Verkauft Bertelsmann bald die TV-Tochter M6?

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FINANCE+ 05.02.21
Deals

M&A-Deals: Bertelsmann, Heideldruck, Wacker Chemie

Bertelsmann erwägt offenbar den Verkauf der TV-Tochter M6, die Gallus-Gruppe bleibt vorerst bei Heideldruck, und Wacker Chemie kauft in den USA zu: Die spannendsten M&A-Deals der Woche finden Sie in unserem FINANCE-Rückblick.

Trennt sich Bertelsmann von TV-Tochter M6?

In der Medienbranche könnte sich der nächste milliardenschwere M&A-Deal anbahnen: Der Medienkonzern Bertelsmann erwägt neben anderen Optionen offenbar den Verkauf an der unter dem Namen „M6“ bekannten französischen Fernsehtochter Metropole Television, wie die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Demnach könnte das Unternehmen, an dem die zum Bertelmann-Konzern gehörende RTL Group einen 48-prozentigen Anteil hält, auf eine Bewertung von rund 3 Milliarden Euro kommen.

Die Gütersloher hätten sich bereits an potenzielle Käufer gewandt – darunter befänden sich die französischen Medienriesen Vivendi und Altice Europe, der französische Wettbewerber TF1, die italienische Mediaset und auch der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky, heißt es im Bericht. Kommt ein Verkauf zustande, würde sich Bertelsmann weitestgehend aus Frankreich zurückziehen – Ende vergangenen Jahres hatte die Zeitschriftenverlagstochter Gruner + Jahr bereits ihr französisches Magazingeschäft Prisma Media an Vivendi veräußert.

Kurz nachdem die Gerüchten um den M6-Verkauf aufflammten, vermeldete die RTL Group eine Transaktion: Sie verkauft die US-Tochter Spotx für 1,17 Milliarden US-Dollar an den US-Werbevermarkter Magnite. Der Kaufpreis setzt sich aus einer Barkomponente in Höhe von 560 Millionen Dollar (umgerechnet rund 468 Millionen Euro) und 14 Millionen Magnite-Aktien zusammen. Den Deal will die Bertelsmann-Tochter im zweiten Quartal dieses Jahres abschließen. J.P. Morgan Securities und Davis Polk & Wardwell berieten bei der Transaktion. RTL übernahm im Jahr 2014 für 107 Millionen Euro 65 Prozent an Spotx und kaufte die restlichen Anteile im Jahr 2017 für weitere 123 Millionen Euro.

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