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Terra Firma stellt Tank & Rast zum Verkauf

Für rund 2 Milliarden Euro könnte PE-Investor Terra Firma Tank & Rast verkaufen, vermutet Reuters.
Tank & Rast

Der Londoner PE-Investor Terra Firma will sich offenbar von dem Raststättenbetreiber Tank & Rast trennen. Wie Reuters unter Berufung auf zwei mit der Transaktion vertraute Personen berichtet, wurden JP Morgan und die Deutsche Bank beauftragt, Szenarien für die Zukunft des Unternehmens durchzuspielen, darunter ein Verkauf oder ein Börsengang.

Den Unternehmenswert von Tank & Rast beziffert Reuters auf rund 2 Milliarden Euro. 2013 hatte das Unternehmen, das mit seinen Pächtern 350 Tankstellen und 390 Raststätten an deutschen Autobahnen betreibt, einen Umsatz von 482 Millionen Euro und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 235 Millionen Euro erwirtschaftet. Bei dem kolportierten Verkaufspreis würde Terra Firma folglich mit einem Ebitda-Multiple von 8,5x auf Basis der 2013er-Ergebnisse bewertet werden. Wie sich die Kennzahlen 2014 entwickelt haben, ist noch nicht bekannt.

Terra Firma ist seit über 10 Jahren an Tank & Rast beteiligt

Der Verkauf des Unternehmens dürfte Terra Firma nun leichter fallen, da Tank & Rast vergangenes Jahr eine umfangreiche Refinanzierung in Höhe von 2,1 Milliarden Euro hinter sich gebracht hat. Die Refinanzierung wurde durch eine Kombination von Schuldtiteln umgesetzt, die High-Yield-Anleihen ebenso beinhielten wie eine „PIK“-Note (Payment-in-Kind), bei der die Zinsen erst am Ende der Laufzeit bezahlt werden müssen.

Terra Firma ist schon sehr lange bei Tank & Rast engagiert. 2004 stiegen die Briten mit 1,1 Milliarden Euro bei dem deutschen Unternehmen ein und finanzierten den Deal damals mit einem Kreditpaket im Volumen von 820 Millionen Euro. Dieser erhöhte sich anschließend durch eine fremdfinanzierte Sonderausschüttung an den Investor von rund 400 Millionen Euro auf 1,2 Milliarden Euro. 2007 trennte Terra Firma sich für 1,2 Milliarden Euro von der Hälfte der Anteile und verkaufte sie an RREEF Infrastructure, den Infrastrukturfonds der Deutschen Bank. Seitdem halten beide je die Hälfte an Tank & Rast.

julia.becker[at]finance-magazin.de

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