Marktteilnehmer gesucht: In den ersten Monaten der Corona-Phase sind viele M&A-Deals zunächst einmal auf Eis gelegt worden.

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FINANCE+ 14.07.20
Deals

M&A-Markt in Corona-Zeiten: Wann geht’s weiter?

Kann man sich in der aktuellen Lage an eine Übernahme wagen? Und was dürfen Zukäufe kosten? Die M&A-Branche sucht nach Antworten auf die brennendsten Fragen in Corona-Zeiten.

 „Wie machen es denn die anderen?“ Diese Frage bekommen M&A-Berater nach eigenem Bekunden derzeit häufiger zu hören. Käufer und Verkäufer aus allen Lagern schauen auf einmal nach links und rechts. Die ernüchternde Antwort: Alle suchen nach Orientierung.

Die Coronakrise hat dem M&A-Markt die gewohnten Leitplanken genommen. „Ein Unternehmen etwa mit dem 5- bis 9-fachen Ebit zu bewerten, weil das die einschlägigen Multiples für die Branche sind – das funktioniert nicht mehr so einfach“, sagt Michael Schuster, Managing Director der M&A-Beratung SBCF. Zwar seien Branchenmultiples auch in der derzeitigen Situation eine wichtige Orientierung, doch müsse das Geschäftsmodell des Unternehmens viel stärker als vor der Coronakrise durchleuchtet werden, speziell auf mögliche Spätfolgen durch die Pandemie.

Schuster geht davon aus, dass die Multiples aufgrund des eingetrübten wirtschaftlichen Umfelds über alle Branchen hinweg sinken werden – selbst in Bereichen, die von der Coronakrise weitgehend verschont bleiben oder sogar von ihr profitieren. „Je nach Einfluss der Krise dürften die Multiplikatoren in allen Branchen um 5 bis 20 Prozent gegenüber der Vorperiode zurückgehen“, schätzt er.

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