Das Verlagshaus Holtzbrinck verkündet traurige Nachrichten: Michael Brockhaus, ehemaliger Geschäftsführer für die Bereiche Strategie und M&A, ist verstorben.

ijeab/iStock/Thinkstock/GettyÍmages

18.06.19
Deals

Ehemaliger M&A-Chef von Holtzbrinck ist verstorben

Michael Brockhaus, langjähriger Geschäftsführer für die Bereiche Strategie und M&A der Verlagsgruppe Holtzbrinck, ist gestorben. Er starb im Alter von 53 Jahren. Brockhaus begleitete unter anderem den Mega-Deal mit Springer Nature.

Erschütternde Nachrichten für das Verlagshaus Holtzbrinck Publishing Group: Der ehemalige Geschäftsführer für die Bereiche Strategie und M&A Michael Brockhaus ist gestorben. Wie der Verlag am heutigen Montag auf Anfrage von FINANCE bestätigte, ist Brockhaus bereits am 6. Juni gestorben. Er starb im Alter von 53 Jahren.

In einer Traueranzeige am Sonntag in der FAZ heißt es seitens der Stuttgarter, Brockhaus habe das Unternehmen „entscheidend und erfolgreich mit geprägt”. Man werde „seinen inspirierenden Weitblick, seine erfrischende Direktheit und seine menschliche Wärme” vermissen, lässt sich das Unternehmen zitieren.

Brockhaus, der vor seiner Karriere bei dem Verlag Mitgründer und Geschäftsführer einer Online-Bank in der Schweiz war, stieg 2010 bei Holtzbrinck ein. Dort übernahm er im selben Jahr „den internationalen Ausbau und die Koordination gruppenweiter Systemtechnologien“. Seine Geschäftsführerposten bei Brockhaus hatte er bis 2016 inne, wie das Unternehmen auf Anfrage erklärte.

Michael Brockhaus kreierte Branchengigant mit

Eines der wichtigsten Projekte in Brockhaus‘ Holtzbrinck-Karriere war der Mega-Deal mit dem Private-Equity-Investor BC Partners: 2015 führte der PE-Investor seinen Wissenschaftsverlag Springer Science + Business Media in ein Joint Venture mit Holtzbrinck. Zusammen entstand damals ein Fachverlag mit 13.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro, an dem Holtzbrinck 53 Prozent der Anteile hält.

Zuletzt lief es für Holtzbrinck bei Springer Nature jedoch nicht mehr rund: Im Mai 2018 wollten die beiden Eigentümer den Wissenschaftsverlag an die Börse bringen. Doch kurz vor dem geplanten IPO sagten Holtzbrinck und BC Partners das Vorhaben ab. Offenbar waren die Equity-Story nicht überzeugend genug oder die Preisvorstellung zu hoch.

Brockhaus verantwortete Holtzbrinck Venture

In seiner Funktion als M&A- und Strategiechef war Brockhaus zudem für Holtzbrinck Ventures zuständig. Die Venture Capital-Gesellschaft, die in Internet- und Technologieunternehmen investieren, verwaltet mehr als 1 Milliarden Euro. Zu den 165 Beteiligungen zählen unter anderem Online-Modehändler wie Zalando oder das Fernbusunternehmen Flixbus.

sarah.backhaus[at]finance-magazin.de