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Versicherungsverbund Continentale übernimmt Spezialversicherer Mannheimer

(sap) Der Spezialversicherer Mannheimer bekommt einen neuen Eigentümer. Der Versicherungsverbund Continentale will den Anteil des österreichischen Versicherers Uniqa in Höhe von 92 Prozent übernehmen. Eine grundsätzliche Übereinkunft mit der Dortmunder Continentale sei am Mittwoch erzielt worden, teilte Uniqa am Donnerstag mit. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart, teilte Uniqa weiter mit. An der Börse war die Mannheimer am Mittwoch 177 Millionen Euro wert, die Ankündigung des Verkaufs ließ den Kurs am Donnerstag aber um 30 Prozent nach oben schnellen.

Der Verkauf kommt überraschend: Noch im September hatte sich die Uniqa „bis auf Weiteres“ zur Mannheimer bekannt. Der seit dem Sommer amtierende Uniqa-Chef Andreas Brandstetter hat allerdings die Strategie des österreichischen Versicherers geändert. Er sieht die Wachstumschancen für die mit mehreren Gewinnwarnungen kämpfende Uniqa eher auf den wachsenden Märkten in Osteuropa.

Der neue Eigentümer ist für die Mannheimer kein Unbekannter. Die angeschlagene Krankenversicherungs-Tochter hatte schon von 2003 bis 2005 zur Continentale gehört. Die Dortmunder wären schon damals auch am Rest des Geschäfts interessiert gewesen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Versicherungskreise.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

 

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