FINANCE-TV | M&A und Private Equity

M&A im Abschwung: „Buy low, sell high ist zu wenig“

Zukäufe im Konjunkturabschwung zeigen viel bessere Ergebnisse als die übrigen Deals. Aber das Risiko solcher M&A-Projekte ist gewaltig – und die Anforderungen sind es auch. „Buy low, sell high ist zu wenig“, meint M&A-Experte Jens Kengelbach, Partner bei BCG. Die Dos and Don’ts bei M&A im Downturn skizziert er hier bei FINANCE-TV – und sagt, welche M&A-Strategen es besser gleich bleiben lassen sollten.

Spieltheoretiker Schreiber: „Machen Sie das Gegenteil dessen, was Ihr Gegenüber versucht!“

M&A-Strategen und -Berater könnten mit Hilfe der Spieltheorie ihre Verhandlungsergebnisse deutlich verbessern, glaubt der Spieltheoretiker Marcus Schreiber – und gibt bei FINANCE-TV auch konkrete Tipps dafür: „Wer die Hoheit über den Prozess hat, verschafft sich die Verhandlungsmacht.“ Außerdem sollten Verkäufer oder Kaufinteressenten in M&A-Prozessen versuchen, „das Gegenteil dessen zu machen, was die Gegenpartei macht“, empfiehlt Schreiber. Noch mehr Tipps zur Optimierung einer M&A-Verhandlung und die Antwort auf die Frage, wem Tricks aus der Spieltheorie am meisten helfen könnten, gibt es hier bei FINANCE-TV.

DBAG-Chef Grede: „Wir richten uns auf neue Zielbranchen aus“

Die klassischen Lieblingsbranchen der deutschen Private-Equity-Industrie – Automotive, Maschinenbau und Chemie – stecken in großen strukturellen Schwierigkeiten. Der Marktführer am deutschen Midmarket, die Deutsche Beteiligungs AG, reagiert darauf vehement: „Wir richten uns auf neue Zielbranchen aus“, sagte DBAG-Chef Torsten Grede im heutigen FINANCE-TV-Talk. Welche das sind, ob Automotive und Maschinenbau für die DBAG damit abgeschrieben sind und warum Grede die aktuelle Konstellation am deutschen PE-Markt für „bizarr“ hält – die Antworten gibt es hier bei FINANCE-TV.

„Nicht nur in Deutschland nehmen Public-to-Private-Deals zu.“

Scout24, Springer und jetzt Osram: Schon zum dritten Mal seit Jahresbeginn haben Private-Equity-Investoren ein Übernahmeangebot für einen börsennotierten Großkonzern lanciert – kein Zufall, wie Erik Hummitzsch, Private-Equity- und M&A-Experte von PwC, bei FINANCE-TV erklärt: „Weltweit haben Public to Privates stark zugenommen. Ich rechne damit, dass wir auch in Deutschland im weiteren Jahresverlauf noch weitere solcher Deals sehen werden.“ Welche Unternehmen gerade besonders stark das Interesse von Private-Equity-Häusern wecken, was die Erfolgsfaktoren dieser Deals sind und ob P2Ps vielleicht sogar für Mittelstandsfonds interessant sein könnten – die Antworten hier bei FINANCE-TV.

„Bei M&A-Deals stiegen die Preise in keiner Branche mehr“

Die Partylaune am M&A-Markt ebbt ab: „Die Preise steigen in keiner Branche mehr“, berichtet Xaver Zimmerer, Geschäftsführender Gesellschafter der M&A-Beratung Interfinanz. Während Verkäufer im Gesundheitswesen und im E-Commerce seiner Beobachtung nach noch gute Preise erzielen, seien die Multiples im Automotive-Bereich und im Maschinenbau gesunken. Auch bei Private-Equity-Deals erwartet Zimmerer fallende Preise, auch weil die finanzierenden Banken vorsichtiger werden: „Bei zweistelligen Multiples wird die Luft für Investoren sehr dünn“, sagte er gegenüber FINANCE-TV. Welches Verhalten er bei strategischen Käufern beobachtet und wo die Kaufpreise sich einpendeln werden, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

M&A-Berater Saxenhammer: „Die M&A-Manöver der Chinesen werden gezielter“

Das chinesisch-deutsche M&A-Volumen geht zurück – aber nicht wegen der politischen Bremsmanöver, glaubt der M&A-Berater Christian Saxenhammer: „Die Exzesse, als völlig unsinnige Targets erworben wurden, sind vorbei. Die Chinesen kaufen jetzt gezielter“, sagt er gegenüber FINANCE-TV. Was für Unternehmen und Branchen aus Deutschland gegenwärtig auf den Kauflisten der Chinesen stehen und ob Berlin den M&A-Hunger der Chinesen nachhaltig versuchen wird, auszubremsen – die Antworten gibt der heutige FINANCE-TV-Talk.

Autotech-M&A: „Die Panik ist groß“

Die Milliardenübernahme von Wabco durch ZF zeigt, wie hoch der Druck am Markt für Autotech-M&A ist. Marktexperte Julian Riedlbauer von der Tech-Investmentbank GP Bullhound hält weitere große M&A-Deals für wahrscheinlich: „Die deutsche Autoindustrie hat Nachholbedarf und muss aufpassen, gegen die US-Tech-Riesen nicht ins Hintertreffen zu geraten. Die Panik ist ziemlich groß“, sagte er gegenüber FINANCE-TV. Welche M&A-Strategien Daimler und BMW sowie Bosch, Conti und ZF verfolgen und wo sich deren M&A-Wege mit Google und Intel kreuzen – die M&A-Marktanalyse nur hier bei FINANCE-TV.

