Q-Cells

06.09.12
Finanzabteilung

Karlheinz Hornung unter Korruptionsverdacht

Der ehemalige CFO des Nutzfahrzeugherstellers MAN, Karlheinz Hornung, ist im laufenden Schmiergeldprozess ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Die Ermittlungen gehen auf eine Zeugenaussage zurück.

Der ehemalige CFO des Nutzfahrzeugherstellers MAN, Karlheinz Hornung, ist im laufenden Schmiergeldprozess ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Die Ermittlungen gehen auf eine Zeugenaussage im laufenden Prozess gegen den einstigen Chef der MAN-Nutzfahrzeugsparte, Anton Weinmann, zurück. In dieser hatte der Leiter der MAN-Revisionsabteilung als Zeuge vor dem Landgericht München ausgesagt, CEO Hakan Samuelsson und Finanzchef Hornung seien über mögliche Korruptionspraktiken in Slowenien informiert gewesen.

Wie das Manager Magazins berichtete hätten beide schon ab Mai 2006 – Jahre vor dem Auffliegen des Korruptionsskandals – von der Bestechungspraxis gewusst. Die Revision habe sie damals informiert, dass man auf dubiose Provisionszahlungen in Slowenien gestoßen sei. „Das Wort 'Schmiergeldzahlungen' habe ich ihm gegenüber erwähnt“, sagte der Zeuge über sein Gespräch mit Samuelsson.

Hornung gehörte dem MAN-Vorstand seit Oktober 2004 an und hatte wesentlichen Anteil an der Neuausrichtung des LKW-Bauers. Ende 2009, kurz nach dem Rücktritt von CEO Samuelsson, musste auch er seinen Hut nehmen. Mitte 2010 wurde Hornung als Vorsitzender in den Aufsichtsrat des inzwischen insolventen Solarzellenherstellers Q-Cells berufen.

andreas.knoch[at]finance-magazin.de