Deutsche Unternehmen, die in China Töchter haben, sehen sich mit noch strengeren Kapitalverkehrskontrollen konfrontiert.

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02.12.16
Finanzabteilung

China verschärft Kapitalverkehrskontrollen erneut

Nach der Einschränkung des grenzüberschreitenden Cash Pooling verschärft China die Kapitalverkehrskontrollen erneut. Jetzt werden Auslandsüberweisungen ab 5 Millionen US-Dollar strenger geprüft. Das hat Konsequenzen für die Unternehmensfinanzierung.

Die chinesische Devisenbehörde SAF verschärft die Kapitalverkehrskontrollen ein weiteres Mal deutlich: Ab sofort unterliegen Auslandsüberweisungen ab einer Höhe von 5 Millionen US-Dollar einer strengeren Prüfung. Bankenkreisen zufolge sind davon Dividendenzahlungen, unternehmensinterne Darlehen sowie Rückzahlungen von Gesellschafterdarlehen betroffen. Bei Zahlungen für den grenzüberschreitenden Handel greifen diese Prüfungen nicht.

Nach Jahren der Öffnung hat China im Januar erstmals die Kapitalverkehrskontrollen wieder verschärft: Das grenzüberschreitende Cash Pooling ist seither stark beschränkt. Zudem brauchen chinesische Tochtergesellschaften, die mehr als 50 Millionen US-Dollar an die ausländische Mutter ausschütten wollen, eine Zustimmung der Devisenbehörde SAFE Shanghai. Mit 5 Millionen US-Dollar ist der Wert nun aber deutlich niedriger angesetzt. Mit diesen Maßnahmen stemmt sich China vor allem gegen Kapitalabflüsse und die daraus folgende Abwertung des Renminbi.

Wie deutsche Treasurer mit den neuen Einschränkungen umgehen und welche Maßnahmen die chinesische Regierung noch plant, können Sie bei unserer Schwesterpublikation DerTreasurer nachlesen.

desirée.backhaus[at]finance-magazin.de