FINANCE-TV | Strategie

Mynaric-Chef Peschko: „Fühlen uns sehr wohl an der Börse“

Wolfram Peschko, Chef des Lasertechnikunternehmens Mynaric, fühlt sich an der Börse „sehr wohl“, sagte er gegenüber FINANCE-TV. Auch die Entscheidung für das nicht unumstrittene Börsensegment Scale hält er nach wie vor für richtig. Jetzt aber muss er die Investorenbasis verbreitern, berichtet Peschko: „Wir werden jetzt vermehrt Übersee-Investoren ansprechen – auch, weil in zwei Monaten die Lock-up-Periode vieler bestehender Aktionäre ausläuft.“ Wie viel der Börsengang kostete und warum sich dieses Investment nach Ansicht des Mynaric-Chefs gelohnt hat, sagt Wolfram Peschko im FINANCE-TV-Interview.

Villeroy-&-Boch-CFO Warncke: „Haben noch keine Strafzinsen bezahlt“

Mit einer Nettoliquidität von rund 58 Millionen Euro hat der Keramikproduzent Villeroy & Boch das abgelaufene Geschäftsjahr beendet. Diese so anzulegen, dass keine Strafzinsen fällig werden, stellt CFO Markus Warncke vor Herausforderungen. „Bislang haben wir aber noch keine Strafzinsen bezahlt“, betont er. Dies liege auch an dem großen Bankenkreis des saarländischen Unternehmens, der neben deutschen auch französische und luxemburgische Institute umfasst. Unter welchen Vorzeichen ein Gang an den Bond- oder Schuldscheinmarkt möglich wäre und wie sich die inzwischen fast 250 Familiengesellschafter in das Unternehmen einbringen, verrät Warncke im Talk bei FINANCE-TV.

Alix-Partners-Chef Rüter: „Oft werden die falschen Leute mit Großprojekten betraut“

Groß angelegte SAP-Einführungen, Modernisierungen des Geschäftsmodells oder Firmen, die ihre ganze Struktur auf den Prüfstand stellen wie aktuell Continental: Deutschlands Konzernchefs pumpen derzeit Milliarden in Strategieprojekte – und verschwenden dabei oft gewaltige Summen, warnt der Deutschlandchef der Unternehmensberatung Alix Partners, Andreas Rüter: „Zeit- und Budgetüberschreitungen sind bei großen Change-Projekten die Regel“, sagt er im Interview bei FINANCE-TV. „Speziell Projekte der digitalen Transformation werden von CEOs und CFOs oft falsch aufgesetzt.“ Wie Kostendebakel bei Megaprojekten verhindert werden können und ob Mittelständler ihre Transformationsprojekte besser im Griff haben als die Großkonzerne – die Antworten hier bei FINANCE-TV.

Tom-Tailor-CFO Dressendörfer: „Reset schließen wir 2017 ab“

Nach harten Einschnitten hat das Hamburger Modeunternehmen Tom Tailor nach eigener Einschätzung den Turnaround geschafft. Beim Restrukturierungsprogramm Reset, mit dem die Hamburger 30 bis 40 Millionen Euro einsparen wollen, ist die längste Strecke des Wegs absolviert: „Wir werden die angestrebten Einsparungen erreichen und Reset Ende 2017 abschließen“, sagt Finanzvorstand Thomas Dressendörfer im Talk bei FINANCE-TV. Derzeit erfordert noch die Vereinheitlichung der IT-Struktur große Investitionen – Dressendörfer zufolge ein „überfälliges“ Projekt.

Wie Tom Tailor bei seinem IT-Projekt vorankommt, welche Wachstumsimpulse der Onlinehandel bringen soll und wie CFO Dressendörfer sich mit dem chinesischen Großaktionär Fosun versteht, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

 

Heideldruck-CFO Kaliebe: „Umbau wird Ergebnisqualität anheben“

Nach Jahren der Sanierung will der Druckmaschinenbauer Heidelberg nun endlich wieder auf Wachstumskurs einschwenken. 20 Prozent mehr Umsatz und 50 Prozent mehr operativer Gewinn ist das Ziel für das Geschäftsjahr 2022/23. „Der Umbau unseres Geschäftsmodells wird unsere Ergebnisqualität anheben“, verspricht Heidelberg-CFO Dirk Kaliebe im Interview bei FINANCE-TV. „Wir schauen uns außerdem gerade alle Prozessketten an, um effizienter zu werden“, fügt er hinzu. Wo genau die dadurch frei werdenden Mittel hinfließen sollen – in Wachstums- und Digitalisierungsinitiativen oder in die vorzeitige Rückzahlung des sehr teuren High-Yield-Bonds – CFO Dirk Kaliebe gibt die Antworten.

So finanziert 50Hertz-CFO Marco Nix die Kosten der Energiewende

Die Energiewende und der anstehende Netzausbau halten die Energiebranche gewaltig in Atem. Das bekommt auch der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission zu spüren, der das Höchstspannungsnetz im Osten Deutschlands sowie im Raum Hamburg betreibt. Die Netzbetreiber müssen stark in die Stromnetze investieren, um die steigenden Mengen Ökostrom transportieren zu können. Bei 50 Hertz läuft daher ein milliardenschweres Investitionsprogramm.

 

„Wir haben allein Bonds im Gesamtvolumen von 2,6 Milliarden Euro ausgegeben“, sagt CFO Marco Nix, der seit 2015 die Finanzen des Berliner Unternehmens leitet. Wie er das Unternehmen für die Herausforderungen der Energiewende aufstellen möchte und wie man als Finanzchef damit umgeht, dass politische Entscheidungen das eigene Geschäftsumfeld maßgeblich verändern können, verrät Marco Nix im Talk bei FINANCE-TV.

