Der Dachziegelhersteller Braas Monier baut sein Asien-Geschäft aus und kauft  den malaysischen Wettbewerber Golden Clay.

Braas Monier

13.04.15
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Braas Monier kauft in Malaysia zu

Der Dachziegelhersteller Braas Monier baut sein Asien-Geschäft aus und kauft den malaysischen Wettbewerber Golden Clay – zu einem Preis, der für ein Emerging-Markets-Unternehmen nicht ohne ist.

Der Dachziegelhersteller Braas Monier hat den malaysischen Konkurrenten Golden Clay gekauft. Damit will das Unternehmen, das zwar in Luxemburg sitzt, aber seine Zentrale im hessischen Oberursel hat, seine Präsenz in Asien stärken. Schon jetzt ist Malaysia für Braas Monier der wichtigste Markt außerhalb Europas.

Golden Clay Industries sei 90 Millionen Malaysische Ringgit wert, erklärt Braas Monier in einer Pressemitteilung – also rund 23 Millionen Euro. Der Kaufpreis beinhalte einen Zahlungsmittelabfluss von 67 Millionen Ringgit, Bankkredite von 18 Millionen sowie Gewinnbeteiligungen von 16 Millionen.

Braas Monier will Umsatz von Golden Clay steigern

Für einen Anbieter aus einem Schwellenland ist die Bewertung stattlich. Golden Clay Industries hat im Jahr 2014 einen Umsatz von 35 Millionen Ringgit und ein Ebitda von 8,5 Millionen Ringgit erzielt. Damit bezahlt Braas Monier fast 3x Umsatz und mehr als 10x Ebitda. Allerdings äußert sich der inzwischen in den SDax aufgerückte Konzern auch sehr konkret zu den Ertragsaussichten der neuen Tochter: Auch getrieben von aus der Übernahme ausgelösten Synergien soll Golden Clay „mittelfristig“ auf einen Umsatz von mehr als 55 Millionen Ringgit und ein Ebitda von mehr als 21 Millionen Ringgit kommen, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Übernahme wird aus dem freien Cashflow finanziert und voraussichtlich spätestens im Oktober 2015 abgeschlossen sein. Braas Monier hatte beim Börsengang im vergangenen Jahr einen Bruttoerlös von 100 Millionen Euro erzielt und damit seine Schulden abgebaut. Im November war die Treasury-Abteilung von Braas Monier von der FINANCE-Schwesterpublikation DerTreasurer für ihre Arbeit ausgezeichnet worden.

florian.bamberg[at]finance-magazin.de