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Studie: Private Equity-Branche erwirtschaftet noch immer Überrenditen

(mco) Die Überrenditen (Alpha) der Private Equity-Branche (PE) im Vergleich zu Aktieninvestments sind im statistischen Vergleich zum Vorjahr von sieben auf fünf Prozent gesunken. Das ist das Ergebnis einer Studie der HEC Business School und von Golding Capital Partners. Dabei wurden als Datenbasis insgesamt 4.210 realisierte Buy-Out-Deals in Europa und den USA zugrundegelegt. Das gesunkene Alpha hänge mit dem Verkauf der Hochkonjunkturdeals zusammen, erklärte HEC-Professor Oliver Gottschalg. Outperformance liefere Private Equity dagegen gerade in schlechtem Börsenwetter. Um eine bessere Vergleichbarkeit zwischen PE-Renditen und Aktienrenditen herzustellen, wurde der verwendete Aktienindex in Bezug auf das Timing der Zahlungsströme, die betroffenen Branchen und den Einsatz von Fremdkapital (Leverage) synchronisiert.

 

Bemerkenswert ist die Bandbreite der Performance-Unterschiede der PE-Branche. Während die unteren 50 Prozent der PE-Häuser ein negatives Alpha von -5 Prozent erwirtschafteten, lag dieses in der oberen Hälfte der Fondsmanager bei stolzen 18 Prozent. Bezogen auf die besten zehn Prozent der Fondsmanager entfielen sogar 36 Prozent. Weitere Einflussgrößen auf die Überrendite sind die Spezialisierung und der regelmäßige Dealflow sowie schließlich die bisher erwirtschafteten Renditen.

 

Golding Capital Partners geht davon aus, dass institutionelle Investoren aus Deutschland mit insgesamt 24 Milliarden Euro in Private Equity engagiert sind. Versicherungen stellen dabei mit 58 Prozent die größte Investorengruppe, gefolgt von Banken und Versorgungseinrichtungen, auf die 15 bzw. 12 Prozent entfallen.

 

Quellen: Golding Capital Partners, FINANCE

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