M&A-Deals: Gerresheimer, KTG Agrar, Tank & Rast

Gerresheimer

03.07.15
Deals

M&A-Deals: K+S, Gerresheimer, KTG Agrar

K+S weist das Angebot von Potash zurück, Gerresheimer trennt sich von seinem Röhrenglasgeschäft und KTG Agrar bekommt mit Fosun einen neuen Großaktionär aus China. Die M&A-Deals, M&A-Personalien und M&A-News der Woche finden Sie in unserem FINANCE-Wochenrückblick.

K+S leistet Widerstand gegen Potash-Angebot

Der hessische Kali- und Salzproduzent K+S hat am gestrigen Donnerstag das Übernahmeangebot des kanadischen Wettbewerbers Potash zurückgewiesen. Das Angebot von 41 Euro je K+S-Aktie reflektiere nicht den Wert des Unternehmens, hieß es zur Begründung. Insbesondere der Wert des kanadischen Minenprojekts „Legacy“ sei in der Bewertung nicht berücksichtigt. CEO Norbert Steiner ließ sich mit der These zitieren, der kanadische Konkurrent wolle eine Bewertungslücke ausnutzen, um die Kontrolle über das strategisch interessante Projekt zu erlangen. Offenbar fürchtete man bei K+S zudem eine mögliche Zerschlagung des Kali- und Salzproduzenten. Potash hatte vor einer Woche überraschend ein Gebot für K+S abgegeben.

Gerresheimer trennt sich von Röhrenglasgeschäft

Der für die Pharma- und Kosmetikindustrie produzierende Verpackungshersteller Gerresheimer verkauft sein Röhrenglasgeschäft für 196 Millionen Euro. Käufer der Sparte mit rund 300 Mitarbeitern ist der US-Konzern Corning. Um nach dem Deal den eigenen Bedarf an Röhrenglas decken zu können, hat der Konzern mit Corning einen Zehn-Jahres-Liefervertrag geschlossen. Außerdem wollen beide ein Gemeinschaftsunternehmen zur Entwicklung neuer Glasverpackungen für die Pharmaindustrie gründen, hieß es. Der Düsseldorfer Traditionskonzern peilt für das laufende Geschäftsjahr eine Umsatz bis zu 1,3 Milliarden Euro an. Der Deal soll zum Ende des Jahres abgeschlossen werden. 

GE treibt seinen Umbau voran

Die europäische Finanzinvestorensparte von General Electric geht an die japanische Sumitomo Mitsui Banking Corp. Sie zahlt 2,2 Milliarden US-Dollar für die Sparte des Siemens-Rivalen, teilte der Konzern mit. GE hatte erst am Montag bekannt gegeben, sein Flottenleasing-Geschäft in den USA, Mexiko, Australien und Neuseeland für 6,9 Milliarden Dollar zu verkaufen – und auch Deutschland wird betroffen sein. Mit den Deals will sich GE künftig nur auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

Fosun steigt bei KTG Agrar ein

Das Landwirtschaftsunternehmen KTG Agrar bekommt mit dem Investmenthaus Fosun einen neuen Großaktionär aus China. Dazu gibt die Gründerfamilie Ams 9 Prozent der Aktien von KTG Agrar an Fosun ab. Die Familie Ams hält künftig gut 30 Prozent an KTG Agrar. Fosun hat sich für drei Jahre die Option einräumen lassen, den KTG-Anteil auf bis zu 20 Prozent zu erhöhen. In den vergangenen Wochen erwähnte KTG bereits, dass der Konzern für sein Nahrungsmittelgeschäft Expansionschancen in China prüft. Außerdem will Fosun KTG auch „aktiv bei der Refinanzierung unterstützen“, hieß es. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Nettofinanzverschuldung der KTG-Gruppe bei  462,5 Millionen Euro.

