Der Energiekonzern E.on trauert um seinen IR-Chef: Alexander Karnick ist überraschend gestorben.

E.on

30.10.18
Finanzabteilung

E.on-IR-Chef Alexander Karnick ist tot

Bestürzung in der Investor-Relations-Branche: Alexander Karnick, IR-Chef des Energiekonzerns E.on, ist vor wenigen Tagen überraschend gestorben.

Das Energieunternehmen E.on trauert um den Leiter seiner Investor-Relations-Abteilung. Alexander Karnick ist vor wenigen Tagen gestorben, sein Tod kam dem Unternehmen zufolge „vollkommen überraschend“.

Karnick war Anfang 2016 zu E.on nach Essen gewechselt und arbeitete zunächst als Vice President im Bereich Investor Relations. Seit Mai 2017 hatte er als Head of Investor Relations die Leitung des IR-Teams inne. Karnick begleitete das Energieunternehmen in einer Umbruchphase: In der Phase des Spin-offs der früheren Konzerntochter Uniper richtete sich E.on neu aus und musste entsprechend auch eine angepasste Equity Story an den Kapitalmarkt kommunizieren.

Alexander Karnick für IR-Arbeit ausgezeichnet

Karnick kannte das Unternehmen bereits vor seiner Tätigkeit im IR-Bereich gut: Er war zuvor mehr als zwölf Jahre für die Deutsche Bank tätig und beobachtete als Analyst Unternehmen aus dem Versorgungs- und Energiesektor. Auch über seinen späteren Arbeitgeber E.on erstellte er während dieser Zeit mehrere Analysen.

Karnick wurde für seine Investor-Relations-Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem belegte er beim „Deutschen Investor Relations Preis 2018“ des Deutschen Investor-Relations-Verbands (DIRK) den dritten Platz in der Kategorie der IR-Manager im Dax. 

E.on: Karnick war „außerordentlich anerkannt“

Der DIRK reagierte „mit großer Bestürzung und Trauer“ auf die Nachricht von Karnicks Tod. E.on würdigt seinen verstorbenen IR-Chef als hoch professionell. Karnick sei „ein außerordentlich anerkannter Kollege“ gewesen, heißt es auf der Investor-Relations-Seite des Unternehmens.

Die früheren Kollegen beschreiben Karnick als kritisch und konstruktiv, sie schätzten aber auch eine andere Seite an ihm: „Auch sein Humor, seine Offenheit und seine etwas unkonventionelle Art haben das Arbeiten mit ihm zu einer großen Freude gemacht“, heißt es im Nachruf.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de