Wer derzeit ein Unternehmen besitzt, das irgendwie der Kategorie „Cloud-Software" zuordenbar ist, wird sich in der Coronakrise vor Private-Equity-Anfragen kaum retten können.

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FINANCE+ 08.09.20
Deals

Private-Equity-Ticker: DBAG, EMZ Partners, Advent

Die DBAG ist im Deal-Rausch, EMZ Partners landet mit dem Debüt-Investment in Ankerkraut einen Marketing-Coup und Advent schlägt gleich zwei Mal in Deutschland zu. Der neue FINANCE-Private-Equity-Ticker.

Das Investment-Team der Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) hatte zuletzt jede Menge zu tun: Mit der Übernahme von PM Plastic Materials sorgte die DBAG für ein Novum. Zum ersten Mal überhaupt übernahm die börsennotierte Beteiligungsgesellschaft ein italienisches Unternehmen. Verkäufer des Kunststoffkabelrohr-Herstellers ist die Gründerfamilie. Das Geld für die Übernahme kommt überwiegend aus dem siebten DBAG-Fonds. Wie bei der DBAG üblich, wird das Investment zusätzlich mit einem kleineren Co-Investment aus der Bilanz flankiert (rund 16 Millionen Euro).

Die Transaktion ist bereits der neunte Deal des 2016 aufgelegten Buy-out-Fonds, der damit zu drei Vierteln ausinvestiert ist. Im Dezember 2019 legte die DBAG darum bereits den 1,1 Milliarden Euro schweren Folge-Fonds auf. Der erste Deal wurde daraus bereits gemacht: Mitte August beteiligte sich die DBAG an dem Brandschutzsystem-Anbieter Multimon. 8,1 Millionen Euro kommen aus der Bilanz, was 17 Prozent der Anteile entspricht. Wie bei PM regelte die DBAG auch bei Multimon die Nachfolge der Eigentümerfamilie.

DBAG macht einen Deal nach dem nächsten

Nur wenige Tage später kündigte die DBAG direkt den nächsten Deal aus dem neuen Fonds an: Der Private-Equity-Investor übernahm das Technologieunternehmen Congatec von dessen Gründer. Das bilanzielle Co-Investment-Ticket der Transaktion ist 23 Millionen Euro groß, was 20 Prozent der Anteile entspricht. 

Last but not least hat die DBAG Ende August auch noch das bestehende Portfoliounternehmen Pfaudler umstrukturiert. Die börsennotierte indische Tochtergesellschaft GMM Pfaudler übernimmt zusammen mit deren Großaktionär 80 Prozent des europäischen und amerikanischen Kerngeschäfts der Pfaudler-Gruppe. Die DBAG behält die restlichen 20 Prozent des Kerngeschäfts und hält weiterhin die Hälfte der Anteile der indischen Tochter. 

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