Corona macht nicht nur den Unternehmen das Leben schwer – auch die Wirtschaftsprüfer sind jetzt besonders gefordert.

Artmann Witte/iStock/Getty Images

FINANCE+ 23.07.20
Finanzabteilung

Infizierte Bilanzen

Das Accounting muss ins Home Office, der persönliche Kontakt zum Wirtschaftsprüfer fällt weg. Gleichzeitig stellt die Coronakrise die Bilanzierung vieler Unternehmen auf die Probe. Wie geht man mit dem schwierigen Spannungsfeld um?

Seit Monaten hält das Coronavirus die Unternehmen in Atem. Wie sichern wir kurzfristig Liquidität? Wie halten wir Lieferketten aufrecht? Wie zahlen wir unsere Miete? Und als wären diese teils existentiellen Fragen nicht schon genug, bringt diese Situation auch Herausforderungen an die Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung mit sich. Für die Finanzabteilungen ist das nun eine weitere Baustelle.

Und die fängt für manche noch vor dem eigentlichen Prüfungsprozess an – nämlich mit der Bestellung des Abschlussprüfers für das neue Geschäftsjahr, denn fast alle Unternehmen haben ihre Hauptversammlung, auf der der Prüfer normalerweise gewählt wird, Corona-bedingt verschoben.

So auch die Deutsche Telekom, die eines der wenigen Unternehmen ist, das seine Zwischenberichte prüfen lässt: „Wir haben unsere Hauptversammlung von Ende März auf den 19. Juni verschoben und als virtuelle Veranstaltung durchgeführt“, berichtet Guillaume Maisondieu, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Service Europe und verantwortlich für das Accounting und die Shared Services bei den Bonnern. „Die Verschiebung hätte zur Folge haben können, dass der Prüfer für den Abschluss des ersten Quartals nicht rechtzeitig bestellt werden kann, weil der neue HV-Termin bereits nach Veröffentlichung des Q1-Berichts lag.“

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