesbanken darauf geeinigt, die ausstehenden 50 Prozent der DekaBank zu übernehmen. Damit werden die Sparkassen zum alleinigen Eigentümer des zentralen Fondsdienstleisters der Sparkassen-Finanzfamilie, berichtete die Börsenzeitung. Stimmen die Regionalverbände der Sparkassen zu, fließen den Landesbanken 2,35 Milliarden Euro zu. Basis dieser Summe ist eine Deka-Bewertung von 4,7 Milliarden Euro. Die DekaBank werde aus ihrem Eigenkapital zunächst für eine Milliarde Euro selbst Anteile von den Landesbanken kaufen. Die Sparkassen nähmen den Landesbanken für weitere 1,3 Milliarden Euro Anteile ab. Die Transaktion solle rückwirkend zum 1. Januar gelten.

Die Übernahme hängt Kreisen aus dem Lager der öffentlichen Institute zufolge auch von der Zukunft der WestLB ab. Die rheinischen Sparkassen begrüßten zwar Pläne, dass die Sparkassen die Mehrheit an der Deka übernehmen sollen, eine endgültige Entscheidung werde es aber erst dann geben, wenn klar sei, wie es mit der WestLB weitergehe, sagte eine Person aus dem Umfeld der Institute der Nachrichtenagentur Reuters. Die WestLB muss bis zum 15. Februar einen Vorschlag zu seinem Umbau bei der EU-Kommission vorlegen. Bis zum Jahresende müssen zudem neue Eigner gefunden werden.

 

Quellen: Reuters, Börsenzeitung, FINANCE

 

Weitere Infos:

Hohe Abschreibungen auf Landesbank Berlin

Sparkassen wollen aus Landesbanken eine Zentralbank machen

Themen
Augenöffner für Finanzentscheider
Inside Corporate Banking: Die Serie zum Banken-Survey 2022
Jetzt Insights sichern »
Jetzt lesen »
Inside Corporate Banking: Die Serie zum Banken-Survey 2022