Chinesen sollen an Tank & Rast interessiert sein

Das könnte ein Milliardendeal werden: Die China Investment Corp. soll Interesse an dem deutschen Tankstellenbetreiber Tank & Rast haben, berichtet das Wall Street Journal. Bereits seit Anfang des Jahres steht Tank & Rast zum Verkauf. Tank & Rast gehört seit zehn Jahren zur Beteiligungsgesellschaft Terra Firma, der Übernahmepreis lag damals angeblich bei rund 1,1 Milliarden Euro. 2007 verkaufte der britische PE-Investor die Hälfte der Anteile an Tank & Rast an den Infrastrukturfonds der Deutschen Bank RREEF, er soll rund 1,3 Milliarden Dollar gezahlt haben. Laut Reuters zählten auch die Investmentfonds GIC aus Singapur und zwei kanadische Pensionsfonds sowie ein Konsortium aus Allianz, Münchener Rück und einem Staatsfonds aus Abu Dhabi zu den derzeitigen Interessenten.

Gea kauft Hilge

Gea hat über ihre Tochter Gea Tuchenhagen 94 Prozent an dem Lieferanten von hygienischen Pumpen Hilge mit Sitz in Bodenheim erworben. Das Unternehmen ist auf Edelstahlpumpen für die Nahrungs- und Getränkeindustrie spezialisiert und setzte im Geschäftsjahr 2014 mit rund 150 Mitarbeitern mehr als 35 Millionen Euro um. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Hilge war seit 2004 Teil der Grundfos-Gruppe. Weitere Gesellschafterin der Hilge bleibt die Stiftung Berdelle-Hilge. Gea wurde bei dem Deal von einem Orrik-Herrington & Sutcliffe-Team unter der Federführung von Oliver Duys und Sven Greulich beraten. Grundfos wurde von Baker & McKenzie beraten, federführend war Thomas Gilles

MAN Diesel&Turbo übernimmt Dampfturbinenhersteller in Indien

Die MAN-Sparte Diesel&Turbo übernimmt das indische Unternehmen MaxWatt Turbines. Das Unternehmen ist auf die Konstruktion, Produktion und Wartung von Dampfturbinen spezialisiert. Nach dem Deal soll sie in das Turbo-Geschäft von MAN integriert werden und unter dem Namen „MAN Turbomachinery India“ operieren, so die VW-Tochter. „Mit MaxWatt gibt es nahezu keine Überschneidungen in den Produktbereichen, das Unternehmen passt daher ausgezeichnet zu uns“, sagte Uwe Lauber, der im Vorstand MAN Diesel&Turbo verantwortet. MaxWatt beschäftigt mehr als 150 Mitarbeiter.

Walter Services hat neue Eigentümer

Die ehemals insolvente Call-Center-Dienstleister Walter Services hat einen neuen Käufer gefunden: Die Auslandsgesellschaften der Walter Services sowie die Tochtergesellschaft Perry & Knorr wurde an die französische Webhelp Group, ein Portfoliounternehmen des Private Equity Investors Charterhouse, verkauft. Die deutschen Gesellschaften der Walter Services-Gruppe wird der seit Januar 2014 amtierende CEO Meinolf Brauer im Rahmen eines Management Buy-Outs selbst übernehmen und weiterführen. Über die finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart. Unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigung wird der Vollzug für Ende Juli 2015 erwartet. Walter Services war zuvor im Besitz des PE-Hauses HIG European Capital Partners. Latham & Watkins hat die Mehrheits-Eigentümer mit einem Team um Jörn Kowalewski beraten. Ashurst hat Webhelp mit einem Team um Ingo Scholz und Benedikt von Schorlemer beraten.

M&A-Personalien

Jörg Kirchner wird das Münchener Büro von Kirkland & Ellis als Partner in der Praxisgruppe Corporate verstärken. Der auf M&A und Private Equity spezialisierte Anwalt arbeitete bislang im Münchener Büro von Latham & Watkins, das er als Gründungspartner aufgebaut hat. Kirchner war zudem Vice Chair der weltweiten Corporate Praxis von Latham & Watkins.

