Die Sepa-Umstellung wird für die Unternehmen immer mehr zur Zeitbombe.

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25.10.13
Finanzabteilung

Sepa: Bundesbank schlägt Alarm

Deutschland ist bei der Umstellung des Zahlungsverkehrs auf Sepa fast Schlusslicht in der Eurozone. Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele hat jetzt sogar die Vorstände der DAX- und MDAX-Unternehmen angeschrieben. Er warnt vor Liquiditätsengpässen.

Weniger als 100 Tage vor der Abschaltung der nationalen Euro-Zahlungsverkehrsverfahren scheinen einige Unternehmen den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt zu haben. Die gestern veröffentlichten Zahlen der EZB kommen nicht überraschend, erschreckend sind sie dennoch: Im dritten Quartal lag die Nutzung der Sepa-Überweisung in Deutschland bei knapp 14 Prozent, im gesamten Euro-Raum hingegen bei gut 56 Prozent. Bei den Lastschriften ist das Bild noch düsterer: Lediglich 0,46 Prozent der deutschen Einzüge wurden mit Sepa getätigt (Eurozone: 6,8 Prozent). Am 1. Februar 2014 muss der Anteil bei 100 Prozent liegen, sonst drohen den Unternehmen, ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern Liquiditätsengpässe.

Die Lage ist so ernst, dass Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele sich jetzt sogar schriftlich bei den Vorstandsvorsitzenden der DAX- und MDAX-Unternehmen nach dem Umstellungsstand erkundigt hat. Er drängt darauf, der Sepa-Umstellung höchste Priorität einzuräumen.

Womit die Bundesbank die schleppende Lastschriftumstellung erklärt und wie sie zu Konvertierungsangeboten steht, lesen Sie bei der FINANCE-Schwesterpublikation DerTreasurer.

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