Marcus A. Ketter

Klöckner & Co SE

Name:
Marcus A. Ketter
Unternehmen:
Klöckner & Co SE
Ressort:
Corporate Controlling, Corporate IT, Corporate Taxes, Finance & Accounting und Internal Audit
Position:
CFO seit Januar 2013
Ausbildung:
Studium der Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität in München sowie MBA-Studium an der Columbia Business School in New York.
Geburtstag:
14.04.1968
Familie:
Verheiratet, zwei Kinder
Ehrenamt:
Mitglied im Kuratorium der Stiftung zur Förderung evangelischer Krankenhäuser
Hobbies:
Joggen und Reisen

Karriere

1993 beginnt Ketter als Controller beim Essener Energieerzeuger Steag. Zwei Jahre später leitet er das Vorstandsbüro des Unternehmens. Im Januar 1998 beginnt er sein MBA-Studium an der Columbia Business School in New York. Nach seinem Abschluss im Mai 1999 geht er als Vice President Finanzen und Controlling zur Steag RTP Systems im Silicon Valley. Ketter wird nach der Übernahme von Steag RTP durch die an der Nasdaq notierte Mattson Technology deren Vice President Treasurer.

Im Januar2003 wechselt Ketter zu ThyssenKrupp und hat dort verschiedene Führungspositionen inne: Unter anderem als Senior Vice President Controlling, M&A und IT der ThyssenKrupp Services und zuletzt als kaufmännischer Geschäftsführer von ThyssenKrupp Elevator (CENE). Von Juli 2011 bis Ende 2012 ist Ketter Finanzvorstand und Arbeitsdirektor des im SDax notierten Anlagenbauers Schuler in Göppingen, der dann von der Andritz AG aus Graz übernommen wird. Zum 1. Januar 2013 wechselt Ketter als Finanzvorstand zu dem im SDax notierten Duisburger Stahl- und Metallhändler Klöckner & Co.

Karriere-Highlights:

1) 2014 startet Klöckner & Co. unter CFO Marcus Ketter eine breit angelegte Digitalisierungsoffensive. Das Unternehmen bezeichnet sich als Pionier der digitalen Transformation in der Stahlindustrie. Bis 2022 soll der Anteil der digitalen Erlöse am Gesamtumsatz auf 60 Prozent ansteigen, bei deutlicher Margenverbesserung.

2) Von 2013 bis 2016 setzt Ketter bei Klöckner & Co. mehrere Restrukturierungs- und Effizienzprogramm um, die einen kumulierten operativen Ergebniseffekt (Ebitda) von rund 200 Millionen Euro im Jahr haben.

3) Im Jahr 2011 steigt Schuler mit Marcus Ketter als CFO nach erfolgreichem Turnaround in den SDax auf. Ein Jahr später übernimmt der österreichische Industriekonzern Andritz den Pressenhersteller für rund 600 Millionen Euro.

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Marcus A. Ketter, Klöckner & Co: Der Unkomplizierte

Sein Ziel, CFO eines börsennotierten Unternehmens zu werden, hat Marcus A. Ketter nachhaltig verfolgt. Jetzt ist er Finanzchef von Klöckner & Co und hat eine anspruchsvolle Aufgabe.

Im persönlichen Umgang zählt Marcus A. Ketter zu den unkomplizierten und verbindlichen Vertretern der CFO-Zunft. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Finanzmanager es in seiner bisherigen Karriere durchaus mit komplexen Situationen zu tun hatte, ohne damit ein reiner Sanierer zu sein. Bei seiner aktuellen Stelle bei Klöckner & Co (KlöCo) kann und muss er seine ganze Erfahrung einsetzen: die Kenntnis der Stahlbranche aus seiner Zeit bei ThyssenKrupp, die Erfahrung als CFO des börsennotierten Pressenherstellers Schuler sowie seine internationalen Erfahrungen als Treasurer des  US-Unternehmens Mattson Technology.

KlöCo ist mit mehr als 7 Milliarden Euro Umsatz deutlich größer als sein vorhergehender Arbeitgeber Schuler mit knapp 1,2 Milliarden Euro. Doch die Lage beim Duisburger Stahlhändler ist keineswegs entspannt. Ketter kommt in Zeiten eines großangelegten Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramms an Bord. Der CFO muss sich vor allem mit den finanziellen Schwierigkeiten im Europageschäft auseinandersetzen und auch harte Personalentscheidungen treffen. Jenseits des Atlantiks baut KlöCo auf die Expansion des US-Geschäfts, seit Jahren vorangetrieben durch Akquisitionen.

Für seinen bislang letzten Karriereschritt bringt Ketter viel Erfahrung mit. Beim Göppinger Anlagenbauer Schuler sammelt er Investor-Relations-Kenntnisse. Dort ist er zum ersten Mal CFO einer börsennotierten Gesellschaft. „Das hat mich besonders gereizt, weil es nicht ein Teilkonzern wie bei ThyssenKrupp war“, sagt er gegenüber FINANCE. Im Juli 2011 zieht der Manager in den Vorstand von Schuler ein. Drei Monate später beerbt er seinen Vorgänger Wolfgang Baur, zeitgleich mit dem von ihm initiierten Wechsel des Göppinger Pressenherstellers in den Prime Standard der Frankfurter Börse, der Ende November des gleichen Jahres zur Aufnahme in den SDax führt.  Im gleichen Monat kann Ketter auch einen wichtigen Finanzierungsdeal abschließen, den er zusammen mit seinem Vorgänger unmittelbar nach seinem Eintritt begonnen hat: Schuler erhält einen Konsortialkredit von 450 Millionen Euro und kann ordentlich Zinsen sparen  (vgl. Interview  FINANCE  1|2012). Allerdings ist das Gastspiel von Marcus Ketter bei Schuler nur kurz. Nach 18 Monaten verlässt der CFO den Göppinger Pressenhersteller wieder – noch vor der geplanten Übernahme durch die österreichische Andritz-Gruppe. „Nachdem Angebot von Andritz für die Anteile von Schuler auf dem Tisch lag, fiel das Thema Capital Markets sofort weg“, sagt Marcus Ketter rückblickend.

In der Stahlindustrie hat Ketter schon bei ThyssenKrupp Erfahrungen gesammelt, wo er ab 2003 verschiedene Führungspositionen innehatte, unter anderem als Senior Vice President M&A, Controlling und IT von ThyssenKrupp Services. Zuletzt war er kaufmännischer Geschäftsführer und CFO von ThyssenKrupp Elevator (CENE). „Das war interessant und eine größere Aufgabe als bei Schuler, allerdings ohne Kapitalmarktkommunikation und Finanzierung“, erinnert sich Ketter.

markus.dentz[at]finance-magazin.de