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Südwest-Sparkassen stocken bei Dekabank auf

Der erste Schritt auf dem Weg zu einer kompletten Übernahme des Fondsdienstleisters Dekabank durch die deutschen Sparkassen ist getan. Als erster von zwölf Regionalverbänden beschloss am Freitag der Sparkassenverband Baden-Württemberg eine Aufstockung seiner Anteile. Für 204 Millionen Euro will der größte Regionalverband seine Beteiligung von derzeit 7,7 auf 15,5 Prozent ausbauen. Damit würden die Südwest-Sparkassen zum größten Anteilseigner des Frankfurter Instituts aufsteigen.

 

Die anderen Sparkassen-Regionalverbände wollen sich bis spätestens Ende März entscheiden, sagte ein Verbandssprecher in Neuhausen auf den Fildern (Kreis Esslingen). Die Sparkassen liebäugeln seit Jahren damit, die Mehrheit an ihrem Fondsanbieter zu übernehmen.

 

Bisher halten sie und die Landesbanken jeweils die Hälfte an der Dekabank. Die meisten Landesbanken wollen seit langem aussteigen. Andere müssen ihren Anteil wegen EU-Auflagen verkaufen, etwa die größte deutsche Landesbank LBBW.

 

Insgesamt sollen die Sparkassen für eine komplette Übernahme rund 1,3 Milliarden Euro aufbringen. Die Deka selbst steuert aus ihren Kapitalreserven eine Milliarde Euro bei. Das Institut wird mit etwa 4,6 Milliarden Euro bewertet.

 

Quelle: dpa-AFX

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