iStock / Thinkstock / Getty Images

30.05.12
Finanzabteilung

CFO-Studie: Cash wichtiger denn je

Die vielen Krisenherde rund um den Globus sorgen dafür, dass in zahlreichen Ländern CFOs vor allem versuchen, die Kasse zusammenzuhalten. Rund um den Globus ist Cash Management das Gebot der Stunde geworden. In den Nuancen zeigen sich aber unterschiedliche Akzente – und in Nordamerika gar ein ganz anderes Bild.

Obwohl im gesamten Währungsraum um sie herum die Asset-Preise purzeln und sie über deutlich bessere Finanzierungskonditionen verfügen als ihre Wettbewerber, sitzen die deutschen CFOs auf dem Cash: Mehr als 80 Prozent glauben, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt sei, um in der Bilanz zusätzliche Risiken anzuhäufen. Diese Zurückhaltung teilen sie mit ihren Kollegen in Großbritannien, von denen mehr als die Hälfte dem Bewahren hoher Kassenbestände aktuell hohe Priorität einräumt, wie ein Vergleich globaler CFO-Befragungen von Deloitte zeigt.  

Mehr Zuversicht in Nordamerika
Erstaunlicherweise ist es gerade das Krisenland Irland, in dem sich ein anderes Bild zeigt: Dort planen 53 Prozent der befragten CFOs, ihre Cashreserven zum Schuldenabbau zu nutzen. In Schweden zeigt sich beim Liquiditätsmanagement ein ähnliches Bild, auch dort dominiert der Schuldenabbau.

Viel zuversichtlicher scheinen die CFOs in den USA, Kanada und Mexiko zu sein. Die Bewahrung der Liquidität hat dort nur bei 24 Prozent der Befragten höchste Priorität. Mit 27 Prozent planen mehr, die überschüssige Liquidität im Heimatland zu investieren. Der Schuldenabbau rangiert mit 13 Prozent sogar kurz hinter dem Plan, höhere Dividenden auszuschütten, was 14 Prozent der nordamerikanischen CFOs anstreben. Während europäische CFOs nach wie vor auf Sicht fahren, scheinen ihre nordamerikanischen Kollegen wieder vermehrt in den Angriffsmodus umzuschalten.   

michael.hedtstueck[at]finance-magazin.de