Bayer-CFO Dietsch darf sich über ein Gehaltsplus freuen

Bayer

29.02.16
Finanzabteilung

Dickes Gehaltsplus für Bayer-CFO Johannes Dietsch

Die Transparenz-Offensive der Dax-Konzerne sorgt für interessante Einblicke in die Gehaltslisten. So auch bei Bayer: Der Karrieresprung zum CFO hat CFO Johannes Dietsch zu einem Topverdiener gemacht.

Der vergangenen Donnerstag präsentierte Bayer-Geschäftsbericht für 2015 zeigt nicht nur ein wachsendes Geschäft, sondern auch interessante Details über die Gehaltsentwicklung der Bayer-Chefetage. Finanzvorstand Johannes Dietsch darf sich demnach über einen besonders kräftigen Zuwachs seiner Bezüge freuen: Seine Gesamtvergütung lag im Jahr 2015 bei über 2,2 Millionen Euro. Damit verbuchte er das kräftigste Plus im Bayer-Vorstand.

Mit seinen Vorstandskollegen Marijn Dekkers (CEO) und Werner Baumann – dem jetzigen Strategievorstand und designierten Konzernchef – kann Dietsch bei seinem Gehalt aber nicht mithalten. Bereits seit 2010 sind die beiden Manager Mitglied im Vorstand von Bayer und erhielten 2015 deshalb auch deutlich höhere Bezüge. Baumann erhielt eine Gesamtvergütung von fast 4,5 Millionen Euro (plus 14 Prozent), die von CEO Dekkers lag sogar bei über 8,6 Millionen Euro (plus 33 Prozent). Ungewöhnlich: Mit seinen 2,2 Millionen ist Dietsch nicht einmal der am drittbesten bezahlte Bayer-Vorstand: Innovationsvorstand Kemal Malik liegt noch knapp vor ihm. Lediglich Personalchef Michael König lag mit 2,1 Millionen Euro knapp hinter Dietsch.

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CFO Johannes Dietsch profitiert erstmals von Long Term Incentives

Prozentual die größte Vergütungserhöhung erhielt allerdings Dietsch. Die Festvergütung des im Juni 2014 zum CFO ernannten Bayer-Eigengewächses belief sich 2015 auf 725.000 Euro – und war damit mehr als dreimal so hoch als im Jahr zuvor. Noch stärker profitierte Dietsch von dem großen Sprung bei der kurzfristigen variablen Barvergütung: Hier ging es für den 54-jährigen von 280.000 auf  917.000 Euro nach oben. einbrachten. Außerdem erhielt Dietsch erstmals auch Long Term Incentives im Wert von 297.000 Euro.

Insgesamt stieg Dietschs Vergütung damit um fast 300 Prozent. Dass er dennoch den Gehältern seiner Vorstandskollegen hinterher hinkt, liegt daran, dass Dietsch im Vergleich zu Dekkers und Baumann noch ein Neuling im Vorstand ist, in den er erst im September 2014 aufstieg. Dass die Zuflüsse der Vorstände überhaupt offen gelegt werden, liegt an einer 2015 beschlossenen Initiative der Dax-Konzerne, die mehr Transparenz bringen soll.

julian.woehr[at]finance-magazin.de

Wie sich Dietsch durch die Bayer-Hierarchie bis an die Spitze des Finanzressorts gekämpft hat, sehen Sie im FINANCE-Köpfe-Profil von Johannes Dietsch.