Newsletter

Abonnements

ThyssenKrupp scheitert mit Verkauf von Blohm + Voss

(sap) Der Mischkonzern ThyssenKrupp hat beim geplanten Ausstieg aus dem zivilen Schiffsbau einen herben Rückschlag erlitten. Entgegen den ursprünglichen Plänen übernehme der arabische Schiffbaukonzern Abu Dhabi Mar nicht den zivilen Bereich der Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss, teilte das Unternehmen am Freitag mit. “Innerhalb des langen Verhandlungszeitraums haben sich die politischen Rahmenbedingungen im Mittleren Osten geändert”, heißt es. Ein geplantes Joint Venture mit den Arabern im militärischen Bereich ist ebenfalls geplatzt. Abu Dhabi Mar übernehme nun lediglich den zivilen Bereich von HDW-Gaarden.

 

ThyssenKrupp hatte den Verkauf der zivilen Teile von Blohm + Voss in Hamburg und der Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) in Kiel an Abu Dhabi Mar bereits im Jahr 2009 angekündigt, die Detailverhandlungen hatten sich jedoch immer wieder verzögert. Für den zivilen Bereich von Blohm + Voss will der Mischkonzern eigenen Angaben zufolge mittelfristig neue Eigentümer suchen.

 

ThyssenKrupp hatte in den vergangenen Jahren hohe Verluste im zivilen Schiffbau einfahren müssen und will sich deshalb davon trennen. Der Konzern hatte daher bereits den größten Teil der Emder Nordseewerke an die Siag-Gruppe verkauft. Abu Dhabi Mar übernahm zudem schon rund 75 Prozent der Anteile an der griechischen Werftentochter Hellenic Shipyards (HSY).

 

Quellen: Reuters, FINANCE

 

Lesen Sie hierzu auch:

Verkauf von Thyssen-Werftentochter noch nicht über die Bühne

ThyssenKrupp kurz vor Trennung von griechischer Werftentochter

Abu Dhabi Mar will Blohm + Voss Shipyards & Services vollständig übernehmen

 

 

Themen