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Watson kauft Actavis

 

Der US-amerikanische Generikahersteller Watson übernimmt für 4,25 Milliarden Euro den in der Schweiz ansässigen Konkurrenten Actavis von der Deutschen Bank. Damit werde der Konzern zum weltweit drittgrößten Hersteller von Nachahmermedikamenten mit einem Pro-Forma-Umsatz von acht Milliarden Dollar in diesem Jahr, teilte Watson mit. Der Verkauf führt bei der Deutschen Bank im ersten Quartal dieses Jahres zu einer Wertminderung auf das Engagement in Höhe von 257 Millionen Euro. Die Transaktion wird nach Informationen der Bank voraussichtlich im 4. Quartal 2012 vollzogen, wodurch sich ihre Kernkapitalquote in diesem Quartal um rund 290 Millionen Euro erhöhe.

Formal gehört Actavis dem isländischen Unternehmer Thor Björgólfsson, der es 2007 von der Börse genommen hatte. Tatsächlich wird der Konzern aber von der Deutschen Bank kontrolliert, die damals die Übernahme durch Kredite finanziert hatte. Björgólfsson war im Rahmen der isländischen Bankenkrise in Schwierigkeiten geraten. Das milliardenschwere Kreditengagement der Deutschen Bank wurde daher später in Anteile an Actavis gewandelt.

Im vierten Quartal vergangenen Jahres hatte die Deutsche Bank bereits 407 Millionen Euro auf das Pharmaunternehmen abgeschrieben.

 

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