FINANCE-TV | Strategie

Fraport-CFO Zieschang über Terminal-Neubau und Thomas-Cook-Pleite

Eine weltweit wachsende Mittelschicht, Migration und der Trend zu mehreren Reisen im Jahr – eigentlich sieht sich Fraport-CFO Matthias Zieschang in einem Wachstumsmarkt. Die neuen Kunden sollen in wenigen Jahren auch im Terminal 3 abgefertigt werden, in das Fraport 4 Milliarden Euro investiert. Doch das Großprojekt wird die Verschuldung in völlig neue Höhen treiben: „Der Verschuldungsgrad soll das Fünffache der Nettoverschuldung zum Ebitda aber nicht überschreiten“, betont der CFO im Talk bei FINANCE-TV. Welche Fortschritte das Terminal-Projekt macht, welches Wachstum er den internationalen Beteiligungen zutraut und wie Fraport die Thomas-Cook-Insolvenz zu spüren bekommt, erklärt der CFO bei FINANCE-TV.

Gea-CFO Marcus Ketter: „Wir mussten erstmal Transparenz schaffen“

Nach einer Serie von Gewinnwarnungen musste das alte Management des Maschinenbauers Gea im vergangenen Jahr gehen. Nun soll ein neuer Vorstand den ertragsschwachen MDax-Konzern wieder auf Profitabilität trimmen. „Dafür mussten wir zunächst Transparenz im Reporting schaffen“, berichtet der seit Mai amtierende CFO Marcus Ketter bei FINANCE-TV. Wie er dabei vorgegangen ist, mit welchen Maßnahmen er die Effizienz bei Gea steigern will und ob dem aktivistischen Investor Elliott die neuen Mittelfristziele reichen – Ketters Antworten sehen Sie nur hier bei FINANCE-TV.

Von ProSieben zu Omio: Was Jan Kemper am Start-up-Job reizt

Nach sieben Jahren bei Zalando und zwei Jahren als CFO bei ProSiebenSat.1 ist Jan Kemper zurück in der Start-up-Welt: Als CFO managt er das Wachstum der Online-Reisebuchungsplattform Omio, die im Herbst 2018 in ihrer jüngsten Finanzierungsrunde 150 Millionen Dollar eingesammelt hat. „Wir wollen das internationale Geschäft organisch und über Zukäufe ausbauen“, sagt Kemper im Talk bei FINANCE-TV. Ob er lieber im Start-up- oder im Konzernumfeld arbeitet und was ihm seine Habilitation und seine Tätigkeit als Business Angel für den CFO-Job bringen, verrät Kemper im Talk bei FINANCE-TV.

Wie CFO Nils Chrestin mit GetYourGuide wachsen will

Das Berliner Start-up GetYourGuide, über dessen Plattform Touristen Ausflugstouren und Tickets buchen können, sammelte bei seiner jüngsten Finanzierungsrunde 433 Millionen Euro ein. Die größten Investoren kamen aus Asien: „Es gibt in Europa leider nur wenige Wagniskapitalgeber, die Runden in dieser Größenordnung mitgehen können“, sagt CFO Nils Chrestin. Das Geld verschaffe GetYourGuide die Freiheit, sich auch M&A-Themen näher anschauen zu können. Denn die Konkurrenz schläft nicht: Reiseveranstalter wie Tui oder die Buchungsplattform Airbnb setzen ebenfalls zunehmend auf individualisierte Ausflüge und Touren. Wie GetYourGuide damit umgeht, wie es um einen möglichen IPO steht und welchen Ausflug er selbst gern einmal unternehmen würde, verrät Finanzchef Nils Chrestin im Talk bei FINANCE-TV.

Bankenexperte Strietzel: „PSD2 trifft auch das Firmenkundengeschäft“

Ab dem 14. September müssen Banken ihre Infrastruktur für Fintechs und Technologiekonzerne öffnen. So will es die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2. Das verschärft nicht nur den Wettbewerb im Privatkundengeschäft, sondern verändert auch die Spielregeln im Firmenkundengeschäft, glaubt Markus Strietzel, Senior Partner und Bankenexperte bei Roland Berger: „Das Problem ist, dass die Banken den Zugang zum Kunden verlieren.“ Wie einzelne Häuser versuchen, sich diesem Trend zu widersetzen und warum Unternehmen wie die Lufthansa plötzlich zur Konkurrenz für die Banken im Zahlungsverkehr werden könnten – Strietzels Antworten sehen Sie hier bei FINANCE-TV.

Covestro-CFO Toepfer: „Arbeiten permanent an unserer Effizienz“

Lieferengpässe bei Wettbewerbern haben Covestros Aktienkurs 2018 stark getrieben, binnen Jahresfrist hat sich der Kurs nun allerdings wieder halbiert. Dem konjunkturellen Gegenwind will das Bayer-Spin-off auf zwei Wegen begegnen: „Wir arbeiten permanent an unserer Effizienz, zugleich wollen wir weiter investieren“, betont CFO Thomas Toepfer. Das Unternehmen durchläuft ein Effizienzprogramm, gleichzeitig sollen aber die Investitionen von 900 Millionen auf 1,2 Milliarden Euro steigen. In welchem Segment zudem Zukäufe vorstellbar sind, welche M&A-Kriterien Covestro anlegt und wie er selbst als Schüler im Chemie-Unterricht abgeschnitten hat, verrät der CFO im Talk bei FINANCE-TV.

