FINANCE-TV | Märkte

Ökostrom-Investments: „Politik muss Geschäftsmodelle belohnen, nicht Stromerzeugung“

Umweltminister Peter Altmaier will die Ökostromsubventionen schon in fünf Jahren komplett auslaufen lassen. Der Ökonom und Energiemarktforscher Ulf Moslener von der Frankfurt School of Finance & Management glaubt, dass das zu einem großen Umbruch im Ökostrombereich führen wird – für die dort tätigen Unternehmen und für die Investoren. „Die Politik muss Geschäftsmodelle belohnen, die Flexibilität in den Strommarkt bringen. Bei der Förderung geht es künftig nicht mehr um Subventionen, sondern um das Marktdesign“, sagte Moslener gegenüber FINANCE-TV. Wie Investoren nach diesem Regimewechsel noch langfristig Geld mit der Erzeugung von Ökostromanlagen verdienen können, beleuchtet er im Gespräch mit FINANCE-TV.

DVFA-Chef Bielmeier: „Aufsichtsrat wird immer mächtiger“

Der Deutschen Bank steht wieder eine chaotische Hauptversammlung bevor. Drei CEO-Wechsel binnen sechs Jahren und die aktuelle Diskussion um die Entlastung des Aufsichtsratschefs Paul Achleitner zeigen einen Trend, der sich auch bei anderen Aktiengesellschaften abzeichnet: „Die Gewichte haben sich in Richtung Aufsichtsratsvorsitzender verschoben, er mischt sich immer stärker in das operative Geschäft des Unternehmens ein“, glaubt Stefan Bielmeier, Chef des Berufsverband der Investment Professionals, DVFA. Muss der Aufsichtsrat selbst stärker kontrolliert werden? Und wie kann das aussehen? Antworten darauf gibt Bielmeier heute im Talk mit FINANCE-TV.

Chefvolkswirt David Kohl: „Zinsdifferenz zu den USA wird sich deutlich ausweiten“

Seit Jahresbeginn haben die Ängste vor einem starken Zinsanstieg die Aktien- und Bondmärkte schon zweimal schwer erschüttert. Vorbei ist die Unsicherheit noch nicht, warnt David Kohl, Chefvolkswirt der Bank Julius Bär: „Die Märkte werden in diesem Jahr unruhiger sein als in den letzten Jahren.“ Hauptgrund: Der Zinskurs der US-Notenbank Fed. „Wir erwarten, dass die Fed die Zinsen noch schneller erhöht als allgemein erwartet. Die Zinsdifferenz zwischen dem Euro- und Dollar-Raum wird sich dadurch deutlich ausweiten“, sagt Kohl im Interview mit FINANCE-TV. Warum das für Investoren und CFOs trotzdem kein Grund ist, unruhig zu werden, sehen Sie im heutigen FINANCE-TV-Talk.

Investor-Relations-Profi Kay Bommer : „Mifid 2 ist eine Revolution“

Zwei Monate nach dem Start hat Mifid 2 tatsächlich die befürchteten Zerrüttungen im Kapitalmarktauftritt kleiner und mittelgroßer Unternehmen angerichtet, meint Kay Bommer, Chef des Investor-Relations-Verbands DIRK. „Die Veränderungen durch Mifid 2 sind revolutionär. Die Nachfrage nach Aktien-Research ist gesunken, und der Kapitalmarktzugang ist für viele Unternehmen nicht mehr so, wie er mal war“, sagte Bommer gegenüber FINANCE-TV. Was genau draußen am Markt passiert und was CFOs und ihre IR-Profis jetzt tun müssen, um bei den großen Investoren auf dem Investmentradar zu bleiben – der FINANCE-TV-Talk zu den Folgen von Mifid 2.

Ratinganalyst Matthias Hellstern : „Unternehmen würden Zinsschock gut verkraften können“

Zinsängste verunsichern die Finanzmärkte. Die Ratingagentur Moody’s hält jedoch sowohl einen Zinsschock als auch eine deutliche Konjunktureintrübung für unwahrscheinlich und glaubt außerdem, dass Europas Konzerne für beides gewappnet wären: „Die meisten CFOs haben die Finanzierung sehr langfristig angelegt. Ein starker Zinsanstieg würde viele Unternehmen erst in vier, fünf Jahren treffen“, beruhigt Moody’s-Analyst Matthias Hellstern im Interview bei FINANCE-TV. Allerdings gibt es Hellstern zufolge deutliche Risikounterschiede zwischen Investmentgrade- und High-Yield-Emittenten: „Die Investmentgrade-Unternehmen haben sich finanzielle Puffer aufgebaut“, so Hellstern – die meisten High-Yield-Emittenten hingegen nicht. Wie sich dieses Lagebild auf die Ausfallraten und Ratings von Moody’s auswirken wird, skizziert er bei FINANCE-TV.

Steuerrechtler: „Die US-Steuerreform hat mehr Verlierer als Gewinner“

Deutsche Bank, Heidelberg Cement, Lanxess, K+S – einige deutsche Unternehmen mussten in Folge der US-Steuerreform ihre Zahlen für 2017 nach unten korrigieren. Auch langfristig könnte das Prestigeprojekt von Donald Trump zur Belastung werden, nicht nur für den Wirtschaftsstandort Deutschland. „Unter den deutschen Unternehmen wird es mehr Verlierer als Gewinner geben“, prognostiziert Christof Zondler, Steuerberater bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz. Warum das so ist, welche Unternehmen besonders betroffen sind und wie CFOs ihre Unternehmen aus steuerlicher Sicht in den USA künftig aufstellen sollen – Zondlers Antworten heute hier bei FINANCE-TV.

