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WestLB erhält offenbar mehrere Kaufangebote

Die WestLB hat offenbar das Interesse mehrerer Investoren auf sich gezogen. Es sei “eine Reihe von Angeboten zum Erwerb der Bank eingegangen”, erklärte der mit dem Verkauf der Bank beauftragte frühere CDU-Politiker Friedrich Merz nach Beratungen mit Vertretern der Sparkassen, des Bundes und der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Laut der Bank nahestehenden Personen zeigten ursprünglich fünf Investoren Interesse. Es blieb jedoch unklar, ob sie alle eine Offerte abgaben. Zwei Personen aus der Finanzbranche zufolge gehören der Finanzinvestor Apollo und andere Beteiligungsgesellschaften zu den Bietern. WestLB sowie Apollo wollten dazu keine Stellung nehmen.

 

Am Dienstag soll der Aufsichtsrat der WestLB zusammentreten und am 13. Januar erneut der Lenkungsausschuss, um Merz zufolge über die Auswertung der Offerten zu beraten. Die Frist für die zweite Bieterrunde werde innerhalb des ersten Quartals liegen, verlautete aus Kreisen. Bis zum Jahresende müssen für das einstige Flaggschiff der Landesbanken neue Eigner gefunden werden.

 

Merz hatte bereits von robustem Interesse aus dem In- und Ausland an der WestLB berichtet. Das Land NRW und die Sparkassen setzen zudem darauf, doch noch eine Lösung im Lager der Landesbanken zu finden. Teile der WestLB könnten etwa in eine Fusion mit der Deka oder der Helaba eingebracht werden, hatte es geheißen. Die Deka soll von den Sparkassen vollständig übernommen werden – und die NRW-Sparkassenverbände drängen gleichzeitig auf eine Lösung bei der WestLB. Auch die Bundesregierung fordert immer wieder Zusammenschlüsse unter den Landesbanken.

 

Quelle: Reuters

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