Digitalisierung treiben

Finanzchefs müssen sich derzeit einigen Herausforderungen stellen. Besonders im Bereich Digitalisierung kommen Veränderungen auf sie zu. Das beschäftigt CFOs.

Für Unternehmen wird es zunehmend überlebenswichtig, die richtigen Digitalisierungsstrategien zu entwickeln und die notwendigen Projekte zu starten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Finanzorganisation. Sie ist die natürliche Drehscheibe für das strategisch wichtigste Asset im Zeitalter der Digitalisierung: Daten. Aber sind die CFOs darauf vorbereitet, die treibende Kraft in der digitalen Transformation zu spielen? Board hat diese Frage in seiner aktuellen Studie „The Resurgent Finance Leader“ untersucht.

Tatsächlich ist bei den Finanzführungskräften eine Aufbruchstimmung zu erkennen. 89 Prozent sind sich bewusst, dass sich ihnen jetzt die Chance bietet, ihre Rolle im Unternehmen neu zu
definieren. Sie sind bereit, den Wandel zum Performance-Treiber verstärkt anzugehen. Immerhin
haben 56 Prozent sich bereits auf den Weg in die Zukunft gemacht. Auf die Frage, wozu sie ihre Zeit und Ressourcen derzeit hauptsächlich nutzen, geben 23 Prozent an, sich die meiste Zeit mit
der Gestaltung der Zukunft des Finanzwesens zu befassen. Weitere 33 Prozent sagen, sie stärkten ihr Know-how im Bereich der Digitalisierung.

CFOs sind zuversichtlich

Für die Studie wurden insgesamt 600 Führungskräfte im Finanzbereich befragt, darunter 100
aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region). Interessant ist zu sehen, bei welchen Themen diese CFOs anders „ticken“ als ihre Kollegen in den USA, Asien oder Australien.

Auffällig ist, dass die CFOs in der DACH-Region selbstbewusster die neuen Aufgaben angehen
als ihre Kollegen in anderen Regionen. 97 Prozent der Befragten in der DACH-Region sind total oder ziemlich zuversichtlich, dass die Finanzabteilung in der Lage ist, die Performance im Unternehmen voranzutreiben, gegenüber 93 Prozent im Rest der Welt. Das zeigt, dass sie sich bereits ein gutes Standing in den Unternehmen erarbeitet haben.

Deshalb sind die DACH-Finanzführungskräfte vielleicht auch weniger „rebellisch“ als ihre Kollegen. Dem Statement „Die Unternehmenskultur sollte das Finanzteam dazu ermutigen, kreativ, neugierig und rebellisch zu sein, damit es schnell reagieren und den Status quo ständig in Frage stellen kann“ stimmten nur 87 Prozent der Führungskräfte in der DACH-Region zu, während es im Rest der Welt 92 Prozent waren.

Technologie für Finanzbereich wichtig

Für die neuen Aufgaben im Finanzbereich spielt Technologie eine wichtige Rolle. Denn die
Arbeit mit Daten und die Ableitung der richtigen Erkenntnisse sind künftig essentiell für die Unternehmen. 87 Prozent der Finanzführungskräfte sind davon überzeugt, dass breite betriebswirtschaftliche und technologische Fähigkeiten in Zukunft wichtiger sind als Finanzqualifikationen.

Dieses Know-how können die Finanzmitarbeiter einsetzen, um zum Beispiel im Controlling
in Echtzeit Szenarien zu generieren und fundierte Forecasts zu erstellen. 94 Prozent der Finanzführungskräfte weltweit sind davon überzeugt, dass dies die wichtigsten Anwendungen für die Zukunft sind. Ein genauso hoher Anteil der Befragten sieht einen großen Nutzen im Einsatz
von künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML), um bessere Ergebnisse noch
zeitnäher zu liefern. Etwas überraschend ist es, dass auch hier die Führungskräfte aus der – sonst eher als „technologie-skeptisch“ eingestuften – DACH-Region führend sind. Hier setzen sogar 96 Prozent auf KI und ML.

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