FINANCE-TV | M&A und Private Equity

Turnaround-Investor Peter Mauritz: „Immer noch reger Dealflow bei Sondersituationen“

Der Turnaround-Investor Peter Mauritz weist die Vermutung kategorisch zurück, in Zeiten boomender Konjunktur nicht mehr genügend Investitionsgelegenheiten zu finden. „Der Dealflow ist rege“, sagte er gegenüber FINANCE-TV. „Sondersituationen gibt es immer. Da lösen andere Faktoren die Schieflage aus als eine schwache Konjunktur.“ Ob der Konjunkturboom zumindest die Rendite seiner Beteiligungsgesellschaft Prolimity verwässert und warum seine Investoren sich blind auf seine Arbeit verlassen – bei FINANCE-TV berichtet Peter Mauritz von der aktuellen Lage an der Sanierungsfront.

Kartellrechtler Martin Klusmann: „Das CFIUS muss man jetzt immer auf dem Zettel haben“

Die Behörden stellen den M&A-Strategen immer mehr Hürden für die Realisierung ihrer Deals in den Weg, beklagt der Kartellrechtsexperte Martin Klusmann im Interview mit FINANCE-TV: „Vor allem dass CFIUS muss man jetzt immer auf dem Zettel haben. Aber auch die normalen Kartellverfahren ziehen sich immer länger hin, und neu hinzu gekommene Prüfpunkte sind auch noch sehr vage definiert.“ Wie genau die größten Probleme aktuell aussehen und was CEOs, CFOs und ihre Berater bei künftigen M&A-Deals unbedingt im Blick behalten müssen, verrät der Freshfields-Partner hier bei FINANCE-TV.

PwC-M&A-Experte Hummitzsch: „Umbruch in der Autoindustrie ist große Chance für Private Equity“

Eine große Anzahl an Deals, der größte Buy-out aller Zeiten in Deutschland und nie dagewesene Finanzierungskonditionen: Die deutsche Private-Equity-Branche hat 2017 ein Jahr der Rekorde erlebt. Geht der Boom auch 2018 weiter? „Ja – weil einfach zu wenig Assets im Markt sind“, glaubt der M&A- und Private-Equity-Experte Erik Hummitzsch von PwC. Auch Megatrends wie der Umbruch in der Automobilindustrie werden Hummitzsch zufolge 2018 für viele große Deals sorgen. Welche Gefahren der Boom birgt und warum die Buy-outs trotzdem krisenfester gestrickt sind als am Höhepunkt des vorherigen Booms – der FINANCE-TV-Talk mit Erik Hummitzsch.

Carve-outs: Was BASF, Henkel & Co. richtig machen

Jeder gewinnt bei Desinvestitionen, behauptet die Strategieberatung Bain & Company in einer neuen Studie. Doch um wirklich auf der Gewinnerseite zu stehen, müssen insbesondere die CFOs und CEOs von stark wachsenden Unternehmen regelmäßig ihr Portfolio überprüfen und Randbereiche abstoßen. „Ein häufiger Fehler ist, dass zu spät verkauft wird“, sagt Wilhelm Schmundt, Partner bei Bain & Company in München und Co-Autor der Studie. Unternehmen wie BASF oder Henkel, die eine große Anzahl an Transaktionen bewältigen, profitieren seiner Beobachtung nach von einer gut eingespielten Organisation und von festen Strukturen. „Unternehmen sollten ihre besten Mitarbeiter auf Desinvestitionsprojekte setzen“, rät Schmundt. Was auch Mittelständler sich von den erfolgreichen Konzernen bei Carve-outs und Co. abschauen können und wie viel Vorlauf eine gelungene Desinvestition benötigt, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

KPMG-Deal-Advisory-Chef Zierz: „Unternehmen kaufen branchenfremd, um Zeit zu gewinnen“

Viele Unternehmen wagen sich derzeit in neue Bereiche und kaufen branchenfremd zu. Dies liegt auch an der Digitalisierung, die sie zwingt, ihre Geschäftsmodelle anzupassen, meint Leif Zierz, Global Head of Deal Advisory bei KPMG: „Es geht dabei zunächst um das sich Sichern neuer Technologien“, sagte er im Interview mit FINANCE-TV. Welche Art von Konzernen gerade besonders kauflustig sind und wo bei branchenfremden Zukäufen Risiken lauern, berichtet Leif Zierz im Talk bei FINANCE-TV.

M&A-Experte Heiko Ziehms: Unklare M&A-Verträge führen zu Streit

Ob Streit um das Zahlenwerk oder Uneinigkeit bei Garantien und Earn-outs – es gibt viele Punkte, die bei M&A-Transaktionen zu Streit führen können. Dabei wären viele Konflikte vermeidbar, wenn Due Diligence und Vertragsgestaltung sorgfältiger gestaltet würden, meint Heiko Ziehms von der Berkeley Research Group, der als Sachverständiger schon eine ganze Reihe an M&A-Konflikten begleitet hat: „Unklare Formulierungen im Kaufvertrag sind ein häufiger Anlass für Konflikte“, beobachtet Ziehms. Welche Faktoren die Konfliktanfälligkeit steigern und wie lange sich der längste M&A-Konflikt hingezogen hat, den er jemals erlebt hat, berichtet Ziehms bei FINANCE-TV.

