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03.11.17
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Small-Cap-Portfolios performen besser

Small Cap schlägt Large Cap: Einer Untersuchung zufolge werfen Small-Cap-Private-Equity-Portfolios höhere Erträge als Large-Cap-Portfolios ab. Es müssen allerdings bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

Small is beautiful: Ein optimal diversifiziertes Small-Cap-Portfolio performt besser als ein Large-Cap-Portfolio. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Schweizer Asset-Management-Boutique Unigestion gemeinsam mit Professor Oliver Gottschlag von der Wirtschaftsuniversität HEC Paris, in der die Autoren die Erträge von Private-Equity-Portfolios ausgewertet haben.

Darüberhinaus hat die Untersuchung gezeigt, dass ein global diversifiziertes Small-Cap Portfolio bei gleicher Rendite weniger risikoreich ist als ein regionales Small-Cap-Portfolio. Ihre Empfehlung an die Institutionellen, die in Private Equity investieren: Ein global diversifiziertes Portfolio von ungefähr 30 Small-Cap-Fonds inklusive einiger Fonds aus Asien zusammenstellen.

In allen Ertragsarten liegen Small-Cap-Portfolios vorne

Grundsätzlich stehen Investoren im Hinblick auf Diversifizierung vor der Wahl, das einzusetzende Kapital entweder in ein konzentriertes Portfolio von Large-Cap-Fonds oder in ein Portfolio mit einer größeren Anzahl von Small-Cap-Fonds einzubringen, so die Annahme, mit der die Autoren arbeiten. Dies ergebe sich dadurch, dass die Investoren Beschränkungen bezüglich der maximal oder minimal investierbaren Summe pro Fonds einhalten müssen.

Die Ergebnisse ihrer Simulation von Small-Cap- und Large-Cap-Portfolios aus historischen Fonds-Daten von 1998 bis 2011 haben ergeben, dass global diversifizierte Small-Cap-Portfolios sowohl einen höheren Maximalertrag, als auch einen höheren Durchschnitts- und Minimalertrag erzielen als ebenfalls global diversifizierte Large-Cap-Portfolios.

Um regionale Unterschiede aufgrund der Entwicklungen der weltweiten Private-Equity-Märkte auszugleichen, haben die Verfasser der Studie eine variable Definition von Small Cap bei Ihren Untersuchungen verwendet. Als Small Cap gelten dabei europäische Fonds mit einem Volumen bis 500 Millionen US-Dollar, amerikanische Fonds bis 1,5 Milliarden US-Dollar und asiatische Fonds jeglicher Größe.

Diversifizierungstheorien bestätigt

Die Ergebnisse bei beiden Arten von Portfolios bestätigten die Vorteile einer Diversifizierungsstrategie: Die Volatilität der Erträge von globalen Portfolios liegt deutlich unter jener von regionalen Portfolios.

Bei dem Vergleich von global diversifizierten mit regionalen Small-Cap-Portfolios konnten die globalen Portfolios insbesondere von asynchronen Performance-Zyklen in Europa und Asien profitieren. Diese scheinen nahezu negativ korreliert zu sein, stellten Gottschalg und sein Forschungsteam fest, und empfehlen daher insbesondere auch die Aufnahme einiger asiatischer Fonds in ein Portfolio.

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Die Studie „Size matters – small is beautiful 2.0“ baut auf einer bereits 2015 von Unigestion und der HEC Paris gestarteten Untersuchung zu den Erträgen von mittelständischen Unternehmen auf. Dieses Jahr weiteten sie die Untersuchung nun auf globale Small-Cap-Portfolios aus. Das Ziel der Untersuchungen war, die optimale Zusammensetzung von Private-Equity-Fonds-Portfolios im Hinblick auf Faktoren wie Anzahl, Größe und geographischen Fokus der Fonds zu bestimmen.