Helmut Kraft

Stada AG

Name:
Helmut Kraft
Unternehmen:
Stada AG
Ressort:
Finanzen
Position:
CFO von Januar 2010 bis Juli 2017
Ausbildung:
Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg
Geburtstag:
07.12.1959
Familie:
Verheiratet, zwei Kinder
Ehrenamt:
Keine Angaben
Hobbies:
Keine Angaben

Karriere

Seine berufliche Karriere beginnt Helmut Kraft 1991 als Wirtschaftsprüfungs- und Steuerassistent bei KPMG. Dort bleibt er bis 1994. Anschließend leitet er für ein Jahr die Finanzen und Steuern der Unternehmensgruppe Landis & Gyr, die zu Siemens Building Technologies gehört.

1996 wechselt Kraft zur Phoenix Group, wo er den Zentralbereich Konzernfinanzen, Steuern und Beteiligungen leitet. Auch als Kraft später anderen Verpflichtungen nachgeht, behält er diese Position bis zu seiner Berufung in den Vorstand von Stada. Von 1999 bis 2009 ist er für die Geschäfte des IT-Dienstleisters Pharma Rechenzentrum verantwortlich. Parallel dazu ist er von 2004 bis 2009 Geschäftsführer des Phoenix Finance B.V. und von 2005 bis 2009 Aufsichtsratsvorsitzender von Pharmos. Darüber hinaus leitet er von 2005 bis 2009 die Geschäfte der Phoenix International Beteiligungsgesellschaft.

Im Januar 2010 wird Kraft Finanzvorstand von Stada und verantwortet dort das Finanzressort. Im Juli 2017 wird bekannt, dass Kraft bei Stada mit sofortiger Wirkung ausscheidet.

Karriere-Highlights:

1)    Als eine seiner herausforderndsten Finanzierungen bezeichnet Helmut Kraft selbst  den Abschluss eines US-Private-Placements in Höhe von 250 Millionen US-Dollar im Jahr 2004. Damals haben deutschen Unternehmen noch wenig Erfahrung mit diesem Finanzierungsinstrument und es gilt „Haftungsthemen zu minimieren, die Covenants so zu fassen, dass dem Unternehmen noch genügend Luft für das operative Geschäft und Wachstum bleibt, HGB- und US-GAAP-Bilanzierung in Einklang zu bringen, das Hedging zu optimieren und das entsprechende NAIC-Rating zu erreichen“, sagt er 2012 gegenüber FINANCE.

2)    Unter Krafts Leitung emittiert Stada April 2010 erstmals einen Bond im Volumen von 350 Millionen Euro, um unabhängiger von den Banken zu werden. 2013 und 2015 folgen noch zwei weitere Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 650 Millionen Euro.

3)    Im Dezember 2011 begibt Stada Schuldscheindarlehen im Wert von 400 Millionen Euro, um die jüngsten Zukäufe zu bezahlen und auslaufende Schuldscheindarlehen zu refinanzieren. Laut LBBW handelt es sich um die drittgrößte Schuldscheinemission in 2011. Stada hat kurz zuvor die Übernahme eines Arzneimittelpakets von Grünenthal in Höhe von 360 Millionen Euro angekündigt und ebenfalls das Generikageschäfts der Schweizer Firma Spirig Pharma für 78 Millionen Euro gekauft.

4)   Im April 2016 besorgt CFO Kraft für Stada am Schuldscheinmarkt weitere 350 Millionen Euro, unter anderem um damit frühere Schuldscheinverbindlichkeiten abzulösen.  

Deals

Finanzierung
Datum:
04/2010
Art der Finanzierung:
Anleihe
Unternehmen:
Stada AG
Dealvolumen der Finanzierung:
250 - 499 Millionen Euro
Beratungsunternehmen:
Commerzbank, Deutsche Bank, DZ BANK, The Royal Bank of Scotland
M&A-Akquisition
Datum:
02/2014
Dealvolumen der M&A-Akquisition:
50 - 149 Millionen Euro
Kaufendes
Unternehmen :
Stada AG
Zielunternehmen:
Aqualor
Land:
Deutschland
Land:
Russische Föderation
Umsatz des Unternehmens:
1 - 5 Mrd EUR
Umsatz des Unternehmens:
25 – 50 Millionen EUR
Verkäufer:
Butterwood Holdings Limited und ZAO Pharmamed
Datum:
08/2013
Dealvolumen der M&A-Akquisition:
250 - 499 Millionen Euro
Kaufendes
Unternehmen :
Stada AG
Zielunternehmen:
Thornton & Ross
Land:
Deutschland
Land:
Großbritannien
Umsatz des Unternehmens:
1 - 5 Mrd EUR
Umsatz des Unternehmens:
50 – 250 Millionen EUR
Verkäufer:
in Familienbesitz
Datum:
12/2011
Dealvolumen der M&A-Akquisition:
250 - 499 Millionen Euro
Kaufendes
Unternehmen :
Stada AG
Zielunternehmen:
Medikamentenportfolio von Grünenthal
Land:
Deutschland
Land:
Deutschland
Umsatz des Unternehmens:
1 - 5 Mrd EUR
Umsatz des Unternehmens:
50 – 250 Millionen EUR
Verkäufer:
Grünenthal GmbH

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