Newsletter

Abonnements

Vereinigung Deutscher M&A-Berater gründet sich neu

Als eigenständiger Verein mit Sitz in Frankfurt will sich die Vereinigung Deutscher M&A-Berater (VMA) am Markt etablieren.
SeanPavonePhoto/Thinkstock/Getty Images

Neuer Anfang für die Vereinigung Deutscher M&A-Berater (VMA): Das Netzwerk, ursprünglich im Jahr 2007 als Abteilung des Bundesverband Mergers & Acquisitions (BM&A) entstanden, hat sich neu gegründet. Als eigenständiger Verein will sich die VMA am mittelständischen M&A-Markt etablieren.

Das Ziel der Vereinigung ist es damals wie heute, die Transparenz in der Branche zu verbessern und die VMA als Ansprechpartner für M&A-Fragen zu positionieren. Sei es als Anlaufstelle für Unternehmer, PE-Investoren und Family Offices, die kaufen oder verkaufen wollen, oder auch für Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte oder Insolvenzverwalter, die ihren Mandanten einen M&A-Berater vermitteln möchten. 

Die VMA soll nach eigenem Verständnis als berufsständige Vereinigung „führender unabhängiger M&A-Beratungsunternehmen“ am Markt auftreten und adressiert M&A-Berater, die überwiegend bei M&A-Deals im Small- und Mid-Cap-Segment mit einem Volumen von bis zu 150 Millionen Euro tätig sind. Der Beratermarkt ist in diesem Segment recht intransparent, zumal sich ständig neue Häuser gründen und andere wieder vom Markt verschwinden. „Wir möchten M&A-Berater in unabhängigen, partnergeführten Beratungshäusern ansprechen, die anhand ihrer Deal-Historie belegen können, dass sie sich im nationalen und internationalen M&A-Markt sicher bewegen und eine belastbare Expertise mitbringen“, sagt Rolf Köchling, Partner bei der M&A-Beratung Markus Partners und Vorstandsvorsitzender der VMA.

VMA will M&A-Beratung professionalisieren

Zurzeit hat die VMA fünf Gründungsmitglieder: Im Netzwerk engagieren sich C. H. Reynolds Corporate Finance, Hübner Schlösser & Cie, Markus Partners, die M&A-Beratung Angermann M&A International, die im vergangenen Jahr mit dem Kronberger Beratungshaus M&A International fusioniert ist, sowie Perspektiv Corporate Finance. Die Vereinigung wollen die fünf Gründungsmitglieder auch für andere M&A-Häuser öffnen. Bis Ende 2016 sollen etwa 15 bis 20 Beratungshäuser der VMA angehören, lautet das Ziel. „Damit hätten wir im mittelständischen Beratersegment eine sehr gute Marktabdeckung“, sagt VMA-Vorstand Köchling.

An potentielle Neumitglieder stellt die VMA gewisse Ansprüche: „Wir möchten die Professionalisierung in der Branche vorantreiben. Daher verpflichten sich unsere Mitglieder darauf, in ihrer Arbeit gewisse Qualitätsstandards einzuhalten“, sagt Köchling. Die VMA-Mitgliedsunternehmen sollen beispielsweise nur mit einem klaren Mandat handeln, sie müssen Interessenkonflikte vermeiden und jederzeit die Vertraulichkeit des M&A-Prozesses wahren. „Wir würden vor der Aufnahme eines neuen Mitglieds entsprechende Referenzen einholen.“

Die neuen Mitglieder sollten darüber hinaus bereit sein, aktiv untereinander Erfahrungen auszutauschen. „Zwar treten wir in Transaktionen mitunter als Wettbewerber auf. Es gibt aber andere Bereiche, beispielsweise das Thema Beraterhaftung, die uns alle interessieren und zu denen wir uns austauschen möchten“, sagt Vereinsvorstand Köchling.

Die VMA versteht sich als Plattform, auf der ihre Mitglieder im vertraulichen Rahmen Erfahrungen austauschen – sei  es zum Umgang mit bestimmten Gutachtern, zu Tipps in steuerrechtlichen Fragen oder zu Best Practices beim Verfassen von Vertraulichkeitsvereinbarungen. Eigenen Angaben zufolge spricht die VMA bereits mit weiteren M&A-Beratungshäusern, die als neue Mitglieder die VMA verstärken könnten.

Info

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der VMA.

+ posts
Themen
Augenöffner für Finanzentscheider
Inside Corporate Banking: Die Serie zum Banken-Survey 2022
Jetzt Insights sichern »
Jetzt lesen »
Inside Corporate Banking: Die Serie zum Banken-Survey 2022