FINANCE-TV | M&A und Private Equity

Investmentbanker Jens Munk: „Bombastische Dealaktivität bei Tech-M&A“

Bei Tech-Unternehmen herrscht eine „bombastische Dealaktivität“, sagt Jens Munk, Deutschlandchef der Tech-Investmentbank Oppenheimer, im Interview mit FINANCE-TV. Trotzdem haben die Bewertungen ihm zufolge begonnen, zu sinken: „Im vierten Quartal gab es teilweise Rückgänge von bis zu 30 Prozent.“ Wie das einzuordnen ist, welche Tech-Nischen gerade am deutschen M&A-Markt besonders heiß sind und wo die Käufer der deutschen Tech-Firmen herkommen – die Marktanalyse nur hier bei FINANCE-TV.

Headhunter Paul Taaffe: „Als Private-Equity-CFO muss man Action lieben”

Viele Finanzchefs sind mit der Arbeit im Private-Equity-Umfeld in den vergangenen Jahren reich geworden. Das hat in der CFO-Szene das Interesse an diesem Karriereweg wachsen lassen. Aber die Arbeit bei einer PE-Beteiligung ist speziell, meint der CFO-Berater und Ex-Private-Equity-Finanzchef Paul Taaffe: „Bei Private Equity muss der CFO den Plan des Investors umsetzen, ohne Wenn und Aber. Für operative Arbeit hat man keine Zeit. Man muss als CFO Action lieben, sonst funktioniert es nicht“, umreißt Taaffe bei FINANCE-TV die Anforderungen. Wie sich mutige CFOs aufstellen müssen, um sich für den Sprung in dieses Umfeld zu qualifizieren und warum Mittelstands-CFOs bei Private Equity besonders hoch im Kurs stehen – die Antworten gibt Paul Taaffe bei FINANCE-TV.

Private Equity: So drängen Family Offices in den Markt

Immer mehr Family Offices machen der hiesigen Private-Equity-Branche Konkurrenz und investieren direkt in deutsche Unternehmen. Ein Forschungsteam der WHU Otto Beisheim School of Management um Antonia Schickinger und Philipp Bierl sowie die wissenschaftlichen Leiter Nadine Kammerlander und Max Leitterstorf haben 109 Family Offices und 55 Private-Equity-Fonds interviewt – und Interessantes aufgedeckt: „Es gibt viele Mythen rund um Family Offices, die wir widerlegen können“, sagt Philipp Bierl im Interview mit FINANCE-TV. Antonia Schickinger nennt zum Beispiel die Investitions- und Finanzierungsstrategie „Single Family Offices investieren mehr nach Bauchgefühl, Private-Equity-Fonds rationaler. Dafür meiden PE-Investoren zum Ende ihrer Fondslaufzeiten das Risiko, die Family Offices hingegen bleiben risikofreudig. Und das gilt überraschenderweise auch für den Einsatz von Leverage.“ Was die WHU-Forscher im Detail alles herausgefunden haben – der Einblick in ihre Forschungsarbeit heute hier bei FINANCE-TV.

Indus-Chef Schmidt: „Werden Preisexzesse nicht mitgehen“

Seit Juli ist der vormalige Technologievorstand Johannes Schmidt CEO des SDax-Unternehmens Indus. Die Beteiligungsholding mit über 1,6 Milliarden Euro Jahresumsatz hat zurzeit 45 Unternehmen im Portfolio und prüft jedes Jahr Dutzende Mittelständler intensiv. Die aktuellen Preisvorstellungen am M&A-Markt beunruhigen den Indus-CEO: „Es werden manchmal Bewertungen aufgerufen, die ich als Investor mit langfristigem Investitionshorizont nicht mehr nachvollziehen kann“, sagt er.

Die bislang auf produzierende Branchen wie Fahrzeugbau und Maschinenbau fokussierte Indus will künftig mehr in Zukunftsbranchen wie Automatisierungs- und Medizintechnik investieren, jedoch nicht um jeden Preis, stellt Schmidt klar: „Wir werden Preisexzesse nicht mitgehen.“ Mit welchen Argumenten er bei den Verkäufern punkten möchte und welche Strategie er bei Zukäufen verfolgt, erklärt er im Talk bei FINANCE-TV.

 

Private Equity: „Mehr Frauen bedeuten höhere Renditen“

Frauen stellen nur 9 Prozent aller Investment-Manager im Private-Equity-Geschäft – selbst im Vergleich zu anderen Finanzbereichen ist das ein extrem niedriger Wert. Das hat materielle Folgen, glaubt Daniela Braemisch, Chefin des Frankfurter Büros der Headhunting-Agentur Private Equity Recruitment: „Frauen sehen Investments aus einer anderen Perspektive. Mehr Frauen bedeuten höhere Renditen“, sagte sie gegenüber FINANCE-TV. Warum der weibliche Talent-Pool inzwischen aber deutlich wächst, wie Frauen in Private Equity Karriere machen können und wie die PE-Häuser die besten von ihnen für sich gewinnen können – dies und mehr erfahren Sie heute bei FINANCE-TV.

M&A-Markt: „Die Verkäufer dominieren auch die Haftungsfragen“

Der Boom am M&A-Markt bringt die Risikoverteilung aus der Balance: „Die Verkäufer dominieren nicht nur die Preise, sondern auch die Haftungslimits“, berichtet Marian Joraschkewitz, M&A- und Private-Equity-Experte des Versicherungsmaklers Marsh. Dies treibt auch die Nachfrage nach M&A-Versicherungen. „2017 stieg sie weltweit um 28 Prozent“, sagt Joraschkewitz. Ob das die Versicherungen teurer macht, welche Haftungsrisiken M&A-Akteure überhaupt absichern können und welche Gruppe besonders intensiv auf M&A-Versicherungen zurückgreift – die Antworten darauf gibt es hier bei FINANCE-TV.

