Große Strahlkraft hat Metro am Kapitalmarkt zuletzt nicht erzeugt. Großaktionär Kretinsky sieht aber offenbar Potential bei dem Großhändler.

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FINANCE+ 02.02.21
Deals

Was plant Daniel Kretinsky bei Metro?

Daniel Kretinsky hat bei dem Großhändler Metro faktisch die Macht übernommen. Doch was fängt der tschechische Milliardär damit an? Das ist noch immer unklar. Zwei Optionen scheinen denkbar.

Es gibt derzeit einfachere Jobs als den Posten des Metro-Chefs: Die Coronavirus-Pandemie hält den Großhandelskonzern fest im Griff. Weil Hotels und Gaststätten geschlossen sind, brechen den Düsseldorfern wichtige Absatzkanäle vorübergehend weg. Der Umsatz ging im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/2020 (Ende September) um 5 Prozent auf 25,6 Milliarden Euro zurück, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brach um 36 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro ein.

Als gäbe es operativ nicht genügend Baustellen, muss sich das Metro-Management auch noch mit dem streitbaren Investor Daniel Kretinsky auseinandersetzen. Der tschechische Milliardär, der im Sommer 2018 bei dem MDax-Konzern eingestiegen ist, hält nach seinem jüngsten Übernahmeangebot nun 40,6 Prozent der Metro-Aktien. Ohne Kretinsky geht in Düsseldorf damit fast nichts mehr.

Das wissen auch die Anwärter auf den Chefposten des Großhandelskonzerns. Mehr als fünf Monate dauerte die Suche nach einem Nachfolger für Olaf Koch zu Redaktionsschluss bereits an. Der langjährige Metro-CEO hatte im August 2020 angekündigt, das Unternehmen zum Jahresende zu verlassen. Der Abgang – immerhin mehr als ein Jahr vor seinem eigentlichen Vertragsende – erfolge aus freien Stücken, hieß es damals. 

Daniel Kretinsky gewinnt Machtkampf bei Metro

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