FINANCE-TV

18.01.13

11.10.2012 Porr-CEO Karl-Heinz Strauss: „Wir müssen die Verschuldung senken“

Seit 18 Monaten steht Strauss an der Spitze des österreichischen Baukonzerns Porr. Er erlebte eine turbulente Zeit: Den Vorstand hat er in dieser Zeit einmal komplett ausgewechselt, da der alte Vorstand die Einführung der neuen Organisationstruktur „nicht mittragen“ wollte.

 

Ende 2011 schockierte die Porr die Märkte mit einer Gewinnwarnung und einem sehr schlechten Jahresergebnis, das auf Zahlungsausfälle aus Ungarn und Rumänien zurückgeht. „Wir mussten die Bilanz ausputzen“, sagt CEO Strauss, der im Zuge ist, zum größten Aktionäre der Porr aufzusteigen. Nach Übernahme eines 37-Prozent-Pakets von der Bank Austria wird er rund 44 Prozent halten und den Konzern gemeinsam mit der Ortner-Gruppe (29 Prozent) beherrschen.

 

Im Interview mit FINANCE-TV schloss er Liquiditätsengpässe trotz der verschlechterten Finanzlage kategorisch aus. Gleichwohl kündigte er an, die Verschuldung durch den Verkauf von Immobilien ganz deutlich zu senken. Am Anleihenprogramm hält der Konzern gleichwohl fest. Eine Emission im neuen Frankfurter Prime Standard sei für Porr „eine attraktive Variante“. Allerdings will Strauss offenbar zuvor noch die Konditionen testen.

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