PE-Investor Marc Thiery: „Verschuldungshöhe im deutschen Markt ist unverantwortlich“

Bis auf 6x Ebitda ist das Ausmaß des Leverages im europäischen Private-Equity-Markt bereits angestiegen – in den Augen des deutschen Mittelstandsinvestors Marc Thiery viel zu hoch. „Das Ausmaß der Verschuldung im Private-Equity-Markt ist unverantwortlich. Die Investoren haben vielen Unternehmen eine viel zu hohe Kreditlast auferlegt“, warnte der Gründer und Chef der Deutschen Private Equity (DPE) gegenüber FINANCE-TV. Wie hoch die Verschuldung im aktuellen DPE-Portfolio liegt und wie Thiery seine Unternehmen für die in seinen Augen nahende Rezession rüstet, erfahren Sie im FINANCE-TV-Talk.

Jenoptik-Chef Traeger: „Bei M&A müssen wir die gesamte Klaviatur spielen“

Noch nicht einmal ein Jahr ist Jenoptik-Chef Stefan Träger im Amt, schon krempelt der neue CEO den Technologiekonzern um. Das Verteidigungsgeschäft könnte abgetrennt werden. Die verbleibenden Sparten benötigten größere Zukäufe, um international die kritische Größe zu erreichen, sagt Träger im Interview mit FINANCE-TV: „Wir wollen auch über M&A wachsen, und dabei müssen wir die gesamte Klaviatur spielen, von kleinen Bolt-on-Deals bis zu großen transformatorischen Übernahmen.“ Für welche Situationen er zu welchen Deals tendiert – die Antworten gibt er bei FINANCE-TV.

Aktivistische Investoren: „Erschreckend wenige Unternehmen haben einen Überblick“

Immer mehr deutsche Unternehmen wie zuletzt Stada, Grammer oder OHB bekommen es mit aktivistischen Investoren zu tun. „Die Zahl der Fälle ist signifikant gestiegen. Derzeit sehen wir zehn bis 20 Fälle im Jahr allein in Deutschland“, sagt Dirk-Oliver Löffler, Leiter des Frankfurter Büros von Raymond James. Dass viele Unternehmen von den Aktivisten überrascht werden, schreibt er mangelnder Vorbereitung zu: „Ein erschreckend geringer Teil der Unternehmen beschäftigt sich mit der Frage, wer die eigenen Aktionäre sind.“ Welche strategischen Fragen das Management jederzeit beantworten können muss, welche unterschiedlichen Arten von Aktivisten es zu unterscheiden gilt und auf welche Ziele es die Angreifer abgesehen haben, erklärt Löffler im Talk bei FINANCE-TV.

Turnaround-Investor Peter Mauritz: „Immer noch reger Dealflow bei Sondersituationen“

Der Turnaround-Investor Peter Mauritz weist die Vermutung kategorisch zurück, in Zeiten boomender Konjunktur nicht mehr genügend Investitionsgelegenheiten zu finden. „Der Dealflow ist rege“, sagte er gegenüber FINANCE-TV. „Sondersituationen gibt es immer. Da lösen andere Faktoren die Schieflage aus als eine schwache Konjunktur.“ Ob der Konjunkturboom zumindest die Rendite seiner Beteiligungsgesellschaft Prolimity verwässert und warum seine Investoren sich blind auf seine Arbeit verlassen – bei FINANCE-TV berichtet Peter Mauritz von der aktuellen Lage an der Sanierungsfront.

Kartellrechtler Martin Klusmann: „Das CFIUS muss man jetzt immer auf dem Zettel haben“

Die Behörden stellen den M&A-Strategen immer mehr Hürden für die Realisierung ihrer Deals in den Weg, beklagt der Kartellrechtsexperte Martin Klusmann im Interview mit FINANCE-TV: „Vor allem dass CFIUS muss man jetzt immer auf dem Zettel haben. Aber auch die normalen Kartellverfahren ziehen sich immer länger hin, und neu hinzu gekommene Prüfpunkte sind auch noch sehr vage definiert.“ Wie genau die größten Probleme aktuell aussehen und was CEOs, CFOs und ihre Berater bei künftigen M&A-Deals unbedingt im Blick behalten müssen, verrät der Freshfields-Partner hier bei FINANCE-TV.

PwC-M&A-Experte Hummitzsch: „Umbruch in der Autoindustrie ist große Chance für Private Equity“

Eine große Anzahl an Deals, der größte Buy-out aller Zeiten in Deutschland und nie dagewesene Finanzierungskonditionen: Die deutsche Private-Equity-Branche hat 2017 ein Jahr der Rekorde erlebt. Geht der Boom auch 2018 weiter? „Ja – weil einfach zu wenig Assets im Markt sind“, glaubt der M&A- und Private-Equity-Experte Erik Hummitzsch von PwC. Auch Megatrends wie der Umbruch in der Automobilindustrie werden Hummitzsch zufolge 2018 für viele große Deals sorgen. Welche Gefahren der Boom birgt und warum die Buy-outs trotzdem krisenfester gestrickt sind als am Höhepunkt des vorherigen Booms – der FINANCE-TV-Talk mit Erik Hummitzsch.