FINANCE-TV | M&A und Private Equity

Was bringt das M&A-Jahr 2021?

Die Stimmung am deutschen M&A-Markt hatte sich im Sommer bereits wieder erholt, doch nun verpasst die zweite Corona-Welle dem Transaktionsgeschehen einen Dämpfer: „Die Käufer werden wieder etwas zögerlicher“, beobachtet Xaver Zimmerer, geschäftsführender Gesellschafter der M&A-Beratung Interfinanz. Das hat auch Folgen für die Bewertungen: Corona-bereinigte Kennzahlen – wie das berühmt-berüchtigte „Ebitda-C“ – ließen sich derzeit kaum durchsetzen, beobachtet Zimmerer. Derzeit sieht er insbesondere die mit üppiger Liquidität ausgestatteten Private-Equity-Häuser auf der Käuferseite: „Die Strategen sind weniger geworden, die Investoren sind mehr geworden.“ Wann er mit Nachholeffekten durch Transaktionen rechnet, die Corona-bedingt abgeblasen wurden, und warum er sich wieder mehr persönlichen Austausch bei Deals wünscht, verrät Zimmerer im Talk bei FINANCE-TV.

Private-Equity-Anwalt Siebert: „Außenwirtschaftskontrolle prägt M&A-Prozesse“

Nach einem scharfen Rückgang im zweiten Quartal erholt sich das Geschäft mit Mittelstands-Private-Equity in Deutschland nur langsam, beobachtet der Private-Equity-Anwalt Jacob Siebert: „Das Transaktionsgeschäft ist noch verhalten. Im Industriebereich ist der M&A-Markt sogar noch nahezu nicht-existent“, sagt der Partner der Kanzlei CMS im Interview mit FINANCE-TV. „Es wird viel mehr Due Diligence im Bereich der Geschäftsmodelle gemacht“, beobachtet der Jurist weiter. „Auch die Verschärfungen in der Außenwirtschaftskontrolle prägen die M&A-Prozesse.“ Was das für das Tempo in M&A-Prozessen bedeutet und mit welchen Hilfsmitteln das M&A-Geschäft auch in den gegenwärtigen Krisensektoren wieder in Schwung gebracht werden könnte – Sieberts Antworten hier bei FINANCE-TV.

So schaffen Investmentbanker den Sprung zu Private Equity

Die Private-Equity-Industrie wird immer größer, der Hunger nach frischem Personal ist groß. Am liebsten bedienen sich die Finanzinvestoren dafür bei Investmentbanken. „M&A-Investmentbanker sind immer noch am begehrtesten, aber Private Equity fragt auch andere Profile stark nach“, berichtet die auf Private Equity spezialisierte Headhunterin Daniela Braemisch. Bei welcher Art von Private-Equity-Fonds Investmentbanker gerade besonders hoch im Kurs stehen und wie suchende PE-Häuser sich bei den besten Talenten in die Pole Position bringen können – die Antworten heute hier bei FINANCE-TV.

Distressed M&A: „In 25 Prozent der Fälle ein Misserfolg“

Die Konjunktur kühlt sich ab, die Gelegenheiten für Distressed-M&A-Deals nehmen zu. Eher noch als Finanzinvestoren dürften vor allem Wettbewerber kriselnde oder insolvente Unternehmen kaufen, um etwa Skaleneffekte zu realisieren oder Kapazitäten aus dem Markt zu nehmen, meint Roderich Fischer, Rechtsanwalt bei Ebner Stolz. Doch nicht immer geht das gut: „Etwa jeder vierte Deal ist für den Käufer ein Misserfolg.“ Wie Käufer Unternehmen in Schieflage richtig bewerten und ob Asset Deals bei Distressed M&A immer noch die beste Wahl sind – der Talk bei FINANCE-TV.

M&A im Abschwung: „Buy low, sell high ist zu wenig“

Zukäufe im Konjunkturabschwung zeigen viel bessere Ergebnisse als die übrigen Deals. Aber das Risiko solcher M&A-Projekte ist gewaltig – und die Anforderungen sind es auch. „Buy low, sell high ist zu wenig“, meint M&A-Experte Jens Kengelbach, Partner bei BCG. Die Dos and Don’ts bei M&A im Downturn skizziert er hier bei FINANCE-TV – und sagt, welche M&A-Strategen es besser gleich bleiben lassen sollten.

Spieltheoretiker Schreiber: „Machen Sie das Gegenteil dessen, was Ihr Gegenüber versucht!“

M&A-Strategen und -Berater könnten mit Hilfe der Spieltheorie ihre Verhandlungsergebnisse deutlich verbessern, glaubt der Spieltheoretiker Marcus Schreiber – und gibt bei FINANCE-TV auch konkrete Tipps dafür: „Wer die Hoheit über den Prozess hat, verschafft sich die Verhandlungsmacht.“ Außerdem sollten Verkäufer oder Kaufinteressenten in M&A-Prozessen versuchen, „das Gegenteil dessen zu machen, was die Gegenpartei macht“, empfiehlt Schreiber. Noch mehr Tipps zur Optimierung einer M&A-Verhandlung und die Antwort auf die Frage, wem Tricks aus der Spieltheorie am meisten helfen könnten, gibt es hier bei FINANCE-TV.