 

Henrik Aslaksen, der bislang weltweit das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen bei der Deutschen Bank leitete, steht Marktgerüchten zufolge vor dem Abgang. Wie die Agentur Reuters unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen berichtet, soll er die Bank verlassen. Über einen Nachfolger sei noch nicht entschieden, hieß es weiter. Die Deutsche Bank äußerte sich bislang nicht zu der Personalie. Aslaksen arbeitet seit 2002 für das Institut.

Thomas Neumann
verstärkt das M&A-Beratungshaus Lincoln International als Managing Director und Leiter des Bereichs Restrukturierungen für den deutschsprachigen Raum. Neumann wird vom Frankfurter Büro aus arbeiten. Vor seinem Wechsel zu Lincoln war Neumann neun Jahre lang für den Private-Equity-Fonds Doughty Hanson & Co tätig. Er begann seine Karriere 1989 bei der Deutschen Bank, wo er unter anderem Gründungsmitglied der ersten Work-Out-Einheit war.

Die Kanzlei Graf von Westfahlen baut die M&A- und Energiepraxis aus: Mit Jens Suhrbier und  Ulf Liebelt-Westphal haben sich zwei neue Partner der Kanzlei angeschlossen. Beide Anwälte kommen von Norton Rose Fulbright und verstärken das Hamburger Büro der Sozietät. Suhrbier und Liebelt-Westphal sind spezialisiert auf M&A-Deals in der Energiewirtschaft mit Fokus auf erneuerbaren Energien.

Weitere M&A-Deals

Der Übernahme von Dresser-Rand durch Siemens steht von Seiten der EU-Wettbewerbshüter nichts entgegen, die Europäische Kommission genehmigte den Deal ohne Auflagen. Siemens hatte den Kauf von Dresser Rand für 7,6 Milliarden US-Dollar bereits im Herbst 2014 vereinbart, es ist einer der größten Zukäufe in der Unternehmensgeschichte.

Continental hat in dieser Woche die Übernahme von Elektrobit Automotive  vollzogen. Ein Team der Kanzlei White & Case hat Continental bei der Akquisition beraten. Continental zahlt für den Software-Spezialisten und dessen Tochtergesellschaften einen Kaufpreis von 600 Millionen Euro.

Der B2B-Spezialversandhändler Takkt hat über seine Konzerngesellschaft Kaiser + Kraft Europa 100 Prozent der Anteile am Onlinehändler für Betriebsausstattung Bigdug mit Sitz in Gloucester erworben. Bigdug erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014/2015 rund 19 Millionen britische Pfund Umsatz und eine Ebitda-Marge im mittleren Bereich des Takkt-Zielkorridors von 12 bis 15 Prozent. Mit der Akquisition will Takkt den Online-Bereich stärken. CFO Claude Tomaszewski betonte, Bigdug sei seit der Gründung im Jahr 2004 „stark und profitabel gewachsen“. Der Kaufpreis betrug frei von Finanzschulden und liquiden Mitteln 19 Millionen Pfund und wurde bei Vollzug des M&A-Deals in bar gezahlt. Darüber hinaus wurde ein Earn-Out von bis zu 6,3 Millionen Pfund vereinbart, der abhängig von der Performance des Targets 2018 zahlbar wäre. Die bisherigen Bigdug-Eigentümer bleiben als Manager an Bord.

Der Börsenbetreiber SIX will von der Deutschen Börse die Anteile an den Gemeinschaftsunternehmen Stoxx und Indexium vollständig übernehmen. Die beiden Gemeinschaftsunternehmen werden derzeit  als Joint Venture von SIX und der Deutschen Börse AG (DBAG) betrieben, wobei die DBAG 50,1 Prozent hält. Für den Deal wäre Six bereit, 650 Millionen Schweizer Franken zu zahlen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Die Beteiligungsgesellschaft Equita hat die Romeva-Gruppe, einen Anbieter von Verpackungsmaschinen und -anlagen, mehrheitlich erworben. Der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Becker bleibt signifikant beteiligt und wird die Gruppe weiterhin führen. Aktuell beschäftigt das Unternehmen mit Sitz in Fernwald weltweit rund 450 Mitarbeiter hatte 2014 einen Umsatz von rund 70 Millionen Euro.

