On Stage Interview

Eurokrise, Italien, Brexit: Kommen die ganz großen Risiken zurück?

22. November 2018, 16.10-16.55 Uhr

Die Lage in der Eurozone ist so unübersichtlich wie seit der dramatischen Abwendung des „Grexits“ nicht mehr. Führende italienische Politiker stellen die Sparpolitik und die Euromitgliedschaft in Frage, während Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron die Integration der Europäischen Union noch vertiefen will. Deutschland steht zwischen allen Stühlen, opponiert gegen Italien und bremst Frankreich. Flankiert wird diese Zerreißprobe von der Handelspolitik Trumps und dem nahenden Brexit. Braut sich da für deutsche Finanzchefs wieder ein potentieller Sturm zusammen, der die Europäische Union zerreißen, die Zinswende stoppen und in einem weltweiten Handelskrieg enden könnte?

Mit Hans-Werner Sinn steht einer der am häufigsten zitierten Wirtschaftsexperten Deutschlands bereit, diese brennenden Fragen zu beantworten. Der langjährige Chef des Münchener ifo Instituts (1999-2016) hat sich als kritische Stimme und provokanter Analytiker einen Namen gemacht, insbesondere in Bezug auf die Eurokrise. Der habilitierte Ökonom hat schon lange vor einer Vergemeinschaftung von Schulden und der Zerstörungskraft der ominösen Target-II-Salden gewarnt. Aber viele Politiker und manche Ökonomen sahen die Situation positiver als er, auch eine Reihe von Bankern und Finanzchefs. Bleibt Sinn bei seiner düsteren Analyse? Und wie passen die jüngsten Entwicklungen dort hinein?

Am Ende der „14. Structured FINANCE“ stellt sich der vielfach ausgezeichnete Denker (unter anderem mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland) unseren Fragen.

Im Interview
Hans-Werner Sinn
ehemaliger Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung 1999–2016

Impressionen

Bildquelle: FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH/B. Hartung/A. Hausmanns/A. Varnhorn