Future Treasury

Was ist ein „Intelligent Treasury“, und was braucht es dafür? Dieser Frage ist eine Umfrage nachgegangen. Das künftige Treasury braucht drei zentrale Punkte.

Vor fünf Jahren hatte KPMG ein Positionspapier zum Thema „Treasury-Organisation 4.0.“ veröffentlicht, welches die damalige Vision des künftigen Corporate Treasury abbildete. Die Vision basierte auf zentralen Aussagen wie der, dass der Einsatz von professioneller Treasury IT zur Pflicht werde und eine zentrale Treasury-Organisation alternativlos sei. Die „Treasury-Organisation 4.0.“ diente seit 2015 für einige „Corporates“ als Maßstab und Ziel ihrer Geschäfts- und Unternehmenstransformation.

Rahmenbedingungen haben sich noch einmal geändert

Durch die Dynamik und Schnelllebigkeit bei der Entwicklung neuer Technologien in den vergangenen Jahren haben sich auch die wesentlichen Rahmenbedingungen für das Treasury der Zukunft noch einmal gewandelt. KPMG hat dazu ein Whitepaper veröffentlicht, das sich mit den Fragen: „Wie sieht das „Intelligent Treasury“ der Zukunft aus?“, „Welche Aspekte charakterisieren das „Intelligent Treasury“?“ und „Wie wirken sich die Ergebnisse auf das konkrete Zielbild aus?“ befasst.

Neben der eigenen Vision von KPMG wurden die Meinungen und Erfahrungen von Praktikern hinzugezogen. Hierzu wurde eine Umfrage zum Thema „Intelligent Treasury“ durchgeführt, an der sich knapp 100 Teilnehmer aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmen beteiligt haben. Die Umfrage war dabei in die Schwerpunkte Prozesse und Organisation, Veränderungsbereitschaft sowie Technologie gegliedert.

Beim Punkt Prozesse und Organisation kam her-aus, dass das Treasury vielfältige Einsatzmöglichkeiten für neue Technologien bietet. Nach Einschätzung der Umfrageteilnehmer wird die Automatisierung besonders in den Kernbereichen des Treasury, wie dem Cash Management und dem Zahlungsverkehr, von enormer Bedeutung werden. KPMG sieht darüber hinaus aber auch in dem Bereich Risikomanagement zukünftig großes Automatisierungspotential, beispielsweise in der automatischen Ableitung des Fremdwährungsrisikos.

Weiterbildung ist angesagt

Beim Punkt Veränderungsbereitschaft bestätigte sich, dass bei der Etablierung neuer Technologien die Weiterentwicklung der Mitarbeiter nicht zu vernachlässigen sei. Über 80 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, ihre Weiterbildungsprogramme zukünftig stark beziehungsweise sehr stark auf neue Technologien auszurichten. Auch bei der Auswahl neuer Mitarbeiter spielt die IT-Affinität künftig, bei nahezu allen Teilnehmern, eine wichtige Rolle.

Der Digitalisierungserfolg hängt dabei maßgeblich von der komplementären Nutzung der einzelnen Technologien ab. Die Grundlage der IT-Landschaft bildet zukünftig ein zentrales Trea-sury Management System, das durch die Nutzung von Technologien, wie Analytics, Application Programming Interfaces, Robotic Process Automation und Cloud-Technologie, ergänzt wird. Schon heute nutzen die ersten Treasury-Abteilungen maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz beispielsweise für die Fortschreibung von Planwerten.

Zusammenfassend kennzeichnet sich das „Intelligent Treasury“ durch einen verstärkten Einsatz digitaler Lösungen mit dem Ziel, End-to-End-Prozesse in den Vordergrund zu rücken, Prozesse untereinander zu vernetzen, Medienbrüche zu vermeiden und papierhafte Prozesse zu eliminieren.

Es verdeutlicht, dass den Treasury-Organisationen in den kommenden Jahren tiefgreifende Veränderungen bevorstehen, die mit einer Veränderungsbereitschaft der Mitarbeiter einhergehen müssen. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer hat jedoch signalisiert, dass sie diesem Wandel auch offen gegenüberstehen. Die detaillierten Ergebnisse der Studie und Ausführungen der Vision des „Intelligent Treasury“ gibt es in dem KPMG-Whitepaper.

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