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Ex-Telekom-Austria-CFO Stefano Colombo muss vor Gericht

Telekom Austria - Konzernzentrale in Wien
Telekom Austria Group

Ex-Telekom-Austria-CFO Stefano Colombo muss sich vor Gericht verantworten. Im Fokus steht ein umstrittener Immobilien-Deal aus dem Jahr 2006. Die Telekom Austria soll dabei zwei Etagen ihres Palais in der Wiener Innenstadt deutlich unter Wert (für 5,4 Millionen Euro) an die Gesellschaft Schillerplatz 4 Projektentwicklungs GmbH (SP4) verkauft haben, wie der Kurier berichtet.

SP4 ist laut Anklage dem Ex-ÖBB-Chef Martin Huber dessen Ehefrau Barbara zuzurechnen und soll die Immobilie ein Jahr später an die Seeste Bau AG weiter veräußert haben. Seeste Bau, enger Geschäftspartner der ÖBB und Großinvestor am Wiener Hauptbahnhof, zahlte dafür circa 11 Millionen Euro.

Die Staatsanwaltschaft bezichtigt Ex-TA Generaldirektor Heinz Sundt und Ex-Telekom-Finanzvorstand Stefano Colombo der Untreue, da diese die TA wissentlich mit dem Verkauf zum „Schnäppchenpreis“ in Millionenhöhe geschädigt haben sollen. Sundt und Colombo sollen, so die Anklage, ihre Befugnisse missbraucht haben, um den Deal zu ermöglichen.Weiter mitangeklagt ist unter anderen Birgit Wagner, nun Vorstand der ÖBB-Personenverkehr AG, wegen möglicher Beweismittelfälschung.

christiane.durner[at]finance-magazin.de