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck hat die restlichen Anteile am Jerusalemer Startup-Unternehmen Qlight Nanotech erworben. Das entwickelt eine Technologie auf Basis von Quantenmaterialien für die Anwendung in Displays. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht genannt. Qlight Nanotech wurde 2009 gegründet, Merck hatte bereits 2012 und 2013 in das Unternehmen investiert.

Evonik hat sich von seinen verbliebenen Anteil von 10,3 Prozent an dem Wohnungsunternehmen Vivawest getrennt. Käufer ist die RAG Aktiengesellschaft. Der Deal ist Teil der Evonik-Strategie, sich ausschließlich auf die Spezialchemie zu fokussieren. RAG erhöhte ihren Anteil Vivawest von 7,9 auf 18,2 Prozent.

Die BWK Beteiligungsgesellschaft hat einen Anteil von 22 Prozent an Coffee Fellows in Grünwald bei München erworben. Das 1999 gegründete Unternehmen hat rund 400 Mitarbeiter. Coffee Fellows erwirtschaftete 2014 mit 72 Kaffeebars in Deutschland einen Umsatz von 25 Millionen Euro.

Allegion, ein globaler Anbieter von Sicherheitsprodukten und –lösungen, hat über seine Tochtergesellschaft Allegion Luxembourg Holding & Financing die SimonsVoss Technologies von PE-Investor HgCapital erworben. Der Kaufpreis liegt bei 210 Millionen Euro, das Unternehmen hat einen Umsatz von 52 Millionen Euro. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal dieses Jahres erwartet und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. SimonsVoss und HgCapital wurden von der Bank Baird beraten. Linklaters beriet unter Federführung von Rainer Traugott.

Der Züricher Versicherer Ace will den US-Wettbewerber Chubb Corp. übernehmen. Er bietet 62,93 US-Dollar in bar und 0,6019 eigene Aktien pro Anteilschein. Auf Basis des letzten Schlusskurses ergebe sich damit ein Kaufpreis von insgesamt etwa 28,3 Milliarden Dollar, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit. Nach der Übernahme wird Ace 70 Prozent am fusionierten Konzern halten.

Der Gabelstapler-Hersteller Kion hat einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge das Rennen um den Konkurrenten Unicarriers vorerst verloren. Die Japaner würden nun ausschließlich mit dem heimischen Branchenkollegen Mitsubishi Nichiyu verhandeln. Kion soll einen hohen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag geboten haben.

Der Konzern BASF hat seinen 25-prozentigen Anteil am Gemeinschaftsunternehmen SolVin mit Wirkung zum 1. Juli an Solvay verkauft. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht bekannt. SolVin war 1999 als Gemeinschaftsunternehmen für Polyvinylchlorid zwischen Solvay (75 Prozent) und BASF (25 Prozent) gegründet worden.

Der Betreiber einer Nabelschnurbank Vita 34 erwirbt 30 Prozent der Geschäftsanteile an seinem langjährigen Kooperationspartner Bio Save in Serbien. Das Unternehmen um CFO Jörg Ulbrich finanziert den Kauf vollständig aus liquiden Mitteln. 

Rückwirkend  zum 1. Januar 2015 übernimmt die USU Software sämtliche Geschäftsanteile an der SecurIntegration. Das Unternehmen will mit dem M&A-Deal sein Angebotsportfolio im Bereich Software-Lizenzmanagement erweitern.

Das Schweizer Spezialchemieunternehme Sika übernimmt von seinem Joint Venture-Partner Buzzi Unicem die verbleibenden Anteile an der italienischen Addiment Italia. Das Unternehmen ist Hersteller und Vertreiber von Betonzusatzmittel und Mahlhilfen für Zement. Addiment Italia erzielte in 2014 einen Umsatz von EUR 14 Millionen. Sika ist derzeit auch damit beschäftigt, eine Übernahme von Saint-Gobain abzuwehren.

