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Geldstrafe für Holger Härter

Kein Freispruch für Holger Härter: Der frühere Porsche-CFO ist heute zu einer Geldstrafe wegen Kreditbetrugs verurteilt worden.
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Bis zuletzt hatte Holger Härter auf einen Freispruch gehofft – vergeblich. Das Landgericht Stuttgart hat den früheren Finanzchef von Porsche heute wegen Kreditbetrugs  zu einer Geldstrafe von 630.000 Euro verurteilt. Die Richter sind davon überzeugt, dass Härter in seiner Funktion als CFO des Autobauers während der Übernahmeschlacht mit der heutigen Konzernmutter VW die BNP Paribas falsch über den Liquiditätsbedarf von Porsche informiert hatte.

Mit der Entscheidung blieben die Richter dennoch deutlich hinter dem Antrag der Staatsanwaltschaft zurück, die eine Haftstrafe für Härter gefordert hatte. Der ehemalige CFO hatte dagegen während des gesamten Prozesses seine Unschuld beteuert. Im Februar hatte Härter die mutmaßlich geschädigte BNP Paribas scharf angegriffen und ihr bei der Berechnung des Kapitalbedarfs von Porsche grobe Fahrlässigkeit und Anfängerfehler unterstellt.

Härter will gegen das Urteil Revision einlegen. Und dann wartet auf ihn – gemeinsam mit Ex-Porsche-CEO Wendelin Wiedeking – noch ein Prozess wegen möglicher Marktmanipulation. Härter wird noch mehr Tage vor Gericht verbringen müssen.

sarah.nitsche[at]finance-magazin.de