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Regen hebt Pizza, ertränkt Coke

Während die Rekordniederschläge in weiten Teilen des Vereinigten Königreichs die Umsatzprognosen vieler Einzelhändler pulverisiert hat, haben sie die von Domino ’s Pizza nach oben getrieben. Die Menschen blieben lieber zuhause, als rauszugehen, was den vergleichbaren Umsatz in der ersten Hälfte des Jahres um 5 Prozent in einem ansonsten schwächelnden Markt anhob. Das Unternehmen posaunte entsprechend selbstbewusst die Sommergefühle nach draußen: „Wir gehören zu den wenigen Menschen, die jeden Tag auf die Arbeit gehen und Regentänze aufführen“, kommentierte Chief Financial Officer Lee Ginsberg von Domino Food Group am Montag die Ergebnisse.

Die Menschen in Großbritannien und Irland, den Kernmärkten von Domino ’s Pizza, blieben lieber zu Hause, um die TV-Übertragungen der Europa-Fußballmeisterschaft und des Thronjubiläums der Queen zu sehen. Dies trieb den Internetumsatz des Unternehmens im Vergleich zu Vorjahresperiode um 43 Prozent nach oben. Bestellungen über mobile Geräte wie Smartphones machen inzwischen 18 Prozent der Online-Verkäufe aus.

Coca-Cola leidet unter Wetter

Der selbstgefällige Bericht des Domino-Finanzvorstand war eine offene Referenz auf andere Einzelhändler, die von den nicht-enden wollenden Regengüssen hart getroffen wurden. Übrigens endete das schlechte Wetter am Sonntag, einen Tag bevor Softdrink-Hersteller Coca-Cola Enterprises zugeben musste, dass das für die Jahreszeit ungewöhnlich kalte und nasse Wetter – zusammen mit Frankreichs kürzlich eingeführter Steuer auf zuckerhaltige Getränke – den Durst der Menschen gedämpft hatte. „Das Wetter der vergangenen dreieinhalb bis vier Monaten war wirklich das Schlimmste [was ich je gesehen habe]“, sagte Finanzvorstand Bill Douglas im Verlauf des Gesprächs mit Analysten.

Doch jetzt, wo endlich die Sonne auf London brennt und die Olympischen Spiele am Freitag beginnen, hofft Coca-Cola auf eine bessere zweite Hälfte des Jahres – solange es bei einer „normalisierten Großwetterlage“, wie Douglas es ausdrückte, bleibt.

steven.arons[at]finance-magazin.de