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Was geht am M&A-Markt, Brenntag? 

Brenntag will jährlich für 400 bis 500 Millionen Euro zukaufen. Foto: Brenntag
Brenntag will jährlich für 400 bis 500 Millionen Euro zukaufen. Foto: Brenntag

Ende November überraschte Brenntag mit der Nachricht, sich in Übernahmegesprächen mit dem Wettbewerber Univar zu befinden. Der Kapitalmarkt reagierte verstimmt auf die News: Der Aktienkurs brach nach der Ankündigung zeitweise um mehr als 10 Prozent ein, und mit den Hedgefonds Engine Capital und Primestone Capital meldeten sich wenige Tage später gleich zwei Investoren kritisch zu dem möglichen Deal. Vor allem die milliardenschwere Akquisitionsfinanzierung war Aktionären ein Dorn in Auge – ein nicht unbeträchtlicher Betrag angesichts des immer schwieriger werdenden Finanzierungsumfelds mit Inflation und steigenden Zinsen

Nun hat Brenntag angekündigt, die M&A-Gespräche beendet zu haben. Die Nachricht überrascht nicht, schließlich hätte der andiskutierte Deal mit Univar zumindest finanziell nicht in die M&A-Strategie des Konzerns gepasst: Mitte November kündigte Brenntag bei der Bekanntgabe des Strategie-Updates an, das Budget für M&A-Transaktionen verdoppeln zu wollen – auf jährlich 400 bis 500 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund hätte die Univar-Übernahme, die Brenntag schätzungsweise mindestens 7 Milliarden Euro gekostet hätte, den finanziellen Rahmen sehr deutlich gesprengt.  

Für Brenntag ist die Deal-Absage aber kein Beinbruch. Denn es gibt durchaus andere spannende und günstigere Übernahmeziele, für die der Dax-Konzern sich nicht nur weniger rechtfertigen müsste, sondern mit denen der Chemiedistributor zugleich schneller Wert heben könnte. 

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