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Supply Pain

Transparenz und klare Kommunikation im Supply-Chain-Management sind das A&O für CFOs.
Sascha Duis

Als der Hurrikan über die Ostküste fegte, hielten viele CFOs die Luft an. Und zwar in der ganzen Welt. Denn wie bei der Dreifachkatastrophe in Japan war wieder die globale Supply Chain unzähliger Produkte gefährdet. Wenn nur ein Werk am Ende der Wertschöpfungskette ausfällt, müssen bei zahllosen Zulieferern die Bänder gestoppt und Logistikprozesse umgeplant werden. Zum Glück ist es einigermaßen glimpflich ausgegangen, zumindest für die CFOs.

Leider sind es nicht nur Naturkatastrophen, die über den Finanzchef eines Zulieferunternehmens hereinbrechen können. Das zeigt sich gerade in der Automobilindustrie. Ein Zulieferer, der sich bester Beziehungen zu Daimler rühmt, hat erst aus der Zeitung von sofortigen Produktionsstopps in der Nutzfahrzeugsparte erfahren. Für den CFO bedeutet das, von jetzt auf gleich mit Einnahmeausfällen in der Größenordnung von 20 Prozent umzugehen, und das auf unabsehbare Zeit.

Hosen runter hilft allen

Solch ein Schlag aus dem Nichts führt neben operativen Problem vor allem zu einem: gewaltiger Verunsicherung. Einige sprechen schon von Indikatoren für einen Abschwung wie 2008. Das erscheint übertrieben, aber es sagt viel über die Stimmung. Eine saubere Kommunikation entlang der Supply Chain ist unendlich wichtig in diesen Zeiten. Natürlich unterliegen vor allem börsennotierte Unternehmen da strikten Auflagen. Aber jeder CFO tut dem Gesamtsystem (und damit auch sich) einen großen Gefallen, wenn er seinen Ermessensspielraum genau evaluiert und für so viel Transparenz wie möglich sorgt.

bastian.frien[at]finance-magazin.de

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