KPMG-Deutschland-CFO Peisger: „Wir bauen die Finanzabteilung der Zukunft“

Vor drei Jahren hat KPMG Deutschland ein umfangreiches Digitalisierungsprojekt für die eigene Finanzabteilung aufgelegt. Mit der Umstellung auf das neue ERP-System S4 Hana im Oktober hat das WP- und Beratungshaus den ersten Schritt in Richtung Umsetzung gemacht. „Wir haben nun eine zeitgemäße Infrastruktur, um die Finanzabteilung der Zukunft zu bauen“, meint Finanzchefin Michaela Peisger im Interview bei FINANCE-TV. Wie die aussieht, warum in den kommenden Jahren kein Mitarbeiter in der KPMG-Finanzabteilung um seinen Job bangen muss und wie KPMG mit Künstlicher Intelligenz experimentiert, das erfahren Sie hier bei FINANCE-TV.

„Autozulieferer stehen bei Private Equity auf der Blacklist“

Dieselkrise, strengere Grenzwerte, und jetzt auch einbrechende Absatzzahlen in China – die deutsche Automobilbranche steht unter Beschuss, einige nachgelagerte Lieferanten schlitterten bereits in die Pleite. Die schlechte Nachricht: „Finanzinvestoren stehen als Geldgeber kaum zur Verfügung“, meint Wolfram Römhild, Managing Director und Autoexperte bei Goetzpartners. „Autozulieferer stehen bei Private Equity auf der Blacklist.“ Warum das so ist und wie die Autobranche den Spagat zwischen bröckelnden Margen und Investitionen in die Zukunft noch stemmen könnte, erklärt Römhild bei FINANCE-TV.

So stehen die Erfolgschancen der US-Banken in Deutschland

JP Morgan und Goldman Sachs wollen im deutschen Firmenkundengeschäft wachsen – aber Experten sind skeptisch, ob das gelingen kann. „Es wird schwierig für die US-Banken, Marktanteile zu gewinnen, denn die meisten Unternehmen verspüren keinen großen Wechseldruck“, meint Jens Sträter, Firmenkundenexperte bei der Bankberatung zeb. Dennoch glaubt er, dass die Amerikaner vor allen den deutschen Häusern das Leben schwer machen werden. Warum genau? Sträters Antworten hier bei FINANCE-TV.

Warum Katjes-International-CFO Stephan Milde auf Anleihen setzt

Schon seit 2011 ist Katjes International mit Anleihen am Markt, jetzt bahnt sich die nächste Bondemission an: CFO Stephan Milde will eine neue Anleihe mit einem Zielvolumen von 100 Millionen Euro begeben. Für die Anleihe spricht aus Sicht des CFOs seine Flexibilität – und die braucht der Süßwarenhersteller: „Wir wollen über Zukäufe wachsen“, erklärt CFO Milde. In der Vergangenheit hat Katjes International bereits eine Anleihe aufgestockt, um Geld für eine Akquisition aufzunehmen. Bei anderen Finanzierungsformen ginge das nicht so einfach. „Ein Schuldschein wäre womöglich günstiger, ist mir aber zu unflexibel“, sagt Milde. Welche Konditionen er mit der neuen Anleihe anpeilt und was mit dem noch ausstehenden Katjes-Papier passieren soll, darüber spricht Stephan Milde im Talk bei FINANCE-TV.

So finanziert Symrise-CFO Olaf Klinger die M&A-Strategie

Mit der Übernahme von ADF/IDF will Symrise seine US-Präsenz ausbauen und stärker in den Tierfuttermittelbereich vordringen. CFO Olaf Klinger hat die Finanzierung für die 800 Millionen Euro schwere Transaktion so gut wie abgeschlossen. Als nächstes steht im Juli die Refinanzierung einer 500 Millionen Euro schweren Unternehmensanleihe auf seinem Plan. Dem Instrument will er treu bleiben: „Wir werden im Laufe des Jahres mit einer neuen Anleihe auf den Markt kommen“, sagt er im Talk bei FINANCE-TV. Wie sich die Verschuldung durch den jüngsten Zukauf verändert und wie er den Kapitalmarkt ohne Rating nutzt, verrät der CFO im Talk bei FINANCE-TV.

Steuerberater Zöller: „Jetzt auf die Meldepflicht vorbereiten“

Im Kampf gegen Steuerflucht nimmt die EU künftig auch Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in die Pflicht. Sie müssen ab Sommer 2020 „möglicherweise aggressive“ Steuersparmodelle ihrer Mandanten an die Finanzbehörden melden. Das Problem: „Die Meldefrist gilt rückwirkend zum Juni 2018, wir wissen heute aber noch nicht, welche Gestaltungen überhaupt meldepflichtig sind“, kritisiert Daniel Zöller, Steuerberater bei Ebner Stolz, im Gespräch mit FINANCE-TV. Der deutsche Gesetzgeber mache kaum Anstalten, die „schwammige“ Definition zu konkretisieren. Im Gegenteil: „Die Meldepflicht dürfte in Deutschland sehr weit ausgelegt werden.“ Warum das für die Unternehmen ein Problem ist, wie sich Steuerabteilungen trotz der Unsicherheit jetzt vorbereiten sollten und welche konkreten Fälle betroffen sein könnten, erklärt Zöller im Interview mit FINANCE-TV.