DBAG-Chef Grede: „Wir richten uns auf neue Zielbranchen aus“

Die klassischen Lieblingsbranchen der deutschen Private-Equity-Industrie – Automotive, Maschinenbau und Chemie – stecken in großen strukturellen Schwierigkeiten. Der Marktführer am deutschen Midmarket, die Deutsche Beteiligungs AG, reagiert darauf vehement: „Wir richten uns auf neue Zielbranchen aus“, sagte DBAG-Chef Torsten Grede im heutigen FINANCE-TV-Talk. Welche das sind, ob Automotive und Maschinenbau für die DBAG damit abgeschrieben sind und warum Grede die aktuelle Konstellation am deutschen PE-Markt für „bizarr“ hält – die Antworten gibt es hier bei FINANCE-TV.

„Nicht nur in Deutschland nehmen Public-to-Private-Deals zu.“

Scout24, Springer und jetzt Osram: Schon zum dritten Mal seit Jahresbeginn haben Private-Equity-Investoren ein Übernahmeangebot für einen börsennotierten Großkonzern lanciert – kein Zufall, wie Erik Hummitzsch, Private-Equity- und M&A-Experte von PwC, bei FINANCE-TV erklärt: „Weltweit haben Public to Privates stark zugenommen. Ich rechne damit, dass wir auch in Deutschland im weiteren Jahresverlauf noch weitere solcher Deals sehen werden.“ Welche Unternehmen gerade besonders stark das Interesse von Private-Equity-Häusern wecken, was die Erfolgsfaktoren dieser Deals sind und ob P2Ps vielleicht sogar für Mittelstandsfonds interessant sein könnten – die Antworten hier bei FINANCE-TV.

„Bei M&A-Deals stiegen die Preise in keiner Branche mehr“

Die Partylaune am M&A-Markt ebbt ab: „Die Preise steigen in keiner Branche mehr“, berichtet Xaver Zimmerer, Geschäftsführender Gesellschafter der M&A-Beratung Interfinanz. Während Verkäufer im Gesundheitswesen und im E-Commerce seiner Beobachtung nach noch gute Preise erzielen, seien die Multiples im Automotive-Bereich und im Maschinenbau gesunken. Auch bei Private-Equity-Deals erwartet Zimmerer fallende Preise, auch weil die finanzierenden Banken vorsichtiger werden: „Bei zweistelligen Multiples wird die Luft für Investoren sehr dünn“, sagte er gegenüber FINANCE-TV. Welches Verhalten er bei strategischen Käufern beobachtet und wo die Kaufpreise sich einpendeln werden, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

M&A-Berater Saxenhammer: „Die M&A-Manöver der Chinesen werden gezielter“

Das chinesisch-deutsche M&A-Volumen geht zurück – aber nicht wegen der politischen Bremsmanöver, glaubt der M&A-Berater Christian Saxenhammer: „Die Exzesse, als völlig unsinnige Targets erworben wurden, sind vorbei. Die Chinesen kaufen jetzt gezielter“, sagt er gegenüber FINANCE-TV. Was für Unternehmen und Branchen aus Deutschland gegenwärtig auf den Kauflisten der Chinesen stehen und ob Berlin den M&A-Hunger der Chinesen nachhaltig versuchen wird, auszubremsen – die Antworten gibt der heutige FINANCE-TV-Talk.

Autotech-M&A: „Die Panik ist groß“

Die Milliardenübernahme von Wabco durch ZF zeigt, wie hoch der Druck am Markt für Autotech-M&A ist. Marktexperte Julian Riedlbauer von der Tech-Investmentbank GP Bullhound hält weitere große M&A-Deals für wahrscheinlich: „Die deutsche Autoindustrie hat Nachholbedarf und muss aufpassen, gegen die US-Tech-Riesen nicht ins Hintertreffen zu geraten. Die Panik ist ziemlich groß“, sagte er gegenüber FINANCE-TV. Welche M&A-Strategien Daimler und BMW sowie Bosch, Conti und ZF verfolgen und wo sich deren M&A-Wege mit Google und Intel kreuzen – die M&A-Marktanalyse nur hier bei FINANCE-TV.

Investmentbanker Jens Munk: „Bombastische Dealaktivität bei Tech-M&A“

Bei Tech-Unternehmen herrscht eine „bombastische Dealaktivität“, sagt Jens Munk, Deutschlandchef der Tech-Investmentbank Oppenheimer, im Interview mit FINANCE-TV. Trotzdem haben die Bewertungen ihm zufolge begonnen, zu sinken: „Im vierten Quartal gab es teilweise Rückgänge von bis zu 30 Prozent.“ Wie das einzuordnen ist, welche Tech-Nischen gerade am deutschen M&A-Markt besonders heiß sind und wo die Käufer der deutschen Tech-Firmen herkommen – die Marktanalyse nur hier bei FINANCE-TV.