Die Beteiligungsgesellschaft Equity Consulting hat sämtliche Anteile der Rege Holding an Amtek Global Technologies, einen indischen Hersteller von Spezialmaschinen für die Automobilindustrie, verkauft. Rege ist ein Systemanbieter im Bereich der mechanischen Bearbeitung und Montage von komplexen Bauteilen und beschäftigt 1.450 Mitarbeiter. Ein Team um Mathias Schröder von der Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek hat Equity Consulting beraten.

Der schwäbische Autozulieferer Getrag ist offenbar in fortgeschrittenen Verhandlungen, einen Anteil an dem Familienunternehmen ins Ausland zu verkaufen, schreibt Reuters unter Berufung auf Insider. Der kanadische Konzern Magna sei der Favorit für den Zuschlag. Für einen Einstieg sei den Familieneigentümern zuletzt rund eine Milliarde Euro geboten worden.

Steadfast Capital Fund III hat sich am Sortimentgroßhändler Hermesmeyer beteiligt. Baker Tilly Roelfs beriet den Käufer mit einem Team aus Dietmar Flügel, Henning Heuser, Kai Alexander Behling und Alexandra Sausmekat. Finanzielle Details sind nicht bekannt.

Die Deutsche Private Equity (DPE) übernimmt die Aktienmehrheit an der Interschalt maritime systems, einem Anbieter maritimer Software und Services für Navigations- und Kommunikationsequipment von Schiffen. Der Einstieg von DPE ist mit einer Kapitalerhöhung bei Interschalt verbunden. Die Reederei Peter Döhle und die Gärtner Consulting verbleiben als Aktionäre in der Gesellschaft. Das Unternehmen hat 250 Mitarbeiter und ein Umsatzvolumen von über 40 Millionen Euro. Beraten wurde die DPE von Heuking Kühn Lüer Wojtek, unter der Führung von Peter Christian Schmidt.

Der Verkauf der Osteuropatöchter der österreichischen Bank Heta ist nahezu abgeschlossen. Für einen Abschluss des Deals fehle nur noch grünes Licht der EZB und der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA, schreibt Reuters. Käufer sind der PE-Investor Advent und die Entwicklungsbank EBRD.

Fusion in der Beratungs- und Versicherungsbranche: Die Unternehmensberatung Towers Watson und der Versicherungsmakler Willis Group wollen sich zusammenschließen, teilten die Unternehmen mit. Insgesamt haben beide an der Börse einen Wert von rund 18 Milliarden US-Dollar und beschäftigen 39.000 Mitarbeiter. Die fusionierte Gesellschaft soll Willis Towers Watson heißen.  Die Willis-Aktionäre sollen 50,1 Prozent an dem neuen Unternehmen, die Towers Watson-Aktionäre den Rest halten.

Das Gaming-Unternehmen Gamigo hat zusammen mit Next idea  zu einer jeweils 50-prozentigen Beteiligung die Infernum Games gegründet. Next idea ist über ihre Tochtergesellschaft Looki Publishing mit über 30 Millionen registrierten Spielern einer der größten Publisher Europas, heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Unternehmens.

Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Mutares hat ein Angebot zur Übernahme des französischen Holzbaustoffunternehmens Metsä Wood France abgegeben. Zurzeit ist das Zielunternehmen im Besitz der finnischen Metsäliitto Cooperative, von der Mutares im Mai bereits den Papierhersteller Metsä Board Zanders übernommen hat. Metsä Wood France erzielte 2014 mit der Herstellung von Holz-Vertäfelungen und –Bodenbelägen einen Umsatz von 43 Millionen Euro.

Das Unternehmen Solid Power hat das Geschäft von Ceramic Fuel Cells übernommen, einem Entwickler von Mikrokraftwerken auf Basis von Brennstoffzellentechnologie. Ceramic Fuel Cells hatte im März dieses Jahres Insolvenz angemeldet.  Als Insolvenzverwalter war Rechtsanwalt Jörg Zumbaum bestellt worden.

julia.becker[at]finance-magazin.de

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