Dr. Ralf P. Thomas

Siemens AG

Annähernd seine gesamte Berufslaufbahn und sogar seine Berufsausbildung verbringt Ralf P. Thomas bei Siemens – mit einer Ausnahme: studiumbegleitend und während der anschließenden Promotion zu einem steuerrechtlichen Thema betätigt er sich – in den Jahren nach dem Mauerfall – in der Beratung mittelständischer Unternehmen: „Das war eine Nische, die die großen Berater offen gelassen hatten“, erinnert sich Thomas.

Nach seiner Promotion im Jahr 1995 erstellt er für Siemens ein externes Gutachten, das ihn zurück in den Industriekonzern führt. Thomas arbeitet zunächst in der Konzernzentrale und ist maßgeblich an der Verankerung des Shareholder-Value-Gedankens bei Siemens beteiligt. 1999 wechselt Thomas in die südafrikanische Tochtergesellschaft, wo er für Bilanzierung, Steuern, Treasury und Controlling zuständig ist.

2001 kehrt Thomas zurück nach Deutschland und wird Performance-Controller in der Healthcare-Sparte. Währenddessen wechselt der Röntgenbereich der Sparte vom Restrukturierungs- in den Wachstumsmodus. Nach 12 Monaten wird er CFO des Röntgenbereichs, bevor er Ende 2004 die Leitung der zentralen Abteilung Reporting and Controlling bei Siemens in München übernimmt.

Nach der Compliance-Affäre, bei derer Aufarbeitung er unter anderem eng mit Joe Kaeser zusammenearbeitet, wird Thomas im Jahr 2008 CFO des Industry-Sektors von Siemens. Im September 2013 wird er schließlich CFO der Siemens AG und damit Nachfolger von Kaeser, der zum CEO aufsteigt. Im September 2017 wird sein Vertrag bis 2023 verlängert.
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