Gregor Hengst ist seit kurzem Geschäftsführer im Münchener Büro des Private-Equity-Investors Waterland.

Waterland

10.01.19
Deals

Gregor Hengst steigt bei PE-Investor Waterland auf

Der Finanzinvestor Waterland befördert Gregor Hengst zum Geschäftsführer. Der Ex-McKinsey-Berater hat sich mit zahlreichen gelungenen M&A-Deals empfohlen.

Der Private-Equity-Investor Waterland hat seine Geschäftsführung im deutschen Markt gestärkt. Seit kurzem ist Gregor Hengst Geschäftsführer im Münchener Büro des Finanzinvestors, wie Waterland jetzt bekannt gab.

In seiner neuen Rolle soll Hengst gemeinsam mit den in Deutschland ansässigen Managing Partnern Jörg Dreisow (München) und Carsten Rahlf (Hamburg) die Investmentaktivitäten von Waterland vorantreiben, schreibt der PE-Investor. Hengst wird zudem das Büro in Zürich leiten.

München und Hamburg sind bisher die einzigen Waterland-Standorte in Deutschland. Insgesamt hat Waterland im Zuge einer Wachstumsoffensive seine Investmentteams im deutschsprachigen Raum, in Benelux, Skandinavien und auf den britischen Inseln um 14 neue Mitarbeiter ausgebaut, heißt es seitens der Beteiligungsgesellschaft.

Gregor Hengst hat zahlreiche Waterland-Deals begleitet

Der 43-jährige Hengst arbeitet bereits seit sieben Jahren für Waterland. Er hat unter anderem die Beteiligung und Entwicklung an dem Hamburger Treasury-Management-System-Anbieter Serrala, früher Hanse Orga, begleitet.

Auch die Investments in das Firmenfitness-Netzwerk Hansefit und den Forderungsmanagementdienstleister Coeo hat der promovierte Jurist für das PE-Haus verantwortet. Vor seinem Engagement bei Waterland war Hengst unter anderem für die Unternehmensberatung McKinsey und den Finanzinvestor Vestar Capital aktiv.

Waterland ist ein europaweit tätiger Finanzinvestor, der 6 Milliarden Euro an Eigenkapitalmitteln verwaltet. Seit der Gründung 1999 hat das PE-Haus eigenen Angaben zufolge in über 450 Unternehmen investiert. 2018 waren es 11 Plattform- und 38 Add-on-Transaktionen. Im deutschsprachigen Raum hat Waterland allein im vergangenen Jahr 15 Unternehmen zugekauft. Darunter waren aber vor allem Add-on-Akquisitionen.

Waterland will offenbar Median verkaufen

Neben dem Softwarehaus Serrala ist hierzulande die Klinikkette Median das wohl prominenteste Investment von Median. Der Private-Equity-Investor hat das Berliner Unternehmen 2014 gekauft und zu einem der größten privaten Betreiber von Rehakliniken aufgebaut. Median kommt auf einen Umsatz von rund 1 Milliarde Euro.

Waterland treibt seit einiger Zeit den Exit voran: Berichten aus dem Juli 2018 zufolge wurde Morgan Stanley mit dem Verkaufsprozess beauftragt. Branchenexperten gehen davon aus, dass die Median-Kliniken erneut an einen Finanzinvestor gehen dürften. Die Healthcare-Branche steht bei PE-Häusern momentan hoch im Kurs, gleichzeitig ist die Anzahl an potentiellen strategischen Käufern überschaubar. Der Transaktionswert eines Median-Deals wird auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt.

jakob.eich[at]finance-magazin.de