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Übernahmefantasien sorgen bei Vossloh für Kurssprung

Übernahmefantasien haben am Montag den Aktien des Verkehrstechnikkonzerns Vossloh zu einem Kurssprung verholfen. Die MDax-Titel legten um knapp 5 Prozent auf 100,85 Euro zu und markierten ein Jahreshoch. Damit sind die Papiere rund 45 Prozent mehr wert als noch im Sommer vergangenen Jahres. Das Handelsblatt hatte zuvor berichtet, Knorr-Bremse-Eigentümer Heinz Hermann Thiele habe seinen Anteil an Vossloh aufgestockt. Finanzkreisen zufolge halte er mittlerweile beinahe 10 Prozent, berichtete das Blatt. “Das können wir derzeit nicht bestätigen”, sagte ein Vossloh-Sprecher. Knorr-Bremse hat das Engagement ihres Eigners und Aufsichtsratschefs mit Hinweis auf dessen “Privatkäufe” bislang nicht kommentiert.

 

Vergangenen Donnerstag hatte Vossloh-Chef Werner Andree mitgeteilt, die Stimmrechtsanteile von Thiele hätten die Schwelle von 5 Prozent überschritten und hätten zuletzt 5,01 Prozent betragen. Mehr hierzu unter: Hermann Thiele hält mehr als fünf Prozent an Vossloh. Welche Absicht der 70-Jährige mit seiner Beteiligung verfolge, sei unklar, so Andree. Er schätze Thiele aber als “honorigen Mann und erfolgreichen Unternehmer”. Sein Einstieg bei Vossloh sei “schmeichelhaft”. Das Handelsblatt berichtete unter Berufung auf Vossloh-Aufsichtsratschef Wilfried Kaiser und den Sprecher der Großaktionäre im Aufsichtsrat, Peter Langenbach, die Anteilseigener seien völlig im Unklaren über Thieles Absichten. “Wir haben bislang überhaupt keinen Kontakt mit ihm gehabt”, wird Langenbach zitiert.

 

Größter Aktionär des MDax-Konzerns ist die Familiengemeinschaft Vossloh GbR, die rund 31 Prozent des Grundkapitals hält. 10 Prozent liegen als Akquisitionswährung beim Unternehmen. Die Vossloh-Erben haben derzeit nach Angaben des Vorstands keine Ambitionen, sich von ihrer profitablen Beteiligung zu trennen

 

Quelle: Reuters

 

 

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