FINANCE-TV

18.01.13

09.08.2012 - Alexander Börsch, Deloitte: „Es wird Zeit, dass die Währungssysteme die realwirtschaftlichen Gewichte besser darstellen.“

Alexander Börsch, Leiter Research Deutschland bei Deloitte, stellt zwei Studien zur Zukunft des Euro und des globalen Währungssystems vor. Drei mögliche Szenarien sollten Unternehmen sich vor allem vor Augen halten: eine Re-Regionalisierung mit Handels- und Währungsschranken, eine Marginalisierung des Euro und eine Verdrängung des Dollar durch Euro und Renminbi. „Dabei muss eine Umstellung auf eine neue globale Währungsordnung nicht unbedingt negativ sein. Schließlich stellen neue Währungssysteme meist nur eine überfällige finanzwirtschaftliche Anpassung an realwirtschaftliche Kräfteverhältnisse dar.“ So sieht Börsch ein künftiges multipolares Währungssystem als Chance, die Weltwirtschaft zu stabilisieren.

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23.07.2012 - Centrosolar-CEO Dr. Alexander Kirsch: „Unter einer neuen Regierung wird sich die Regulierung wieder verbessern“

Der deutschen Solarbranche steht das Wasser bis zum Hals: Insolvenz folgt auf Insolvenz. Nach Q-Cells und Solon, traf es zuletzt Centrotherm, weder verwandt noch sonstwie verbunden mit dem Münchner Solaranlagenbauer Centrosolar. Die schlägt sich zwar besser als der Markt, steht aber dennoch tief in den roten Zahlen.

 

CEO Dr. Alexander Kirsch sagt im Interview mit FINANCE-TV:„Noch sinken die Marktpreise schneller als die Kosten. Deshalb ist es nicht möglich, Gewinne zu machen.“ Gerüchten über Finanzierungsengpässen tritt Kirsch entschieden entgegen. Er verweist auf die Eigenkapitalquote von 33 Prozent im Q1/2012(2011: 33 Prozent) sowie auf Cash und freie Kreditlinien in Höhe von insgesamt 35 Millionen Euro (Q1/12). „Anders als Konkurrenten müssen wir keine Maßnahmen ergreifen, um unsere Liquidität zu verbessern“, sagt Kirsch. Gleichwohl kann das Unternehmen den 2016 fälligen Bond nur aus Schulden bedienen. Die 3,5-Millionen-Kuponzahlung im Februar gepaart mit Steuerzahlungen führte zu einem entsprechenden Schuldenanstieg. Zurückzahlen könnte Centrosolar, das auf ein Unternehmensrating verzichtet, den Bond derzeit also nicht. URA ratet die Emission mit 5,5. Kirsch macht den Anlegern aber Mut: „Es wäre höchst ungewöhnlich, dass eine Branche vier Jahre lang in der Krise bleibt.“

 

Ob Centrosolar an den beiden Sparten Komponenten- und Anlagenbau festhält, und wie die Münchner vom Ausleseprozess der Branche profitieren wollen, erfahren Sie im Interview bei FINANCE-TV.