Investmentbanker Jens Munk: „Bombastische Dealaktivität bei Tech-M&A“

Bei Tech-Unternehmen herrscht eine „bombastische Dealaktivität“, sagt Jens Munk, Deutschlandchef der Tech-Investmentbank Oppenheimer, im Interview mit FINANCE-TV. Trotzdem haben die Bewertungen ihm zufolge begonnen, zu sinken: „Im vierten Quartal gab es teilweise Rückgänge von bis zu 30 Prozent.“ Wie das einzuordnen ist, welche Tech-Nischen gerade am deutschen M&A-Markt besonders heiß sind und wo die Käufer der deutschen Tech-Firmen herkommen – die Marktanalyse nur hier bei FINANCE-TV.

Headhunter Paul Taaffe: „Als Private-Equity-CFO muss man Action lieben”

Viele Finanzchefs sind mit der Arbeit im Private-Equity-Umfeld in den vergangenen Jahren reich geworden. Das hat in der CFO-Szene das Interesse an diesem Karriereweg wachsen lassen. Aber die Arbeit bei einer PE-Beteiligung ist speziell, meint der CFO-Berater und Ex-Private-Equity-Finanzchef Paul Taaffe: „Bei Private Equity muss der CFO den Plan des Investors umsetzen, ohne Wenn und Aber. Für operative Arbeit hat man keine Zeit. Man muss als CFO Action lieben, sonst funktioniert es nicht“, umreißt Taaffe bei FINANCE-TV die Anforderungen. Wie sich mutige CFOs aufstellen müssen, um sich für den Sprung in dieses Umfeld zu qualifizieren und warum Mittelstands-CFOs bei Private Equity besonders hoch im Kurs stehen – die Antworten gibt Paul Taaffe bei FINANCE-TV.

Private Equity: So drängen Family Offices in den Markt

Immer mehr Family Offices machen der hiesigen Private-Equity-Branche Konkurrenz und investieren direkt in deutsche Unternehmen. Ein Forschungsteam der WHU Otto Beisheim School of Management um Antonia Schickinger und Philipp Bierl sowie die wissenschaftlichen Leiter Nadine Kammerlander und Max Leitterstorf haben 109 Family Offices und 55 Private-Equity-Fonds interviewt – und Interessantes aufgedeckt: „Es gibt viele Mythen rund um Family Offices, die wir widerlegen können“, sagt Philipp Bierl im Interview mit FINANCE-TV. Antonia Schickinger nennt zum Beispiel die Investitions- und Finanzierungsstrategie „Single Family Offices investieren mehr nach Bauchgefühl, Private-Equity-Fonds rationaler. Dafür meiden PE-Investoren zum Ende ihrer Fondslaufzeiten das Risiko, die Family Offices hingegen bleiben risikofreudig. Und das gilt überraschenderweise auch für den Einsatz von Leverage.“ Was die WHU-Forscher im Detail alles herausgefunden haben – der Einblick in ihre Forschungsarbeit heute hier bei FINANCE-TV.

Indus-Chef Schmidt: „Werden Preisexzesse nicht mitgehen“

Seit Juli ist der vormalige Technologievorstand Johannes Schmidt CEO des SDax-Unternehmens Indus. Die Beteiligungsholding mit über 1,6 Milliarden Euro Jahresumsatz hat zurzeit 45 Unternehmen im Portfolio und prüft jedes Jahr Dutzende Mittelständler intensiv. Die aktuellen Preisvorstellungen am M&A-Markt beunruhigen den Indus-CEO: „Es werden manchmal Bewertungen aufgerufen, die ich als Investor mit langfristigem Investitionshorizont nicht mehr nachvollziehen kann“, sagt er.

Die bislang auf produzierende Branchen wie Fahrzeugbau und Maschinenbau fokussierte Indus will künftig mehr in Zukunftsbranchen wie Automatisierungs- und Medizintechnik investieren, jedoch nicht um jeden Preis, stellt Schmidt klar: „Wir werden Preisexzesse nicht mitgehen.“ Mit welchen Argumenten er bei den Verkäufern punkten möchte und welche Strategie er bei Zukäufen verfolgt, erklärt er im Talk bei FINANCE-TV.

 

Private Equity: „Mehr Frauen bedeuten höhere Renditen“

Frauen stellen nur 9 Prozent aller Investment-Manager im Private-Equity-Geschäft – selbst im Vergleich zu anderen Finanzbereichen ist das ein extrem niedriger Wert. Das hat materielle Folgen, glaubt Daniela Braemisch, Chefin des Frankfurter Büros der Headhunting-Agentur Private Equity Recruitment: „Frauen sehen Investments aus einer anderen Perspektive. Mehr Frauen bedeuten höhere Renditen“, sagte sie gegenüber FINANCE-TV. Warum der weibliche Talent-Pool inzwischen aber deutlich wächst, wie Frauen in Private Equity Karriere machen können und wie die PE-Häuser die besten von ihnen für sich gewinnen können – dies und mehr erfahren Sie heute bei FINANCE-TV.