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Währungsrisiken aktiv managen

Ein Currency-Overlay-Ansatz ist für Unternehmen ein Baustein, um ihr Währungsmanagement aktiv zu managen. Dadurch können mögliche Schwankungen auf das Ergebnis reduziert werden.

Viele Unternehmen verfügen aufgrund von Import-, Exportgeschäften und Intercompany-Darlehen über Fremdwährungspositionen, die zu einem offenen Währungsrisiko führen können. So hat die deutliche Euro-US-Dollar-Bewegung im Jahresverlauf wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig ein aktives Währungsmanagement im Treasury ist, um mögliche Schwankungen auf das Unternehmensergebnis professionell zu steuern.

Eine vollständige Absicherung der Währungsrisiken löst dieses Problem allerdings nur auf den ersten Blick – ist sie doch meist mit hohen Sicherungskosten und einem Timing-Problem verbunden. Die Unternehmen sollten deshalb das Ziel haben, die Hedge-Quote in einem optimalen Verhältnis von Sicherungskosten, Timing und Korrelationseffekten festzulegen.

Mit einem Currency-Overlay-Ansatz können Unternehmen und institutionelle Investoren gemeinsam mit ihrer Hausbank ein aktives Währungsmanagement gestalten, das diesem Anspruch gerecht wird. Der Mehrwert dieser Sicherungsstrategie liegt in der dynamischen und kontinuierlichen Steuerung der Währungsrisiken. Der Currency-Overlay-Ansatz schafft ein asymmetrisches Auszahlungsprofil – ähnlich einer Währungsoption, nur zu niedrigeren Sicherungskosten. Die Absicherung negativer Kursentwicklungen sowie die Partizipation an positiven Kursentwicklungen lassen sich somit deutlich effizienter erreichen.

 

Überblick über Marktfaktoren

Die Planung von Währungskursen in Unternehmen sollte zudem nicht nur auf wenigen Marktfaktoren, Entscheidungen interner Gremien oder dem „Bauchgefühl“ basieren. Aus diesem Grund verwendet der Currency-Overlay-Ansatz für die Berechnung der Sicherungsquoten eine breit diversifizierte und ökonomisch fundierte Multimodellarchitektur. Hierbei werden auf Basis verschiedener mathematisch-statistischer Verfahren Handelssignale erzeugt, die sich sowohl auf Fundamentaldaten als auch auf das Marktsentiment stützen. Bei dem Currency-Overlay-Ansatz des Helaba-Konzerns kommen insgesamt mehr als 50 unterschiedliche Modelle zum Einsatz. Bildlich gesprochen, verschafft sich das System einen großen Überblick über eine Vielzahl von Faktoren, die Einfluss auf die Währungsbewegung haben.

Der Currency-Overlay-Ansatz des Helaba-Konzerns kombiniert zudem wissenschaftlich belegte Prognosemodelle und moderne Machine-Learning-Methoden, die das Potential moderner Big-Data-Analysen nutzen. Damit ist jede Veränderung der Hedge-Quote für die Kunden zu jeder Zeit transparent und nachvollziehbar

 

Dynamischer Baustein

Aber das sind nicht die einzigen Vorteile, die ein Currency-Overlay-Ansatz bietet. Die Sicherungskosten, die durch die Verwendung klassischer Sicherungsinstrumente entstehen, können Unternehmen durch diesen Ansatz reduzieren. Gleichzeitig können sie ihr Währungsmanagement diversifizieren. Da zahlreiche Unternehmen aufgrund ihrer Treasury-Policy zu einem statistischen Ansatz verpflichtet sind, nutzen sie den Currency-Overlay-Ansatz als dynamischen Baustein.

Darüber hinaus versucht dieser Ansatz, mit seinem ressourcenschonenden Personaleinsatz im Rahmen der Digitalisierung die knappen Mitarbeiterkapazitäten im Corporate Treasury zu entlasten, und durch die umfangreiche Modell- und Datenstruktur wird eine engere Marktnähe – insbesondere bei exotischen Währungen – erzielt.

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