Absatzfinanzierung goes digital

Investitionen und die Steuerung des Working Capital sind unter den aktuellen Rahmenbedingungen herausfordernd. Wie können Unternehmen und ihre Kunden trotzdem erfolgreich handeln?

Steigende Energiepreise, lange Lieferzeiten und eine unsichere Zins- und Wirtschaftsentwicklung bestimmen im Moment die Schlagzeilen. Dabei wäre gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, um in Energieeffizienz, Digitalisierung, Flexibilisierung der Produktion und Nachhaltigkeit zu investieren, um so die Herausforderungen langfristig meistern zu können. Doch wie kann man der Investitionszurückhaltung vieler Unternehmen begegnen und sie effektiv unterstützen, ohne sich dabei selbst Risiken wie etwa Zahlungsausfällen auszusetzen?

Vorteil integrierter Finanzierungen

Ein geeignetes Instrument, um den Kunden und dem eigenen Unternehmen mehr Flexibilität und Planungssicherheit zu bieten, ist eine intelligente Absatzfinanzierung, die gleichzeitig mit dem Produkt angeboten wird. Siemens Financial Services (SFS) hat dazu Studien veröffentlicht, unter anderem zur „Rolle intelligenter Finanzierung für die Steigerung von Umsatz und Profitabilität von Anbietern von Industriemaschinen, Ausrüstung und Technologien“. Ein wesentliches Ergebnis der Studie besagt, dass OEMs und Anbieter mit integrierten Finanzierungslösungen durchschnittlich etwa 20 Prozent höhere Umsätze und sogar fast 25 Prozent höhere Gewinne erzielen – Zahlen, die, aus anderer Perspektive betrachtet, höhere Investments seitens der Kunden spiegeln.

Eine bankenunabhängige Finanzierungsalternative für Hersteller, OEMs und Fachhändler ist dabei ein zusätzliches Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb und hilft, neue Kunden zu gewinnen und Kundenbeziehungen langfristig zu entwickeln. Die Kombination aus persönlicher Beratung und digitalen Tools am Point of Sale hilft dabei, Unternehmen ein Komplettpaket aus Technik und integrierter, budgetneutraler Finanzierungslösung anzubieten. Innovative Pay-per-Use- oder Energiespar-Contracting-Modelle sind dabei ebenso möglich wie maßgeschneiderte Individuallösungen für größere Projekte.

Derartige Komplettpakete stellen nicht länger einzelne technische Features in den Mittelpunkt – sondern den Nutzen, den die Lösung für die Wertschöpfungskette des Unternehmens bringt. Besonders unter schwierigen Rahmenbedingungen und dem damit verbundenen Cashflow-Druck helfen Finanzierungen, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen. Anbietern und OEMs stehen dazu leistungsstarke digitale Tools für Smartphone, Tablet und PC zur Verfügung, mit deren Hilfe investitionswillige Unternehmen direkt am Point of Sale Zahlungspläne mit klar kalkulierbaren Raten erhalten.

Auf die Optimierung von Cashflow und Liquidität ausgerichtet sind auch die Lösungen zur Zahlungszielverlängerung gemäß dem Prinzip „Buy now. Pay later.“ (Jetzt kaufen. Später zahlen.). Unternehmen kommen damit in den Genuss einer flexiblen Zahlungsfrist von bis zu 180 Tagen. Sie binden kein Working Capital und werden im Optimalfall von ihren Kunden bezahlt, noch bevor ihre Zahlungsfrist abläuft. Damit stellt diese Lösung ein flexibel nach Bedarf einsetzbares bankenunabhängiges Liquiditätsinstrument dar, das eine Zwischenfinanzierung mittels längerer Zahlungsziele erlaubt.

Spezialisierte Finanzierer können zudem gerade mit der Zahlungszielverlängerung die Vorteile ihrer Industrienähe unter Beweis stellen und sich von Banken und klassischen Leasinggesellschaften abgrenzen. Sie ermöglichen allen Beteiligten eine Konzentration auf ihr Kerngeschäft und helfen, das zu realisieren, worauf es Unternehmen ankommt – auch in herausfordernden Zeiten.

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