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KAS Bank strebt 10 Prozent Marktanteil im Depotgeschäft an

Umgezogen: Die KAS Bank hat sich für Frankfurt als neuen Standort entschieden. Von dort will sie ihre Wachstumspläne vorantreiben.
KAS Bank

Vom Rhein an dem Main: Die niederländische KAS Bank hat ihren deutschen Unternehmenssitz von Wiesbaden nach Frankfurt verlegt. „Es wurde Zeit, dass wir in die Bankenstadt Frankfurt kommen“, sagt Frank Vogel, Managing Director der KAS Bank in Deutschland. Der Ortswechsel kommt passend zur Ankündigung einer ambitionierten Wachstumsstrategie in Deutschland.

10 Prozent Marktanteil strebt die Bank in den nächsten fünf Jahren in Deutschland in ihrem Kerngeschäft an,  der Verwaltung von Altersvorsorgevermögen. In den Niederlanden verwaltet die Bank laut eigenen Angaben mehr als 130 Pensionsfonds und hat damit einen Marktanteil von 33 Prozent.

Die Bank fungiert als reiner Wertpapierdienstleister für Anleger von Altersvorsorgevermögen. Sie befasst sich mit der Einhaltung der regulatorischen Anforderungen und den administrativen Aufgaben bei der Verwaltung und Verwahrung von Pensionsvermögen.

Frank Vogel und sein Team wollen sich auf eine klar umrissene Zielgruppe konzentrieren. Sie streben danach, 330 neue institutionelle Anleger von Altersvorsorgevermögen als Kunden zu akquirieren. „Im Fokus stehen für uns mittelständische Pensionskassen, Versorgungseinrichtungen und Corporate Investors mit einem Pensionsvermögen von 200 Millionen bis 3 Milliarden Euro“, erklärt Vogel.

KAS Bank erwartet stärkere Regulierung

Bei ihrer Wachstumsstrategie hofft die Depotbank indirekt auch auf Brüssel. Die strengeren Regularien für die betriebliche Altersvorsorge, die unter anderem auf EU-Ebene diskutiert werden, werden den Unterstützungsbedarf bei der Verwaltung von Altersvorsorgevermögen in die Höhe treiben, hoffen die Niederländer. Marktbeobachter erwarten, dass im Zuge der höheren Anforderungen mehr und mehr Unternehmen dazu übergehen werden, die Verwaltung ihrer Pensionsvermögen auszulagern. Dass die KAS Bank in diesem Bereich in Holland schon ein großes Rad dreht,  soll ihr die Gewinnung von Mandaten in Deutschland erleichtern.
  
„In den Niederladen ist die betriebliche Altersvorsorge wesentlich weiterentwickelt und bereits deutlich stärker reguliert“, sagt Vogel. Die Erfahrungen, die dort in der Verwaltung der Assets unter strengeren Vorgaben gemacht wurden, sollen nun auch durch einen Personaltransfer in Deutschland genutzt werden: Pensionsspezialisten der KAS Bank Amsterdam sollen künftig auch in Deutschland arbeiten.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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Antonia Kögler ist Redakteurin bei FINANCE und DerTreasurer. Sie hat einen Magisterabschluss in Amerikanistik, Publizistik und Politik und absolvierte während ihres Studiums Auslandssemester in Madrid und Washington DC. Sie befasst sich schwerpunktmäßig mit Finanzierungsthemen und verfolgt alle Entwicklungen rund um Green Finance und Nachhaltigkeit in der Finanzabteilung.

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