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Finanzinvestor schnappt sich Treasury-Anbieter Coupa

Der Softwarekonzern Coupa hat seinen Stammsitz auf der Peninsula von San Francisco. Der Bellin-Eigner geht an den Finanzinvestor Thoma Bravo. Foto: heyengel - stock.adobe.com
Der Softwarekonzern Coupa hat seinen Stammsitz auf der Peninsula von San Francisco. Der Bellin-Eigner geht an den Finanzinvestor Thoma Bravo. Foto: heyengel - stock.adobe.com

Der Finanzinvestor Thoma Bravo kauft mit dem Softwarekonzern Coupa einen der wichtigsten Treasury-System-Anbieter. Man habe eine definitive Einigung erzielt, hieß es in einer Mitteilung von Coupa. Der M&A-Deal beinhaltet demnach auch eine Minderheitsbeteiligung einer Tochtergesellschaft der Abu Dhabi Investment Authority (ADIA). Die Transaktion soll im ersten Halbjahr 2023 abgeschlossen werden.

Die neuen Coupa-Eigner wollen 81 Dollar pro Aktie zahlen, was einem Aufpreis von 77 Prozent gegenüber dem Kurs vom 22. November entspräche, hieß es. Nach diesem Tag waren ersten Gerüchte aufgekommen, dass Coupa sich in Verkaufsverhandlungen befindet. Thoma Bravo hat bei Coupa offenbar den Private-Equity-Investor Vista Equity Partners ausgestochen, der laut dem Nachrichtenportal „Bloomberg“ ebenfalls Interesse gehabt haben soll.

Coupa hat Bellin vor zwei Jahren gekauft

Das auf Ausgabenmanagement spezialisierte Coupa hatte vor rund zwei Jahren den damaligen TMS-Marktführer Bellin gekauft. Für deutsche Unternehmen war das seinerzeit ein Einschnitt, da vor allem viele Mittelständler das System „tm5“ im Einsatz hatten. Dieses heißt nun Coupa Treasury. Mittlerweile scheinen die meisten deutschen Unternehmen das Treasury-Modul von SAP zu bevorzugen, Coupa bleibt aber weit verbreitet.

Weitere Details zum M&A-Deal von Coupa und Thoma Bravo sowie Hintergründe zum Markt für Treasury-Systeme finden Sie im vollständigen Artikel bei unserer Schwesterpublikation DerTreasurer.

Jakob Eich ist Redakteur der Fachzeitungen FINANCE und DerTreasurer des Fachverlags F.A.Z Business Media, bei dem er auch sein Volontariat absolviert hat. Eich ist spezialisiert auf die Themen Digitalisierung im Finanzbereich und Treasury. Durch seine Zwischenstation bei der Schwesterpublikation „Der Neue Kämmerer“ ist der 1988 geborene Journalist auch versiert beim Thema Kommunalfinanzen. Erste journalistische Erfahrungen hat der gebürtige Schleswig-Holsteiner in den Wirtschaftsmedien von Gruner+Jahr sowie in der Sportredaktion der Hamburger Morgenpost gesammelt.

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