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So schätzen CFOs die Folgen des Ukraine-Kriegs ein

Schwere Folgen für die Wirtschaft insgesamt, weniger schwere für das eigene Unternehmen: So schätzen CFOs die Folgen des Ukraine-Kriegs ein.
Schwere Folgen für die Wirtschaft insgesamt, weniger schwere für das eigene Unternehmen: So schätzen CFOs die Folgen des Ukraine-Kriegs ein. Foto: Wirestock - stock.adobe.com

Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs werden auch die deutsche Wirtschaft treffen: Neun von zehn Finanzchefs erwarten stark negative oder eher negative Folgen für das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer FINANCE-Umfrage unter CFOs im deutschsprachigen Raum, die in der zweiten März-Hälfte stattgefunden hat. Die Ergebnisse sind ein Vorab-Auszug aus dem FINANCE CFO Panel, das am 11. Mai veröffentlicht wird.

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Demnach erwarten 42 Prozent der Teilnehmer, die zu diesem Punkt Angaben gemacht haben, dass der Ukraine-Krieg „starke negative Folgen“ für die deutsche Wirtschaft haben wird. 48 Prozent sehen „eher negative Folgen“. Nur sechs Prozent rechnen damit, dass der Krieg kaum Folgen für das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland hat, positive Entwicklungen erwarten immerhin 4 Prozent. Dass der Krieg in Osteuropa vollkommen folgenlos für die deutsche Wirtschaft bleibt, glaubt dagegen niemand.

CFOs erwarten weniger harte Folgen durch Ukraine-Krieg

Auf die Erfolgsaussichten des eigenen Unternehmens werden die negativen Konsequenzen allerdings nach Einschätzung der meisten Finanzchefs deutlich weniger stark durchschlagen: Nur 8 Prozent der Antwortenden glauben, dass der Ukraine-Krieg für die wirtschaftliche Tätigkeit ihres Unternehmens „starke negative Folgen“ haben wird, von „eher negativen Folgen“ gehen 49 Prozent aus.

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Dagegen glauben 29 Prozent, dass der Krieg kaum Folgen für die Wirtschaftstätigkeit ihres Unternehmens haben wird. 10 Prozent rechnen mit keinerlei Auswirkungen. 4 Prozent erwarten sogar einen positiven Effekt.

Ukraine-Krieg betrifft auch M&A-Projekte

Bereits recht deutlich erkennbar sind die Folgen des Krieges in Osteuropa auf den M&A-Markt, wie kürzlich eine weitere FINANCE-Umfrage gezeigt hat: Darin gaben 49 Prozent der Teilnehmer an, dass der Krieg laufende M&A-Projekte in ihrem Haus behindert habe.

So hat die FINANCE-Community bisher abgestimmt.

Behindert der Ausbruch des Ukrainekriegs laufende M&A-Projekte von Ihnen?

Ja
48.30%
Nein
51.70%

Vielen Dank für Ihre Teilnahme an der aktuellen Wochenfrage.

Der Datendienst Refinitiv geht davon aus, dass weltweit mindestens 350 M&A-Deals mit russischer Beteiligung „on hold“ sein dürften.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

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Sabine Reifenberger ist Chef vom Dienst der FINANCE-Redaktion. Ihre redaktionellen Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, die Transformation der Finanzabteilung und Finanzierungsthemen. Seit 2012 moderiert sie beim Web-TV-Sender FINANCE-TV. Außerdem verantwortet sie den Themenhub FINANCE-Transformation, die Distressed Assets Konferenz und das FINANCE CFO Panel. Die Politologin volontierte bei einer Tageszeitung und schrieb während des Studiums als freie Journalistin unter anderem für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland.

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