PE-Investor Heiko von Dewitz: „Chinesisch-deutscher M&A-Boom geht weiter“

2016 war das Jahr des großen chinesisch-deutschen M&A-Booms, und 2017 geht es mit der Milliardenübernahme von Biotest durch die chinesische Creat ähnlich stark weiter: „Der Trend zeigt weiter nach oben“, zeigt sich Heiko von Dewitz, Managing Partner des chinesischen Finanzinvestors Agic, gegenüber FINANCE-TV überzeugt. Was für Unternehmen die Chinesen derzeit suchen und ob die 5 Milliarden Euro teure Kuka noch lange der größte Happen bleiben wird, den sich Chinesen gesichert haben – die Antworten gibt es im heutigen FINANCE-Talk.

Was intelligente Algorithmen bei der Due Diligence leisten

Hunderte Seiten Vertragswerk nach bestimmten Klauseln durchforsten – derlei juristische Fleißarbeit im Rahmen der Due Diligence übernehmen immer stärker intelligente Algorithmen. „Noch ist die Technologie in einem frühen Stadium“, sagt Nils Krause, Partner der Kanzlei DLA Piper. Er ist aber überzeugt, dass künstliche Intelligenz mittelfristig den Anwaltsberuf stark verändern wird.

Krauses Kanzlei sammelt selbst bereits seit einiger Zeit Erfahrung mit spezialisierter Software. Welche Hürden es bei der Einführung dieser Technik in M&A-Projekten zu überwinden gilt und wie sich der Einsatz künstlicher Intelligenz auf den Wettbewerb am Kanzleimarkt auswirkt, berichtet Krause im Talk bei FINANCE-TV.

M&A im Big-Data-Umfeld: Neue Bewertungsfragen, neue Risiken

Der M&A-Deal zwischen Yahoo und Verizon schien schon in trockenen Tüchern, als Datendiebstähle bekannt wurden. Der Kaufpreis wurde daraufhin gesenkt – eine klassische Konsequenz, wenn Käufer die Datensicherheit als zu schwach einstufen: „Es werden Folgeinvestments in IT-Sicherheit fällig, das führt zu einer Minderung des Kaufpreises“, erklärt Tim Oliver Brandi, Partner im Frankfurter Büro der Kanzlei Hogan Lovells, bei FINANCE-TV den Hintergrund dieser Fälle. Um die Datenqualität und die Sicherheitsstrukturen von M&A-Targets zu überprüfen, gibt es bereits spezielle Due-Diligence-Stränge. Wo dafür recherchiert wird, welche internen Prozesse ein Käufer überprüfen sollte und wie weit Gewährleistungsregelungen einen Käufer schützen können, sehen Sie im heutigen Talk bei FINANCE-TV.

Lincoln-Chef Michael Drill: „Der Wettbewerb mit anderen M&A-Beratern wird härter“

Das Vordringen immer neuer M&A-Beratungshäuser in den deutschen Markt bekommt auch der Midcap-Marktführer Lincoln International zu spüren, wie dessen Deutschlandchef Michael Drill bei FINANCE-TV eingesteht: „Wir merken, dass der Wettbewerb härter wird. Trotzdem gewinnt Lincoln International in Deutschland noch Marktanteile“, berichtet Drill. Warum das der Fall ist und wie Drill die Strategie Lincolns umstellt, um den Ansturm der neuen Wettbewerber zu kontern, erzählt er heute bei FINANCE-TV.

M&A-Berater Melville Mummert: „Wir kommen nach Frankfurt und London“

Die nächste Runde im beinharten Wettbewerb zwischen den etablierten M&A-Beratungshäusern und den frisch fusionierten Herausforderern ist eingeläutet: Das US-Haus Raymond James forciert seine Expansion auf dem alten Kontinent, wie Deutschlandchef Melville Mummert bei FINANCE-TV ankündigt: „Wir starten in Kürze mit einem starken Team in Frankfurt, im Herbst eröffnen wir ein Büro in London.“ Damit erhöht Raymond James – ähnlich wie die Wettbewerber Capitalmind, N+1 und Clearwater – den Druck auf die deutschen Platzhirsche. Was Raymond James in die Waagschale wirft, um sich zu behaupten, und warum eine klare Sektorstrategie erfolgsentscheidend ist, das verrät der Deutschlandstatthalter Melville Mummert zum Auftakt der Themenwoche M&A-Berater bei FINANCE-TV.

Wachsen in China: „Joint Ventures boomen, aber keinerlei M&A“

Während ein chinesischer Konzern nach dem anderen nach einem deutschen M&A-Target greift, passiert in die umgekehrte Richtung „gar nichts“, wie der Banker Heinz Hilger, Deutschlandchef der asiatischen Standard Chartered Bank, im Interview mit FINANCE-TV erklärt. Stattdessen boomen Joint Ventures zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen. Doch was passiert, wenn die europäischen Regierungen Gegenmaßnahmen gegen die Kaufwelle aus China ergreifen? Bei FINANCE-TV gibt es die Antwort.