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26.02.13
Deals

Intralinks: Deutschland erzielt Rekordwerte bei M&A

Laut Intralinks hat Deutschland im vergangenen Quartal einen M&A-Rekord aufgestellt. Mit 199 angekündigten Deals wurde eine neue Höchstmarke erreicht. Während das Bild im Rest von Europa deutlich trüber ist, hat es sich doch immerhin ein bisschen aufgehellt.

 Deutschland stellt Europas nicht nur beim Wirtschaftswachstum in den Schatten, sondern auch bei den M&A-Zahlen. Die Zahl der angekündigten Deals erreichte im vergangenen Quartal einen Rekordstand, vermeldet Dienstleister Intralinks. Gegenüber dem Vorjahr sprang sie um 54%, gegenüber dem Vorquartal sogar um 68% auf 199. "Aus M&A-Sicht erhält Deutschland einen starken Antrieb durch die Attraktivität seines herstellenden Gewerbes für weltweite Investoren," kommentiert Philip Whitchelo, Vice President Product Marketing EMEA bei Intralinks.

Auch die europäische M&A-Stimmung hat sich im letzten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorquartal deutlich verbessert. Im Vorjahresvergleich gab es einen deutlichen Sprung. Das Dealvolumen stieg gegenüber dem 4. Quartal 2012 um knapp 30%. Angetrieben wurde dies durch Verkäufen von non-core Assets in der Finanzindustrie, die durch strenge Kapitalunterlegungsregeln und anderen regulatorischen Einflüssen stark unter Druck gekommen ist. Intralinks nennt als Beispiel für solche Verkäufe den britischen Versicherungskonzern Aviva, der seinen Anteil am spanischen Versicherer Aseval für $804 Millionen an die spanische Bank Bankia verkaufte.

Laut Intralinks hielt der Konsumgütersektor einen besonders hohen Anteil am M&A-Geschehen. Hier kam es zu einem Sprung von 42% im Transaktionsvolumen gegenüber dem Vorquartal, unter anderem auch dank einem starken Private-Equity-Interesses an familiengeführten Unternehmen in der Branche. Als Beispiele nennt der Bericht die Übernahme von Douglas durch Advent International und die Übernahme von B&M Retail durch Clayton, Dubilier & Rice vom Arora Clan.

steven.arons[at]finance-magazin.de