 

Tele-Columbus-CFO Frank Posnanski: „Derzeit keine strategische Zusammenarbeit mit United Internet“

Nach dem Börsengang 2015 ging der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus auf Einkaufstour: Binnen weniger Wochen übernahm der Konzern die Wettbewerber Primacom und Pepcom für zusammen rund 1,3 Milliarden Euro. In den vergangenen Wochen ist Tele Columbus allerdings selbst zum Ziel von Übernahmespekulationen geworden. United Internet hat sein 2016 erworbenes Aktienpakt auf 28,5 Prozent aufgestockt – Zielsetzung offen. „Eine Zusammenarbeit auch im strategischen Sinne ist aber zurzeit noch nicht angedacht“, versucht Tele-Columbus-CFO Frank Posnanski die Übernahmespekulationen gegenüber FINANCE-TV einzudämmen. Wie der Tele-Columbus-Manager auf die Marktkonsolidierung im deutschen Telekomsektor blickt – die Antworten hier bei FINANCE-TV.

Anwalt Jörg Risse: „Prozessrisiken lassen sich endlich quantifizieren“

Deutsche Bank, VW, BP: Rechtsrisiken können selbst die stärksten Konzerne auf Jahre hinaus lähmen und bedrohen. Topmanager müssen sich für ihre Prozessstrategie jetzt aber nicht mehr nur auf ihr Bauchgefühl verlassen, wenn sie die so genannte „Prozessrisikoanalyse“ nutzen, meint Jörg Risse, Partner der Kanzlei Baker McKenzie und einer der Erfinder des Tools: „Mit der Prozessrisikoanalyse lassen sich Prozessrisiken und –chancen genau quantifizieren und Haftungsrisiken besser managen – auch für die Manager selbst“, erklärt er im Interview bei FINANCE-TV. Wie die Prozessrisikoanalyse genau funktioniert und wieso sie manchen Anwälten nicht gefallen wird – Jörg Risses Antworten hier bei FINANCE-TV.

Vonovia-Finanzchef Stefan Kirsten ist „CFO des Jahres 2017“

Wohl kaum ein CFO hat in den vergangenen Jahren so viele unterschiedliche Finanzierungsinstrumente genutzt wie Stefan Kirsten, Finanzvorstand des Immobilienunternehmens Vonovia (vormals Deutsche Annington). Dies und seine ebenso offensive wie erfolgreiche M&A-Strategie machen ihn zum „CFO des Jahres 2017“. Gestern Abend wurde Kirsten auf der Structured FINANCE ausgezeichnet, hier erzählt er im Interview, welche Deals ihm besonders in Erinnerung geblieben sind und wie er mit Rückschlägen umgegangen ist.

Jugendwelle auf CFO-Posten: „Unterschätzen wir nicht die Lebenserfahrung der älteren CFOs“

Immer mehr junge Finanzmanager drängen auf den CFO-Stuhl. Getrieben ist das oft durch Digitalisierungsprojekte in der Finanzabteilung. Den Nachwuchs-Finanzchefs „fehlt aber oft die Lebenserfahrung“, meint der langjährige Finanzchef und heutige CFO-Berater Paul Taaffe. „Gerade bei Change-Projekten kann die ruhige Ausstrahlung eines erfahrenen Managers Gold wert sein.“ In welchen Unternehmen es trotzdem immer stärker Altersgrenzen für neue CFOs gibt und wo die Eigentümer und Aufsichtsräte nach wie vor stärker auf Erfahrung und Ausstrahlung achten, verrät Taaffe bei FINANCE-TV.

Unternehmensplanung im Umbruch: Was leisten Predictive Analytics & Co.?

Neue Technologien heben die Unternehmensplanung auf ein neues Level. Doch viele Unternehmen müssen erst einmal ihre Planungssysteme modernisieren, bevor sie an neue Betätigungsfelder wie Predictive Analytics überhaupt denken können, sagt Michael Kappes, Principal bei Horváth & Partner, gegenüber FINANCE-TV: „Nur etwa ein Drittel der Unternehmen nutzt eine professionelle Planungslösung.“ Den Planungsprozess zu modernisieren könne mehrere Monate dauern – ein Aufwand, den viele Unternehmen nach Kappes‘ Beobachtung bislang scheuten.

Wer Predictive Analytics nutzt, kann damit besonders für kurzfristige Prognosen schon gute Ergebnisse erzielen. Womit sich Predictive-Analytics-Tools noch schwertun, was man sich von anderen Unternehmen in der Modernisierung der eigenen Planungslandschaft abschauen kann und warum nicht jeder Controller gleich ein Data Scientist sein muss, um mit modernen Planungstools umgehen zu können, erklärt Kappes im Talk bei FINANCE-TV.

 

SGL-CFO Michael Majerus: „Wir wollen auch durch Zukäufe wachsen“

SGL Carbon schrumpft sich mit dem Verkauf des früheren Kerngeschäfts um Graphitelektroden und Kathoden gesund: „Wir werden Ende des Jahres nettoschuldenfrei sein“, sagte Finanzchef Michael Majerus gegenüber FINANCE-TV und kündigte an: „Wir wollen auch wieder durch Zukäufe wachsen.“ In welchen Bereichen M&A-Deals geplant sind, welche Rolle BMW in diesen Überlegungen spielt und wie allein organisch ein Umsatzplus von 37,5 Prozent in drei Jahren erreicht werden soll – Majerus‘ Antworten heute hier bei FINANCE-TV.