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Immer mehr Whistleblowing-Fälle

Zwischen Juni 2011 und Mai 2012 registrierte die FSA insgesamt 3.733 Anrufe auf ihrer Whistleblowing-Hotline.
FSA

Einer aktuellen Studie von Kroll Advisory Solutions zufolge steigt die Zahl der Whistleblowing-Fälle seit der Finanzkrise dramatisch an. In Großbritannien registrierte die Financial Services Authority (FSA) zwischen Juni 2011 und Mai 2012 insgesamt 3.733 Anrufe auf ihrer Whistleblowing Hotline. Im gleichen Zeitraum vier Jahre zuvor waren es lediglich 994 Anrufe. Jede Fünfte von Kroll initiierte Untersuchung gehe bereits auf Whistleblowers zurück, wobei sich in 60 Prozent dieser Fälle der Anfangsverdacht letztendlich auch als richtig erwies, erklärte das Beratungsunternehmen.

Kroll führt die steigende Zahl der Whistleblowing-Fälle auf laxere Kontrollen in den stark wachsenden Emerging Markets und die einfache Fälschung von Onlineidentitäten zurück. Darüber hinaus begünstigten bessere und sicherere Reportingkanäle für Whistleblowers die Aufdeckung von Straftaten.

„Whistleblowing kommt immer häufiger vor und birgt enorme Risiken für die betroffenen Unternehmen. Wir haben Fälle untersucht, bei denen sich die Verluste daraus auf bis zu 1 Milliarde Pfund summierten", sagt Benedikt Hamilton, Managing Director bei Kroll. Hamilton empfiehlt, dass CFOs und andere Vorstandsmitglieder sehr schnell und in angemessener Weise auf Whistleblowing-Vorwürfe reagieren sollten. Hamilton zufolge seien „die ersten 24 Stunden entscheidend“.

andreas.knoch[at]finance-magazin.de

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