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Das sind die Gehälter im Treasury 2021

Seit dem Ausbruch der Coronakrise ist der Stellenwert des Treasury deutlich angestiegen.
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Treasurer gehören spätestens seit 2020 wieder zu den wichtigsten Finanzern im Konzern. Das hat vor allem einen Grund: „Wegen der Pandemie legen Unternehmen derzeit einen starken Fokus auf die Liquiditätssteuerung. Daher ist jetzt besonders das Treasury gefragt“, meint Thomas von Ciriacy-Wantrup, Partner bei der Personalberatung Fricke Finance & Legal.

Im besten Fall hat der Treasurer jederzeit einen Überblick darüber, wo das Cash im Unternehmen liegt. Deshalb ist ein Treasury, das digital und in Echtzeit arbeitet, einem veralteten Treasury in fast jeder Hinsicht überlegen. Das beeinflusst auch die Verdienstmöglichkeiten der Finanzer in der Treasury-Abteilung.

Dabei haben sich die Aufgaben eines Treasurers in der Coronavirus-Krise gewandelt: Das Treasury muss in Krisensituationen nicht nur mehr Verantwortung übernehmen. Treasurer müssen zudem auch beweisen, dass sie ein verlässlicher Partner des CFO sind – indem sie etwa Daten jederzeit abrufen und ihrem Chef vorlegen können. Die Digitalisierung hat einen zusätzlichen Einfluss auf das Treasury: Einfache manuelle Tätigkeiten werden künftig entfallen. Das hat den Effekt, dass Treasurer eine strategischere Rolle einnehmen.

Geht es nach von FINANCE befragten Personalberatern, wird der Job des Treasurers in den kommenden Jahren dank Digitalisierung und neuer technischer Möglichkeiten daher an Bedeutung gewinnen. Auf einer Skala von +5 (= gewinnt sehr an Bedeutung) bis –5 (= verliert sehr an Bedeutung) vergaben die von FINANCE befragten Gehaltsexperten einen Wert von +3,5.

Gutes Geld für Spezialisten im Treasury

Die essentielle Rolle des Treasury spiegelt sich auch im Gehalt der Mitarbeiter wider. Schon Junior Treasurer mit nur ein paar Jahren Berufserfahrung können Gehälter zwischen 40.000 und 60.000 Euro erreichen. Erfahrenere Kollegen verdienen bis zu 90.000 Euro, aber durchschnittlich nicht weniger als 55.000 Euro. Als Senior Treasurer können die Verdienstmöglichkeiten 130.000 Euro erreichen oder gar übersteigen.

Zudem gilt auch für Treasurer: Spezialisten werden besonders gut bezahlt. Das Gehalt von Junior Cash Managern fängt im Schnitt bei 45.000 Euro an und kann auf bis zu 55.000 Euro steigen. Junior Zins- und Währungsmanager verdienen mit 50.000 bis 60.000 Euro sogar noch ein Stückchen mehr.

Sehen lassen können sich auch die Gehälter der Seniors, die zudem gleich auf einem höheren Gehaltsniveau einsteigen: Senior Cash Manager erhalten durchschnittlich 85.000 bis 120.000 Euro. Der Top-Verdiener im Treasury ist der Senior Zins- und Währungsmanager, sein Gehalt kann sogar auf bis zu 130.000 Euro ansteigen. Und die Gehaltsaussichten bleiben auch künftig gut: Auf einer Skala von +5 (= Gehalt steigt stark an) bis –5 (= Gehalt geht sehr stark zurück) vergaben Experten einen Wert von +2,0.

olivia.harder[at]finance-magazin.de

Info

Im FINANCE-Gehaltsreport hat FINANCE die Gehaltsdaten für die Top-Berufe in deutschen Finanzabteilungen recherchiert und analysiert. Sie beruhen auf den Einschätzungen von Headhuntern, Personaldienstleistern und anderen Vergütungsspezialisten.

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Olivia Harder ist Redakteurin bei FINANCE und verfolgt schwerpunktmäßig die aktuellen Entwicklungen im M&A-Geschäft. Sie hat Philosophie, Politikwissenschaften, Soziologie und Geographie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen studiert, wo sie auch einen Lehrauftrag innehatte. Vor FINANCE arbeitete Olivia Harder in den Redaktionen mehrerer Wochen- und Tageszeitungen, unter anderem beim Gießener Anzeiger.

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