ECM-Banker Heuberger: „2018 kommen die Groß-IPOs“

Siemens Healthineers, Deutsche Asset Management, Knorr-Bremse – nach einem eher mauen deutschen IPO-Jahr könnten 2018 gleich drei milliardenschwere Börsengänge anstehen. „Die Groß-IPOs kommen zurück“, meint Armin Heuberger, Leiter des ECM-Geschäfts der UBS in Deutschland und Österreich bei FINANCE-TV. Wie sich CFOs kleinerer IPO-Kandidaten die Aufmerksamkeit der Investoren sichern können, warum das Börsenumfeld auch 2018 gut bleibt und was am Markt für andere ECM-Instrumente geht – Heubergers Einschätzungen sehen Sie hier bei FINANCE-TV.

Bond-Experte Bryson: „Die Credit Spreads werden 2018 steigen“

Der Anleihemarkt hat CFOs in den vergangenen Jahren mit Traumkonditionen verwöhnt. Doch hält dieser Zustand auch 2018 an, wenn der Großinvestor EZB sein Aufkaufprogramm von 60 auf 30 Milliarden Euro zurückschraubt? „Wir werden ein leichtes Anziehen der Credit Spreads vor allem am lange Ende sehen“, prognostiziert Anthony Bryson, der die Corporate Debt Plattform der BNP Paribas für Deutschland, Österreich und die Schweiz leitet. Warum das Tapering aber nicht zu Verwerfung am Corporate-Bond-Markt führen wird, welche Rolle geopolitische Risiken spielen und wieso Green Bonds mehr als nur ein Marketing-Gag sind – Brysons Antworten hier bei FINANCE-TV.

„Viele Unternehmen ignorieren politische Risiken“

Die Katalonien-Krise spitzt sich zu, die Brexit-Verhandlungen stocken, im Iran drohen neue Sanktionen – die Zahl der internationalen Brandherde ist groß. „Die Crux ist, dass sich politische Risiken kaum quantifizieren lassen und viele Unternehmen sie deshalb ignorieren“, sagt Sven Behrendt, Gründer der auf politische Risiken spezialisierten Beratung GeoEconomica. „Damit öffnen sie Tür und Tor für Krisen.“ Wie CFOs typische Fehler vermeiden, warum Szenarioplanungen helfen und mit welchen Instrumenten man sich vor politischen Risiken schützen kann – das erfahren Sie in der heutigen Ausgabe von FINANCE-TV.

Euronext-Repräsentant Schatzschneider: „Wollen deutsche Tech-IPOs zu uns holen“

Die Mehrländerbörse Euronext hat eine Marktoffensive gestartet, um deutsche Tech-Unternehmen für einen Börsengang in Paris, Amsterdam oder Brüssel anzuwerben – eine Kampfansage an die Deutsche Börse. „Wir haben ein ganz anderes Tech-Ökosystem als die Deutsche Börse“, behauptet Euronext-Repräsentant Michael Schatzschneider, der sich hier vor Ort um deutsche Interessenten kümmern soll, im Interview bei FINANCE-TV. Ob die Euronext-Initiative deutschen Gründern und Managern tatsächlich etwas bietet, das die Deutsche Börse nicht hat – die Antworten gibt es heute hier bei FINANCE-TV.

Passporting nach dem Brexit: „Es wird eine pragmatische Lösung geben“

Der 29. März 2019 ist für viele Banken mit Sitz in London ein kritisches Datum: Kommt es zu einem harten Brexit, könnten die Passporting-Rechte, mit denen Banken europaweit Geschäft machen dürfen, an diesem Tag erlöschen. Viele Auslandsbanken denken daher über einen Umzug auf den Kontinent nach, um dort eine Banklizenz zu erhalten: „Man rechnet mit bis zu 15 Banken, die eine deutsche Banklizenz beantragen werden“, sagt Kai-Michael Hingst, Partner der Kanzlei Noerr. Noch ist offen, ob es Bestandsgarantien oder Übergangsfristen für bestehende Passports geben könnte. Hingst ist aber sicher: „Es wird eine pragmatische Lösung geben.“ Wie sich die Bafin auf den Ansturm an Lizenzanträgen vorbereitet und was verhindern soll, dass die Banken für die Banklizenz nur Briefkastenfirmen gründen, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

Mifid 2: „Große Auslese unter Research-Häusern wird kommen“

Die Anfang 2018 in Kraft tretende Finanzmarktregulierung Mifid 2 wird den Markt für Aktien-Research um bis zu 50 Prozent zusammenbrechen lassen, fürchtet Götz Gollan, Vorstand des Brokerhauses Equinet: „Die Asset-Manager werden die Research-Budgets hart verhandeln. Das wird zu einer großen Auslese unter den Research-Häusern führen.“ Was für Research-Anbieter überleben werden, warum Mifid 2 auch den CFOs Kopfzerbrechen bereiten wird und wie er die Chancen für sein eigenes Haus einschätzt, verrät Götz Gollan hier bei FINANCE-TV.